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Aktien im Rückblick: Brexit-Angst drückt den DAX

In der vergangenen Handelswoche ging es mit dem DAX weiter bergab. Das deutsche Börsenbarometer fiel wieder unter die 11.400er-Marke.

Was war an der Börse los?

Schwache US-Börsen, der Haushaltsstreit der italienischen Regierung mit der EU-Kommission und die Angst vor einem harten Brexit vermiesten den Marktteilnehmern am Montag die Stimmung. Der DAX (WKN846900) verlor 1,8 % auf 11.325 Punkte.

Technologiewerte standen europaweit unter Druck. In Frankfurt knickte die Aktie von Infineon (WKN:623100) um 7,8 % ein und verbuchte den höchsten Tagesverlust im DAX. Der Halbleiterhersteller hatte am Morgen Quartalszahlen vorgelegt, die von Analysten durchaus wohlwollend kommentiert wurden. Allerdings monierten einige Parkettastrologen, dass die Profitabilität im Geschäft mit Automobilkonzernen zu niedrig sei.

Nicht viel besser lief es bei SAP (WKN:716460): Die Anteilscheine des Walldorfer Konzerns gaben um 5,6 % nach. Die Software-Schmiede hatte zuvor die Übernahme des US-Unternehmens Qualtrics angekündigt. Branchenbeobachter bemängelten, dass der Kaufpreis von 8 Mrd. US-Dollar zu hoch sei.

Am Dienstag sorgten Berichte über eine Einigung der britischen Unterhändler mit der EU über ein Brexit-Abkommen für gute Laune. Der deutsche Leitindex zog um 1,3 % an und ging beim Stand von 11.496 Zählern in den Feierabend. An die Spitze der Standardwerte-Tabelle setzte sich die Infineon-Aktie, die einen Teil ihrer Vortagesverluste wettmachte und um 4,2 % anzog.

Ans untere Tabellenende wurde Bayer (WKN:BAY001) durchgereicht. Der Pharma- und Agrarchemiekonzern hatte am Morgen seinen Vierteljahresbericht veröffentlicht, der auf dem Parkett zunächst positiv wahrgenommen wurde. Am Nachmittag gab die Aktie ihre Gewinne wieder vollständig ab und beendete den Handelstag sogar mit einem Abschlag von 2,6 %. Branchenbeobachter begründeten das Minus mit den Glyphosat-Klagen vor US-Gerichten.

Am Mittwoch wagte sich der DAX nach anfänglichen Verlust weit in den Plusbereich hinein, wurde aber vor Handelsschluss durch Verluste an den New Yorker Börsen ausgebremst und schloss beim Stand von 11.413 Punkten mit einem Minus von 0,5 %.

Den Tagessieg sicherte sich Merck (WKN:659990). Die Dividendentitel des Pharma- und Spezialchemiekonzerns zogen nach der Vorlage von Quartalszahlen um 5 % an. Weniger begeistert zeigten sich die Marktteilnehmer vom Ergebnis des Zahlungsdienstleisters Wirecard (WKN:747206). Die eher vorsichtige Prognose fürs Gesamtjahr wurde mit einem Abschlag von 5 % quittiert.

Am Donnerstag war nach den Rücktritten zweier britischer Minister der Brexit das Hauptgesprächsthema auf dem Parkett. Befürchtungen, dass Premierministerin Theresa May den mit Brüssel ausgehandelten Kompromiss nicht durchs Parlament bringen kann, sorgten nicht nur in London für Kursverluste. Der DAX verlor 0,5 % auf 11.354 Zähler.

Die Merck-Aktie, die am Mittwoch den DAX angeführt hatte, landete mit einem Verlust von 2,6 % diesmal am unteren Indexende. Die im MDAX (WKN:846741) notierten Titel der Aareal Bank (WKN:540811) litten unter der Herabstufung durch eine deutsche Großbank und büßten 4,3 % ein.

Am Freitag deutete sich ein versöhnlicher Wochenausklang an. Der DAX zeigte um 16:50 Uhr ein Plus von 0,2 %.

Was steht auf dem Kalender?

Am Montag (19.11.) veröffentlicht in den USA Agilent Technologies Quartalszahlen. Am Dienstag (20.11.) berichten u. a. Autodesk, Best Buy, Foot Locker und The Gap.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool ein schönes Wochenende.

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Winfried Rauter besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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