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Diese Ölaktie setzt auf eine 321-Milliarden-USD-Wette

Foto: Getty Images

Eine aktuelle Branchenstudie hat herausgefunden, dass die nordamerikanischen Energieunternehmen bis 2035 etwa 800 Milliarden USD in den Aufbau neuer Infrastrukturen investieren müssen. Von diesem Gesamtbetrag werden rund 321 Milliarden USD für neue Öl-Infrastrukturen wie Pipelines und Speicherterminals fällig.

Ein Unternehmen, das diese große Chance nutzen will, ist Phillips 66 (WKN:A1JWQU). Der Raffinerie- und Logistikriese hat kürzlich eine Multimilliarden-Dollar-Ölpipeline von North Dakota bis zur Golfküste fertiggestellt und anschließend an seine Master Limited Partnership (MLP) Phillips 66 Partners (WKN:A1W27H) verkauft. Inzwischen baut die MLP eine Ölpipeline vom Permian-Becken bis zur texanischen Küste sowie ein Lager- und Exportterminal. Phillips 66 sieht jedoch noch mehr Chancen für den Ausbau des Ölpipeline-Geschäfts. Darum hat das Unternehmen jüngst gleich mehrere neue Projekte gestartet.

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Worum handelt es sich bei diesen neuen Projekten?

Eines dieser Projekte ist die Liberty-Pipeline, die Rohöl aus den Produktionsgebieten Rockies und Bakken nach Corpus Christi in Texas transportieren soll. Die Pipeline hätte zunächst die Kapazität, 350.000 Barrel Öl pro Tag (BPD) zu transportieren. Allerdings können Phillips 66 samt Partner diese Kapazität erweitern, wenn man denn genügend interessierte Transporteure findet. Diese Pipeline könnte bis Ende 2020 in Betrieb sein, sollte alles nach Plan laufen.

Unterdessen kündigte das Unternehmen auch die Entwicklung der Red-Oak-Pipeline an, die Öl von einem Lagerort in Cushing im US-Bundesstaat Oklahoma nach Corpus Christi, Houston und Beaumont in Texas, transportieren würde. Red Oak soll 400.000 BPD transportieren, obwohl das Unternehmen diese Kapazität erweitern könnte, wenn es genügend Transporteure unter Vertrag nehmen kann. Auch hier will man im Q4 2020 fertig sein.

Schließlich gab die MLP von Phillips 66 bekannt, dass man auch eine Erweiterung der Gray-Oak-Pipeline in Betracht ziehe, die derzeit vom Permian-Becken bis Corpus Christi und anderen Märkten entlang der Küste gebaut wird. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Pipeline, die 900.000 BPD transportieren kann, bis Ende nächsten Jahres in Betrieb sein wird. Phillips 66 Partners prüft jedoch, ob man nicht noch erweitert – sollten sich genügend Transporteure finden. Dieses Projekt könnte ein Jahr nach Fertigstellung der Hauptleitung in Betrieb gehen.

Was steckt hinter diesen Entwicklungen?

Allen Projekten ist eines gemeinsam: Jedes einzelne würde in den USA gefördertes Rohöl an die Golfküste transportieren. Das ist aus zwei Gründen erwähnenswert. Erstens betreibt Phillips 66 Raffinerien entlang der Küste, darunter in Sweeney, Texas, das einer der Endpunkte von Gray Oak ist. Durch die Erhöhung der Versorgung der Raffinerien mit US-Rohöl kann Phillips 66 seine Kosten senken, was bei den Raffinerien die Margen  und die Rentabilität steigern dürfte.

Darüber hinaus baut das Unternehmen seine Lager- und Exportkapazitäten am Golf aus, wodurch die Erträge im Midstream-Bereich steigen werden. Eine der wichtigsten Entwicklungen ist Beaumont, Texas, wo das Unternehmen nun über die Kapazität verfügt, 13,3 Millionen Barrel Erdölprodukte zu lagern, nachdem man kürzlich die Kapazität für 900.000 Barrel hinzugefügt hat. Das Unternehmen erwartet, die Kapazität bis zum Jahresende auf 14,6 Millionen zu erhöhen und verfügt über weitere 2,2 Millionen Barrel Kapazität für Rohöl, die man bis zum ersten Quartal 2020 fertig stellen will. Da jedoch bis Ende 2020 mehr Barrel nach Beaumont fließen könnten, sobald Red Oak weiter geht, könnte Phillips 66 diese Anlage weiter ausbauen.

Phillips 66 Partners arbeitet unterdessen mit Buckeye Partners (WKN:878485) und einem weiteren Raffinerieunternehmen zusammen, um ein neues Öllager- und Exportterminal in Corpus Christi zu bauen. Das South-Texas-Gateway-Terminal wird zunächst 3,4 Millionen Barrel Lagerkapazität sowie zwei Exportdocks anbieten, wo das Öl auf die Tanker gelangt, von wo aus es in Märkte gelangt, wo man mehr für Öl zahlt.

Zusätzlich zu diesem ersten Projekt, das bis Ende nächsten Jahres in Betrieb gehen soll, haben Buckeye Partners und Phillips 66 Partners jedoch die Möglichkeit, bis zu 10 Millionen Barrel Lagerkapazität sowie zusätzliche Exportdocks zu bauen. So ist es möglich, dass Phillips 66 Partners und Buckeye Partners diese Anlage erweitern, wenn Phillips 66 die Pipelines Liberty und Red Oak baut – beide würden dann in diese Region führen.

Hier entsteht ein Titan der Öl-Infrastruktur

Phillips 66 arbeitet hart daran, so viel wie möglich vom 321-Milliarden-USD-Kuchen abzubekommen. Denn damit würde man die Raffineriemargen des Unternehmens erhöhen und gleichzeitig die Ergebnisse im Midstream-Bereich steigern. Darüber hinaus könnte die strategische Verlegung der Pipelines zusätzliche Expansionsmöglichkeiten in den Downstream-Bereich bringen. Diese Expansionen könnten bei Phillips 66 und seiner MLP dafür sorgen, dass sie ihre Dividenden in den kommenden Jahren weiter steigern. Und auch deshalb sollten Anleger diese Entwicklungen ganz genau beobachten.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Matthew DiLallo besitzt Aktien von Phillips 66.

Dieser Artikel erschien am 13.11.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschsprachigen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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