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Wirecard-Aktie im Sinkflug! Warum die Aktie um 32 % eingebrochen ist

Foto: Wirecard AG

Eieiei. Für die Aktie von Wirecard (WKN: 747206) lief es in den vergangenen Wochen und Monaten absolut nicht rund. Seit Anfang Oktober fiel die Aktie von rund 190 Euro auf derzeit lediglich noch 130 Euro. Ein sechswöchiger Einbruch von sage und schreibe 32 %!

Doch auch in den vergangenen Tagen konnte die Aktie dieses innovativen Zahlungsdienstleisters kein Stück besser performen. Denn auch in den letzten zwei Handelstagen (Montag und Dienstag dieser Woche) brach die Aktie unterm Strich zweimal im mittleren bis höheren einstelligen Prozentbereich ein.

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Aber was waren die Gründe für diese Kurskapriolen? Hat die Wachstumsstory von Wirecard etwa nun ein jähes Ende gefunden?

Gründe, Gründe, wir brauchen Gründe!

Gründe für diese durchwachsene Entwicklung könnte es durchaus so einige geben. So wurden beispielsweise vor wenigen Tagen Stimmen laut, die besagten, dass Wirecard möglicherweise ein Transparenzproblem habe.

Wirecard würde demnach zu wenig über seine regionale Umsatzverteilung bekannt geben und äußere sich außerdem nicht näher über die Aufteilung seines bisherigen Kundenkreises. Ein wenig schwingt wohl bei derartigen Mitteilungen auch die vermeintlich unrühmliche Vergangenheit Wirecards mit. Denn als der Zahlungsdienstleister noch in seinen Kinderschuhen steckte, wickelte er vornehmlich Zahlungen für die in der öffentlichen Wahrnehmung eher grauen Wirtschaftsbereiche Glücksspiel und Erotik ab.

Zudem scheinen einige Marktbeobachter etwas enttäuscht darüber zu sein, dass Wirecard seine Prognosen nicht noch stärker angehoben hat. Zwar hat das Unternehmen relativ zeitnah nach seiner Anhebung für das laufende Jahr sowie der ambitionierten langfristigen Prognose bis zum Geschäftsjahr 2025 nun auch für das kommende Geschäftsjahr 2019 seine Ziele nach oben geschraubt. Unterm Strich rechnet Wirecard nun für 2019 mit einem operativen Ergebnis in Höhe von 740 bis 800 Mio. Euro nach voraussichtlich 550 bis 570 Mio. Euro in diesem Jahr. Allerdings könnte das für so manchen, wie gesagt, nicht ausreichend sein.

Der Abverkauf könnte jedoch auch einfach mit dem starken Tech-Beben zusammenhängen, das derzeit die globalen Börsen in Aufruhr hält. Auch die sogenannten FAANG-Aktien beherrschen angesichts ihrer nach wie vor hohen kurzfristigen Verluste die Medien. Die Aktien von Wirecard könnten hier möglicherweise einfach in Sippenhaft genommen worden sein.

Was jedoch insgesamt angesichts dieses negativen Newsflows auffällt, ist, dass sie allesamt eher kurzweiliger Natur zu sein scheinen. Sich lediglich hierauf zu beschränken, könnte möglicherweise ein gewaltiger Fehler sein.

Wirecard könnte weiterhin ein fantastischer Wachstumswert sein

Denn was wir letzten Endes nicht vergessen sollten, ist, dass Wirecard nach wie vor Jahre eines rasanten Wachstums vor sich haben könnte. Um das an dieser Stelle noch einmal zu wiederholen: Bis zum Jahr 2025 rechnet der innovative Zahlungsdienstleister nach wie vor mit Umsätzen in einer Größenordnung von 10 Mrd. Euro bei einem Ergebnis von rund 3,3 Mrd. Euro.

Auch die jüngste Prognose für das Geschäftsjahr 2019 sollte man daher wohl besser nicht zu kritisch sehen, sondern vielmehr als einen wichtigen potenziellen Meilenstein auf dem Weg, diese ambitionierten Ziele bis zum Geschäftsjahr 2025 zu erreichen. Selbst im pessimistischsten hier skizzierten Szenario (Wirecard würde im aktuellen Geschäftsjahr das obere Ende erreichen und 2019 lediglich die untere Spanne des Zielkorridors) würde diese 2019er-Prognose nämlich bedeuten, dass Wirecard im kommenden Jahr sein Ergebnis um knapp 30 % steigert. Im schlechtesten prognostischen Fall, um das noch einmal zu betonen. Das kann sich meiner Meinung nach durchaus sehen lassen.

Was das für die Aktie von Wirecard bedeutet

Abschließend lässt sich daher für den Moment festhalten, dass es durchaus einige negative Meldungen rund um die Erfolgsgeschichte Wirecards gibt. In Zeiten, in denen der Kurs einer Aktie massiv einbricht, ist das allerdings auch wenig verwunderlich.

Für langfristig orientierte Investoren könnte es sich jedoch durchaus anbieten, diesen vorwiegend kurzfristigen Betrachtungskreis zu verlassen und auf das große Ganze zu schauen. Denn letztlich scheint die Wachstumsstory von Wirecard nach wie vor intakt, zudem stimmen strategische Ziele und operative Erfolge derzeit überein.

Sofern man diese Prognosen daher für realistisch hält, könnte der aktuelle Abverkauf eine interessante Möglichkeit mit einem erheblichen Discount geschaffen haben. Doch überlass ich diese finale Beurteilung sowie die weitere Entscheidung über Chancen und Risiken wie gewohnt dir.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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