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Duell der Fools: Ist die BMW-Aktie jetzt ein Schnäppchen?

Die Aktie von BMW (WKN:519000) hat zurzeit durchaus das Zeug zum Polarisieren. Handelskonflikt, ein drohender Abschwung innerhalb der Autobranche und Unklarheiten rund um Themengebiete wie die Elektromobilität und Mobilitätsdienstleistungen bewegen die Aktie ebenso wie die Aussicht auf eine fundamental günstige, langfristige Value-Gelegenheit.

Auch zwei unserer Fools sind sich alles andere als einig, wie sie die Aktie von BMW derzeit bewerten sollen. Mach dich daher gefasst auf eine neue, spannende Runde im Duell der Fools.

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Tom: Hi, Vince! Ich besitze seit ungefähr einem halben Jahr keine BMW-Aktien mehr – soweit ich weiß, ist das bei dir anders, du hältst an der Aktie fest.

Einerseits kann ich dich verstehen, die BMW-Aktie ist mit einem KGV von 5,6 wirklich extrem günstig. Andererseits finde ich auf die folgende Kernfrage keine Antwort: Warum sollte BMW in zehn Jahren mehr Autos verkaufen als heute?

Vince, hast du eine Antwort auf diese meiner Meinung nach extrem wichtige Frage?

Vince: Hey, Tom! Schön, dass wir mal wieder zu einem Foolishen Duell zusammengefunden haben. Ja, du hast recht. Ich besitze nach wie vor BMW-Aktien, unter anderem weil sie meiner Meinung nach derzeit fundamental günstig bewertet sein könnten.

Das von dir bereits eingebrachte KGV von lediglich 5,6 spiegelt wohl sehr viel Pessimismus wider. Die Frage, die sich daher meiner Meinung nach ebenfalls stellt, ist, ob BMW bei einem so niedrigen Bewertungsstand überhaupt mehr Autos verkaufen müsste, um bereits ein echtes Value-Schnäppchen zu sein.

Die Automobilbranche ist zyklisch, keine Frage. Daher wird es auch hier immer mal wieder auf- und abgehen, wobei es innerhalb der letzten Quartale schon deutlich bergab gegangen ist. Dennoch unterstreicht BMW meiner Meinung nach mit den 2017er-Zahlen, wozu das Unternehmen operativ und aus Absatzsicht durchaus in der Lage ist. Und die Chancen stehen nicht schlecht, dass BMW in einem freundlicheren Wirtschaftszyklus wieder zu dieser alten Stärke zurückfinden wird.

Selbst Zukunftsthemen wie die Elektromobilität kratzen vermutlich in den kommenden Jahren (noch) nicht an einer solchen Investitionsthese. Denn selbst wenn gemäß gängiger Prognosen bis 2030 35 % aller Fahrzeuge hierzulande elektrisch sein werden, dürften bis dahin noch viele Ottomotoren verkauft werden. Daher könnte BMW derzeit eine günstige Gelegenheit sein, zumindest, wenn man als Investor auch gewillt ist, diese schwächere Periode in der gesamten Automobilwelt auszusitzen.

So viel zu meiner Sicht. Doch wirst auch du bestimmt viele gute Gründe haben, weshalb du dich von deinem Engagement bei BMW getrennt hast, oder, Tom?

Tom: Absolut richtig, Vince! Ich gebe dir völlig recht, BMW baut tolle Autos – ich habe nie etwas anderes gefahren als BMW. Und natürlich wird BMW in den nächsten Jahren weiterhin Autos verkaufen.

Aber ich sehe bei BMW einfach kaum Steigerungspotenzial. Europa und die USA dürften relativ gesättigte Märkte sein. Asien hat Potenzial, doch werden sich Erstkäufer aus diesen Ländern wohl kaum einen BMW leisten können.

Möglicherweise schrumpft der Automarkt sogar. Carsharing und andere Mobilitätsdienstleistungen könnten dafür sorgen, dass Autos viel effizienter genutzt werden, weil sie nicht wie bisher die meiste Zeit in unseren Garagen herumstehen. Und eine effizientere Nutzung wird dafür sorgen, dass in Summe weniger Autos benötigt werden.

Auch wenn BMW selbst Mobilitätsdienstleistungen anbietet: Sinkende Fahrzeugabsätze werden sie damit meiner Meinung nach nicht kompensieren können!

Kurz und knapp zusammengefasst: Ich kann mir nicht vorstellen, dass BMW in zehn Jahren mehr verdient als heute! Da ich bei meinen Investments generell in solchen Zeiträumen denke, war es für mich an der Zeit, mich von meinen BMW-Aktien zu trennen.

Vince: Ich bin gespannt, wer von uns beiden innerhalb der nächsten zehn Jahre wohl recht behalten wird. Vielleicht werden wir das im Jahr 2028 für die Fools ja noch einmal erörtern können.

Für den Moment: Danke jedenfalls im Namen aller BMW-Aktionäre, dass du dem Konzern zumindest aus Konsumentensicht weiterhin die Treue hältst!

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Vincent besitzt Aktien von BMW. Thomas besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt BMW.

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