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Absturz der Zalando-Aktie ‒ was steckt dahinter?

Foto: Zalando

Für die Zalando (WKN:ZAL111)-Aktie lief der Sommer alles andere als rund. Seit Anfang August ist der Kurs von etwa 50 Euro auf wenig mehr als 28 Euro gefallen (Stand: 25.11.2018). Ein Kurssturz von fast 50 % in weniger als vier Monaten. Aber was sind die Gründe für den Kursverfall? Sehen wir uns den letzten Quartalsbericht an.

Umsatz top – Gewinn flop

Fangen wir mit den guten Punkten an (von denen es eine Menge gibt). Der Umsatz konnte in den ersten neun Monaten des Jahres um 18 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert werden. Ja, du hast richtig gelesen, 18 %! Das ist eine fantastische Zahl für ein Unternehmen, dessen Bewertung sich an der Börse gerade halbiert hat.

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Zugegeben, die Prognose für das Gesamtjahr wurde angepasst, sodass man nun einen Umsatzanstieg im unteren Bereich des bisherigen Zielkorridors anpeilt. Doch auch das ist kein Weltuntergang, denn nach aktueller Prognose wird ein Anstieg zwischen 20 und 25 % gegenüber dem Vorjahreswert in Aussicht gestellt. Da im Jahr 2017 ein Umsatz von 4,4 Mrd. Euro ausgewiesen wurde, ist in diesem Jahr immer noch mit einem Anstieg um bis zu 1,1 Mrd. Euro zu rechnen.

Noch wichtiger als der Umsatz ist natürlich der Gewinn, denn den Umsatz durch massive Rabattaktionen zu steigern dürfte für Zalando kein Problem sein. Auch hier sieht die Prognose aber erfreulich aus. Für das Gesamtjahr wird ein um Sondereffekte bereinigter Gewinn vor Zinsen und Steuern von 150 bis 190 Mio. Euro erwartet, was bedeutet, dass im letzten Quartal auf dieser Basis ein Ergebnis von etwa 100 bis 140 Mio. Euro erzielt werden muss, da nach den ersten neun Monaten erst 55,5 Mio. Euro in der Bilanz stehen.

Nicht schlecht also, auch wenn es schwierig ist zu sagen, wo das Ergebnis nach Steuern letztendlich liegen wird, da im bereinigten Ergebnis einige Faktoren herausgerechnet werden. Wie sehr das auf diese Weise berechnete Ergebnis vom Nachsteuerergebnis abweichen kann, zeigt sich beim Blick auf das Ergebnis nach Steuern, das nach neun Monaten bei -41,7 Mio. Euro liegt.

Investitionen belasten den Cashflow

Ein Punkt, der negativ auffällt, ist der Cashflow, also das, was nach Investitionskosten auf dem Konto bleibt. Hier sind die Zahlen tiefrot. Nach drei Quartalen wurden fast 139 Mio. Euro mehr ausgezahlt als eingenommen. Die hohen Zahlungsmittelabflüsse lassen sich aber grundsätzlich mit dem massiven Wachstum begründen, das auf der einen Seite dazu führt, dass die Lagerbestände steigen, da neue Logistikzentren gebaut und mit Ware gefüllt wurden und auch immer noch werden, und auf der anderen Seite mit den Investitionskosten für den Bau dieser Zentren. Genau genommen ist der negative Cashflow also ein Grund zur Freude, da er das Wachstum fördert!

Fazit

Aus meiner Sicht ist der massive Kurssturz der Aktie nicht gerechtfertigt, da die hohen Investitionskosten zwar kurzfristig das Ergebnis belasten, aber langfristig das Wachstum des Konzerns sicherstellen. Sobald Zalando die Gewinnzone erreicht, könnte sich die Aktie zum aktuellen Kurs als sehr attraktiv erweisen.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Zalando.

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