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7 gute Gründe für den aktuellen Ölpreisverfall

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Seit Anfang Oktober 2018 hat der Ölpreis in US-Dollar gerechnet innerhalb kürzester Zeit über 31 % verloren (24.11.2018). Viele Anleger suchen nach Ursachen für den plötzlichen Einbruch, war doch davon auszugehen, dass sich mit den Iran-Sanktionen das Ölangebot auf dem Weltmarkt verringert und somit der Preis weiter steigt. Offensichtlich existieren aber noch weitere Einflussfaktoren, die nun zum Tragen kommen. Hier sind die möglichen Gründe für den Ölpreisverfall.

1. Iran-Sanktionen nicht voll wirksam

Da die USA einige große Nationen wie China, Indien, Südkorea, Japan und die Türkei von den Sanktionen ausgenommen haben, sind sie weniger wirksam als zuvor vermutet. In diesem Zusammenhang rechnet der Markt schon seit den US-Wahlen Ende 2016 mit harten Sanktionen gegen den Iran. Dies ist auch ein Grund für den Ölpreisanstieg seit jener Zeit.

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2. Nachlassende Wirtschaftskraft

Viele Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen für 2019 mit einem geringeren Wachstum. Anziehende Zinsen, Handelskonflikte und zu hoch bewerte US-Aktien könnten aber auch schnell in einer rückläufigen Wirtschaft münden. Die Folge wäre eine noch geringere Ölnachfrage.

3. Anziehende Öllagerbestände

Am Ende einer langen Liste von Ursachen bestimmen immer Angebot und Nachfrage den Ölpreis. Wenn mehr Öl produziert als tatsächlich verbraucht wird, sinkt der Preis. Und genau dies ist seit Ende September 2018 in den USA zu beobachten. Die Lagerbestände sind deutlich von etwa 394 auf heute etwa 447 Mio. Barrel gestiegen (24.11.2018). Zudem ist die Produktion der OPEC-Länder im dritten Quartal 2018 angezogen, während sie seit Ende 2016 in Summe fallend war. Auch weltweit wird derzeit mehr gefördert, als verbraucht wird.

4. Höherer Einfluss der USA auf den Ölpreis

Die Ausweitung der US-Ölproduktion ist auch mit dem Regierungswechsel 2016 verbunden. 2019 könnten die USA sogar zum förderstärksten Land der Welt werden. Und Donald Trump wünscht einen niedrigen Ölpreis. Deshalb lässt er auch bei aktuell steigenden Lagerbeständen die Produktion weiter ungekürzt.

Zudem wird angenommen, dass er in der aktuellen politischen Lage mehr Einfluss auf die Ölproduktion in Saudi-Arabien nehmen kann. In einem jüngst gegebenen Interview bedankt sich Trump zumindest bei Saudi-Arabien für die weiterhin hohe Produktion.

5. Nachfrage aus China schwächt sich ab

Chinas Wirtschaft wird durch die Handelskonflikte mit den USA geschwächt. Dies zeigt sich auch in der Ölnachfrage, die sich seit 13 Monaten abschwächt. Und China ist mittlerweile die zweitstärkste Wirtschaftsmacht der Welt, mit einem entsprechend hohen Ölbedarf.

6. Überreaktionen

Wenn wir uns die langfristige Ölpreisentwicklung ansehen, wird deutlich, dass sie auch in der Vergangenheit sehr volatil verlief. Häufig gab es nach einem Rückgang auch wieder einen relativ starken Anstieg.

Öl ist immer noch ein sehr wertvolles Gut, weshalb es auch über viele Finanzprodukte stark gehandelt wird, die aufgrund der Menge Einfluss nehmen können. Ähnlich wie bei Aktien kommt es auch hier regelmäßig zu starken Überreaktionen, die weit von der fundamentalen Entwicklung abweichen.

7. Zunahme an erneuerbaren Energien

Auch während des letzten Ölpreisanstieges haben erneuerbare Energien und die Anzahl an elektrischen Antrieben immer weiter zugenommen. Auch dies senkt übergelagert die Ölnachfrage und wird sie auch zukünftig weiter reduzieren. Dennoch ist die weltweite Ölnachfrage weiterhin steigend.

Foolishes Fazit

Du siehst, es gibt eine Menge mögliche Gründe für den aktuellen Ölpreisrückgang. Am wahrscheinlichsten ist daher eine Kombination. Meine Annahme ist, dass die vermehrte Produktion die Nachfrage zu stark überragte, wodurch der Ölpreis zu fallen begann und es in Folge bei den Händlern zu einer Überreaktion kam.

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