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Crash der Techs: Diese zwei FAANG-Aktien halte ich jetzt für besonders attraktiv

Tech-Anleger machen im Moment echt schwere Zeiten durch. Besonders, wenn sie stark in die sogenannten FAANG-Aktien investiert haben. So werden die Aktien von Facebook (WKN: A1JWVX), Apple (WKN: 865985), Amazon (WKN: 906866), Netflix (WKN: 552484) und Alphabet (WKN: A14Y6F) oft genannt, sie sind die größten und bekanntesten im US-Tech-Sektor.

Beispiele gefällig? Seit dem 21. September, als der marktbreite US-Aktienindex S&P 500 sein aktuelles Rekordhoch markierte, fielen die Aktien von Facebook um 18,7 %, die von Amazon um 21,9 % und die von Netflix sogar um 26,1 % (Stand aller Kurs- und Bewertungsangaben in diesem Artikel: Schlusskurs vom 20.11.2018). Der S&P 500 gab indes nur um gut 10 % nach.

Doch die Rücksetzer haben auch ihre guten Seiten, insbesondere für nicht investierte Anleger: Denn die Aktien der Tech-Unternehmen sind nun wesentlich günstiger zu haben als noch vor wenigen Wochen. Welche zwei FAANG-Aktien ich derzeit für besonders interessant für einen Einstieg halte und warum, das erfährst du in diesem Artikel.

Amazon steht immer noch am Anfang

Die erste der beiden Aktien, die ich im Moment als besonders attraktiv erachte, ist die des E-Commerce-Giganten Amazon. Ganz einfach deshalb, weil ich glaube, dass Amazon noch weit davon entfernt ist, sein gesamtes Marktpotenzial ausgeschöpft zu haben. Und zwar nicht nur in seinem Kerngeschäft, dem Onlinehandel, sondern auch in den anderen Sparten.

Aber werfen wir zunächst einen Blick auf Amazons E-Commerce-Sparte. Laut Angaben von Statista lagen die globalen Einzelhandelsumsätze 2017 bei 23,45 Billionen US-Dollar. Zum Vergleich: Amazons gesamte Handelsumsätze lagen 2017 bei 160,4 Mrd. US-Dollar. Oder um das Ganze in die richtige Perspektive zu rücken: 0,16 Billionen Dollar. Ja, du siehst richtig, Amazons Anteil am weltweiten Einzelhandel lag 2017 bei nicht einmal 0,7 %.

Doch auch im hoch profitablen Cloud-Geschäft, wo Amazon etwa ein Drittel der Marktanteile hält, sollte das Wachstum anhalten: Das US-Marktforschungsunternehmen Gartner rechnet in den nächsten Jahren mit Marktwachstumsraten um 17,5 %. Und in den letzten Quartalen hat sich immer mehr herausgestellt, dass auch Amazons Geschäft mit Werbung einen guten Batzen an Umsätzen und Gewinnen abwerfen könnte.

Richten wir den Blick wieder auf die Aktie. Es wäre übertrieben zu sagen, dass der aktuelle Kurs eine unfassbar günstige Kaufchance für Amazon-Aktien darstellt, denn das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis der erwarteten Gewinne für dieses Jahr liegt immer noch bei 75,5. Doch zumindest sind Amazon-Aktien aktuell zu einem Preis zu haben, der wesentlich vernünftiger ist als noch vor zwei Monaten.

Und wie Warren Buffett sagt: Es ist besser, ein großartiges Unternehmen zu einem durchschnittlichen Preis zu kaufen, als ein durchschnittliches Unternehmen zu einem niedrigen Preis. Wir müssen bei einem großartigen Unternehmen wie Amazon kein Schnäppchen machen. Vor dem Hintergrund des enormen Potenzials sehe ich die aktuellen Kurse als gute Einstiegschance.

Alphabet mit lächerlicher Bewertung

Die andere FAANG-Aktie, die mir momentan sehr interessant vorkommt, ist die von Alphabet, der Muttergesellschaft von Google. Hier findet man mittlerweile eine interessante Kombination aus hervorragender Marktposition, kerngesunder Bilanz, ansehnlichem Wachstum und attraktiver Bewertung vor. Gehen wir die vier Punkte einmal durch.

Wenn man an das Internet denkt, an künstliche Intelligenz, an Cloud-Services oder an Unterhaltungselektronik: Überall tauchen die Produkte und Dienstleistungen aus dem Hause Google beziehungsweise Alphabet sehr weit oben auf. Allein die Tatsache, dass es mit „googeln“ ein Wort gibt, das die Benutzung einer Alphabet-Dienstleistung beschreibt, ist ein eindrucksvoller Beweis für die herausragende Marktposition des Konzerns.

Wenn ich mir den Konzernabschluss von Alphabet ansehe, komme ich immer wieder ins Staunen: Nahezu 102 Mrd. Dollar an liquiden Mitteln hat Alphabet in seiner Bilanz stehen. Das würde zum Beispiel ausreichen, um den Fußballer Neymar, der im Jahr 2017 für 222 Mio. Euro den Verein wechselte, ganze 403 Mal zu kaufen.

Die Kriegskasse ist also randvoll und wächst praktisch jedes Quartal um weitere Milliarden an. Außerdem ist das Geschäft Alphabets zu 77 % mit Eigenkapital finanziert. Alphabets Bilanz ist ganz einfach ein Musterbeispiel für Solidität.

Auch das Wachstum Alphabets kann sich sehen lassen: Analysten erwarten, dass der Umsatz in den nächsten drei Jahren jeweils um 20 % steigt. Der Gewinn soll in ähnlichem Maße nachziehen. Im Vergleich zu den letzten Jahren ist das zwar eine Abschwächung des Wachstums, aber eben immer noch ein hohes Wachstum!

Zu guter Letzt die Bewertung, und hier wird es richtig interessant. Auf Basis der Analystenerwartungen für 2018 liegt das KGV von Alphabet derzeit bei 24,7. Damit spielt Alphabet in einer ähnlichen Liga wie Coca-Cola und McDonald’s – und das bei wesentlich höheren Wachstumsraten.

Fazit

Bei Amazon werde ich weniger aufgrund einer unfassbar günstigen Bewertung aufmerksam, denn die ist auch gar nicht nötig. Das weitere enorme Potenzial Amazons gibt mir mehr als genug Gründe, von einem zukünftigen Wachstum der Aktie auszugehen. Bei Alphabet stimmt meiner Ansicht nach einfach das Gesamtpaket. Einen grundsoliden, innovativen, wachstumsstarken KI-Spezialisten zum Preis eines Limonadenherstellers oder einer Fastfood-Kette – diese Gelegenheit kommt nicht alle Tage.

Werden die Tech-Aktien kurzfristig weiter fallen? Vielleicht ja, vielleicht auch nicht. Langfristig jedoch werden die Aktien der Geschäftsentwicklung folgen – und die dürfte bei beiden Unternehmen noch viele Jahre aufwärts zeigen. Die aktuelle Schwäche der beiden Aktien bietet meiner Meinung nach eine interessante Einstiegsgelegenheit für Investoren.

Kanadas Antwort auf Amazon.com!

… und warum es vielleicht unsere zweite Chance ist, ein echtes E-Commerce-Vermögen aufzubauen. Das smarte Geld investiert bereits in eine Firma aus Ontario, die noch deutlich unter dem Radar der Masse fliegt: 3 der cleversten (und erfolgreichsten!) Investoren, die wir kennen, sagen: Diese besonderen Aktien jetzt zu kaufen ist so wie eine Zeitreise zurück ins Jahr 1997, um in Amazon-Aktien einzusteigen — bevor diese um 47.000 % explodiert sind und ganz normale Anleger reicher gemacht haben als in ihren kühnsten Träumen. Fordere den Spezialreport mit allen Details hier ab.

Christoph Gössel besitzt Aktien von Alphabet und Amazon. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Vorstand von The Motley Fool. Suzanne Frey arbeitet als Führungskraft bei Alphabet und sitzt im Vorstand von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet (A- und C-Aktien), Amazon, Apple, Facebook und Netflix. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple. The Motley Fool empfiehlt Gartner.