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Deutsche Bank-Aktie: Die nächste Hiobsbotschaft

Kaum ging man davon aus, dass sich die Nachrichten um die Deutsche Bank  (WKN: 514000)-Aktie langsam beruhigen und die Lage sich stabilisieren würde, trifft auch schon die nächste negative Botschaft ein. Drohen nun weitere Milliardenstrafzahlungen oder haben die aktuellen Vorwürfe wenig bestand? Lass uns nachsehen.

Vorwurf: Verwicklung in Geldwäsche

Im konkreten Fall beziehen sich die Ermittlungen in erster Linie auf die dänische Danske Bank (WKN: 850857). Über ihre estnische Tochter sollen im Zeitraum 2007 bis 2015 bis zu 200 Mrd. Euro an verdächtigen Geldern geflossen sein.

Dabei fungierten die Deutsche Bank, JPMorgan Chase (WKN: 850628) und die Bank of America (WKN: 858388) als Korrespondenzbanken. Sie leiteten das Geld also an unbekannte Stellen weiter. Diese Aussage tätigte der ehemalige Leiter der estnischen Niederlassung der Danske Bank vor einem Ausschuss des dänischen Parlaments. Er traf dabei auch die Aussage, dass dabei bis zu 150 Mrd. Euro über eine US-Tochter einer europäischen Großbank (ohne die Deutsche Bank zu nennen) geflossen sind und er schon frühzeitig (2013) vor Geldwäsche warnte.

So wurden nun auch in den USA Untersuchungen, aber keine Ermittlungen gegen die Korrespondenzbanken eingeleitet. Die deutsche Bafin hat ebenfalls Informationen von der Deutschen Bank angefordert. Dabei hat die Deutsche Bank erst 2015 ihre Geschäftsbeziehung zur Danske Bank beendet. JPMorgan war aufmerksamer und beendete bereits 2013 seine Geschäfte mit der Bank.

Hohe Strafzahlungen ungewiss

Sollte die Deutsche Bank tatsächlich in Geldwäsche verwickelt sein, werden wahrscheinlich Strafzahlungen folgen. Speziell in den USA arbeiten die Justizbehörden sehr gründlich. Dies zeigt die Vergangenheit. Hier war die Deutsche Bank bereits in Geldwäschefälle im Umfang von 10 Mrd. US-Dollar aus Russland verwickelt und musste entsprechend hohe Strafzahlungen (630 Mio. US-Dollar) leisten.

Die höchste Strafzahlung wird im aktuellen Fall wahrscheinlich die Danske Bank treffen, die ihre Kunden zu ungenau überprüft hat. Der Bürger fragt sich allerdings bei der Häufigkeit der Verwicklungen der Deutschen Bank, ob dies alles noch Zufall ist oder ob bankintern doch viele Dinge versagt haben.

So steht es um die Aktie

Zuletzt hat der Hedgefonds Hudson Executive Capital 650 Mio. US-Dollar in die Deutsche Bank investiert, weil er davon ausging, dass das Schlimmste überstanden sei. Aber niemand kann dies wissen. Ich schließe mich deshalb der Meinung von Peter Lynch an, der in solchen Fällen immer wieder betonte: „Warte, bis die Dinge besser werden.“

Auch wenn eine Aktie günstig bewertet ist, ist dies noch lange kein Grund für eine Wende in der Geschäftsentwicklung. Die Deutsche Bank ist beispielsweise schon seit 2008 günstig bewertet und dennoch immer weiter gefallen.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.