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Was Cannabis-Anleger nach dem schlimmen Oktober jetzt tun sollten

Foto: Getty Images

Hypes an der Börse führen ja oft zu bösen Fehlern und wer erst neulich in die Cannabis-Branche investiert hat, dürfte im Oktober nicht viel zu lachen gehabt haben. Obwohl die Investoren auf die Legalisierung von Cannabis zum Freizeitgebrauch in Kanada gesetzt hatten, führte ein großer Einbruch auf dem breiteren Markt zu einem Abschwung – und der nahm leider auch die wichtigsten Marihuana-Aktien mit nach unten.

Bei der Bewertung eines Aktienportfolios sollten jedoch kurzfristige Ergebnisse nicht zu großen Einfluss auf die langfristige Vision und Chance haben. Wichtig ist, dass man seine Emotionen im Griff hat und dass man weiß, dass selbst nach einem großen Abschwung jene Investoren, die sich ganz bewusst für eine bestimmte Investition entschieden haben, oft trotzdem am Ende die Nase vorne haben. Das gilt auch für die großen Unternehmen der Cannabis-Branche. Es ist also wichtig, sich die Performance der Unternehmen ganz genau anzusehen, nicht bloß die Kurse. Nur so sollte man entscheiden, ob man an einer bestimmten Aktie festhält oder sie dann doch eher verkauft.

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Schlimmer Oktober für Cannabis-Aktien

Der Oktober war definitiv kein guter Monat für Cannabis-Aktien. Die Vorfreude auf den gerade entstehenden Cannabis-Markt in Kanada ist wichtigen Playern wie Canopy Growth (WKN:A140QA) und Cronos Group (WKN:A2DMQY) zugutegekommen, und der gerade erst vollzogene Börsengang von Tilray (WKN:A2JQSC) sorgte aufgrund der extremen Volatilität der Aktie für Aufmerksamkeit. Für einige Anleger war die Listung von Aurora Cannabis (WKN:A12GS7) an der New Yorker Börse Mitte Oktober ein Grund, warum Cannabis-Aktien weiter auf der Erfolgswelle schwimmen würden.

Aber es kam anders: Die Kombination aus einer generellen Marktkorrektur und Sensationslust führte zu bedeutenden Rückgängen. Alle vier Aktien schlossen den Monat mit einem Minus von rund einem Viertel bis zu einem Drittel.

CGC-Aktien via YCharts

Das Ausmaß der Rückgänge war ein großer Schock für die Anleger. Besonders natürlich für diejenigen, die gerade erst auf den Hype eingestiegen sind. Genauso schnell, wie Bullen die Cannabis-Branche gefeiert haben, waren plötzlich die Skeptiker und Zweifler da und verkündeten das Ende des Hypes.

Eine etwas andere Perspektive

Allerdings kann es sinnvoll sein, die Wertentwicklung von Aktien im Laufe eines typischen Zyklus von Auf- und Abwärtsbewegungen zu betrachten. Drei Monate sind natürlich nicht genug, um als echter Marktzyklus zu gelten und tatsächlich aufschlussreich zu sein. Aber bekommt man doch einen guten Eindruck davon, wie das abrupte Auf und Ab eines Marktes oft in typischen Korrekturen zum Ausdruck kommt.

CGC Aktien via YCharts

Man sieht, dass die enormen Gewinne, die Cannabis-Aktien im August und September im Vorfeld der Öffnung des kanadischen Cannabis-Marktes verbuchen konnten, mehr als genug waren, um die Rückgänge im Oktober auszugleichen. Alles in allem hat sich der Wert der Tilray-Aktien in den drei Monaten mehr als vervierfacht – sogar unter Berücksichtigung des jüngsten Einbruchs. Gesunde Zuwächse von 20 % bis 40 % für Canopy Growth, Aurora Cannabis und Cronos Group zeigten, dass selbst ein starker Abschwung nicht ausreicht, um positiv gestimmte Anleger vom Weg abzubringen.

Wie man Cannabis-Aktien betrachten sollte

Es wird in den kommenden Monaten und Jahren für Cannabis-Aktien natürlich noch viel mehr Höhen und Tiefen geben. So wichtig Kanadas Schritt zur Legalisierung von Cannabis auch war, es ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein im Vergleich zum weltweiten Potenzial der Branche. Da immer mehr US-Bundesstaaten Schritte in Richtung Legalisierung unternehmen und die US-Regierung darüber nachdenkt, das Verbot aufzuheben, werden Investoren mit viel Volatilität zu kämpfen haben. Die Stimmung kann natürlich schwanken. Sicher ist, dass auf dem Weg dorthin manche Marihuana-Unternehmen Führungsrollen in der Branche übernehmen werden, während andere wohl Fehler begehen, die dazu führen, dass andere junge und hungrige Unternehmen zum Zug kommen.

Die Rückgänge, die Canopy, Aurora, Cronos und Tilray im Oktober durchmachen mussten, waren für die Aktionäre nicht gerade schön. Dennoch wird dieser Monat nicht über die Zukunft der Cannabis-Branche bestimmen. Wer schlau ist, konzentriert sich weiterhin auf grundlegende Kennzahlen wie Umsatz und Einnahmen. Nur so sollte man bewerten, welche Aktien bald nur noch eine Nebenrolle spielen – und welche so richtig in der Cannabis-Branche durchstarten können.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Dan Caplinger besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel erschien am 4.11.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschsprachigen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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