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5 Lektionen über das Geld, die ich hätte lernen sollen, als ich jünger war

Foto: Getty Images

Wenn du von einem sehr jungen Alter an erfolgreich investierst und diese Erfolge während deiner gesamten beruflichen Laufbahn aufrecht erhältst, gibt es praktisch keine andere Möglichkeit als mit mehreren Millionen auf dem Konto in Rente zu gehen. Das Problem ist, dass das viel einfacher gesagt als getan ist. Erfolgreiches Geld-Management ist oft einfach. Es ist jedoch selten einfach, vom ersten Tag an alles richtig zu machen.

Zum Glück für dich habe ich genug finanzielle Fehler für uns beide gemacht. Wenn du bereit bist, von mir zu lernen, kannst du hoffentlich schnell gute Ergebnisse erzielen. Im Folgenden lernst du fünf Lektionen über Geld, die ich aus Erfahrung gelernt habe und gerne früher gelernt hätte.

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Nr. 1: Es kommt darauf an wo!

Das absolut Beste, was ich mit meinem Geld gemacht habe, war, in meine Rentenversicherung zu investieren, sobald ich mit der Vollzeitarbeit begonnen hatte. Das Problem war jedoch, dass ich immer in dieselbe investiert habe. Infolgedessen habe ich einige Möglichkeiten verpasst. Da man vor dem Rentenbeginn nicht an das Geld rankommt, beginne ich zu begreifen, dass diese Entscheidung mich mehr kosten könnte, als mir lieb ist, wenn ich in Rente gehe.

Irgendwann kommt dann der Ruhestand und man muss sich das Geld auszahlen lassen — und Steuern darauf zahlen!

Hätte ich diese Probleme früher erkannt, hätte ich wahrscheinlich die Beiträge früher reduziert. Anstatt mich so sehr auf steuerbegünstigte Rentenfonds zu konzentrieren, hätte ich in andere Dinge investiert. Auf diese Weise wäre ich besser positioniert gewesen, um die Auszahlungen im Ruhestand steuerlicher und kostengünstiger zu gestalten.

Nr. 2: Bilanzen sind wichtig

Wie Warren Buffett bekanntlich sagte: „Erst, wenn die Flut verschwindet, erkennst du, wer nackt geschwommen ist.“ Während der Finanzkrise investierte ich neues Geld in Banken und andere Finanzinstitute, die nach Betrachtung vergangener Quartalsberichte einigermaßen solide aussahen. Was ich damals nicht erkannte, war, dass selbst der stärkste langfristige Businessplan auseinander brechen kann, wenn das betreffende Unternehmen nicht in der Lage ist, an Geld zu kommen, wenn es welches braucht.

Ich bin nicht wirklich verärgert über die Investitionen, die ich vor der Finanzkrise getätigt habe. Sobald jedoch der Schuldenmarkt auf Grund gelaufen ist, hätte ich die Risiken besser erkennen sollen. Stattdessen habe ich in einigen Fällen tatsächlich mehr in Unternehmen investiert, deren Aktien nur im Vergleich mit den historischen Ergebnisse billig aussahen. Als diese Unternehmen scheiterten, verlor ich damit das Geld, das diese Investitionen verdient hätten, wenn ich es besser gewusst hätte.

Die gute Nachricht ist jedoch, dass ich meine Verluste dank Diversifikation auf ein überschaubares, jedoch immer noch schmerzhaftes Maß begrenzt habe. Daher konnte ich meine Anlagestrategie für die Zukunft so anpassen, dass ich bei Kauf-, Verkaufs- und Halte-Entscheidungen stärker auf die Bilanz eines Unternehmens achtete.

Nr. 3: Nicht alle Schulden sind schlecht

Im April 2009 habe ich einen Scheck über etwas mehr als 31.000 US-Dollar für den Kauf eines neuen Minivans ausgestellt. Nachdem ich das mit der soliden Bilanz gelernt hatte, wollte ich für das Fahrzeug bar bezahlen, um Schulden in einer Zeit der wirtschaftlichen Unsicherheit zu vermeiden.

Wie es sich herausstellte, befand sich der Markt fast am unteren Ende. Hätte ich dieses Geld in Aktien investiert, anstatt es für das Auto auszugeben, wäre dieses Geld heute etwa 118.000 US-Dollar wert. Stattdessen ist es heute nur noch ein paar Tausend wert, in Form eines fast 10-jährigen Fahrzeugs.

Da meine Frau unser drittes Kind erwartete und die beiden Älteren noch Kindersitze brauchten, brauchten wir ein Fahrzeug mit einer dritten Sitzreihe, also waren wir gezwungen, ein Minivan oder ähnliches Fahrzeug zu kaufen. Die Sache ist, dass die Händler – und auch die Hersteller – zu der Zeit ziemliche Probleme hatte. Ich hätte eine praktisch zinslose Finanzierung für diesen Wagen bekommen können.

Im Nachhinein wäre es schlau gewesen, sich billiges Geld zu leihen, um das Auto zu kaufen, und das Geld zu investieren, das wir mühsam gespart haben.

Nr. 4: Der Vergleich von Vermögenswerten und Schulden ist eine hervorragende Formel, um nachts gut zu schlafen

Wenn der Markt sich abwärts bewegt, kriegt man Angst und mag weder seinen vorhandenen Notgroschen und auch kein neues Geld investieren.

Die Sorge, noch mehr zu verlieren, bringt einen dazu alles in Frage zu stellen, während das Portfolio immer weniger wert wird. Hinzu kommt die Sorge, dass dein Geld nicht da ist, wenn du es brauchst. Selbst der erfahrenste Investor bekommt es mit der Angst zu tun, wenn der Markt ganz unten ist.

Glücklicherweise gibt es einen ziemlich einfachen Ansatz, um sicherzustellen, dass dein Geld da ist, wenn du es brauchst: Vergleiche dazu einfach deine Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Wenn du weißt, wie viel du benötigen wirst und wann du es brauchst, investierst du einfach in ein Vermögenswert, der mit hoher Wahrscheinlichkeit zu diesem Zeitpunkt etwa so viel wert sein wird. Das schließt Aktien aus, aber hochwertige Anleihen sollte man in Erwägung ziehen.

Wenn du zum Beispiel schätzt, dass du in fünf Jahren 20.000 US-Dollar benötigen wirst, um die Ausbildung deines Kindes zu finanzieren, kannst du einen fünfjährigen Zero Coupon Treasury Bond kaufen. Für eine Investition von rund 17.250 US-Dollar (bei 3 % Zinsen) würdest du in fünf Jahren 20.000 US-Dollar erhalten, solange Vater Staat bis dahin seine Rechnungen zahlen kann.

Nr. 5: Ein hervorragendes Unternehmen zu einem guten Preis schlägt ein gutes Unternehmen zu einem hervorragenden Preis

Ich habe mich früher als ein Investor nach dem Vorbild von Benjamin Graham gesehen. Leider habe ich einige Probleme dieser Strategie nicht erkannt. Zum Einen sind Informationen heute viel freier verfügbar als zu Grahams Zeiten. Infolgedessen verdienen die Unternehmen, die heutzutage mit sehr niedrigen Bewertungen handeln, meist auch ihre niedrigen Preise.

Zum Anderen wird diese Art von supergünstiger Investition wahrscheinlich nie wirklich einen enormen Betrag mehr wert sein als der ursprüngliche Kaufpreis. Das impliziert entweder mittelmäßige langfristige Renditen oder viel schnelles Handeln. Sowohl die Steuerbelastung als auch die Notwendigkeit, zum richtigen Zeitpunkt zu kaufen und zu verkaufen, sind schon große Minuspunkte.

Als Ergebnis einiger spektakulärer früher Misserfolge nach diesem Investmentansatz habe ich die Strategie etwas geändert. Ich suche immer noch nach vernünftigen Bewertungen. Ich bin jedoch bereit, weitaus mehr auszugeben, wenn ich als Gegenleistung den Besitz eines Unternehmens mit besseren langfristigen Aussichten (und einer ordentlichen Bilanz) erhalte.

Es ist das, was man lernt (und wann man es lernt), das zählt

Wenn es um das Investieren geht, ist niemand perfekt. Sogar Warren Buffett hat zugegeben, Fehler gemacht zu haben. Obwohl ich mich selbst für das, was hätte sein können, ohrfeigen könnte, bevorzuge ich es, mich auf die enormen Chancen zu konzentrieren, die noch vor mir liegen, sowie auf die Vorteile, die meine Familie bereits vom Investieren erhalten hat.

Aus eigenen Fehlern zu lernen ist eine Sache. Von mir zu lernen, ist etwas ganz Anderes. Indem du meine Fehler vermeidest, machst du hoffentlich schneller als ich Fortschritte – und das früher im Leben als ich.

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Dieser Artikel wurde von Chuck Saletta auf Englisch verfasst und am 14.11.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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