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Diese Solaraktie könnte die Erwartungen übertreffen

Foto: Getty Images

Am 18. September 2018 kündigte die US-Regierung eine Zollbefreiung für die Solarmodule der SunPower Corporation (WKN:A1JNM7) an. Die werden nämlich derzeit in Asien produziert. Diese Ausnahmeregelung wird es dem Unternehmen ermöglichen, Module, die für Dachsolaranlagen verwendet werden, zollfrei in die USA zu bringen. Damit sind sie wettbewerbsfähiger als Rohstoffsolarzellen aus Asien. Und diese Ausnahmeregelung lohnt sich: SunPower dürfte kommendes Jahr etwa 100 Millionen USD an Zollkosten einsparen.

Man sollte meinen, dass der Markt auf diese Nachrichten positiv reagieren würde – stattdessen ist die SunPower-Aktie seit der Ankündigung um 14,7 % gefallen. Manchmal ist der Markt einfach unlogisch. Ich denke, dass viele nicht wissen, dass die mittlerweile gesenkten Kosten sowie eine starke Nachfrage dafür sorgen sollten, dass SunPower die Erwartungen in der zweiten Jahreshälfte übertreffen kann.

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2018 wird wohl ein gutes Jahr

SunPower verzeichnet ein starkes Jahr bei seinen Solaranlagen, und zwar im Endkundensegment wie auch bei gewerblichen Kunden. Die Premiumprodukte kommen bei den Kunden gut an. Die Bruttoergebnismarge im dritten Quartal lag bei beachtlichen 21,8 % und sollte sich durch die Einführung neuer Produkte noch einmal verbessern. Das Management erhöhte die EBITDA-Prognose um 20 Millionen USD auf einen Bereich zwischen 95 Millionen USD und 125 Millionen USD. Grund: Die Geschäfte liefen bereits gut, bevor die Ausnahmeregelung für die Zölle verkündet wurde.

Vor dem dritten Quartal setzte das Management die Prognose als Break-even fest, plus oder minus 10 Millionen USD. Diese Prognose errechnet sich auf EBITDA-Basis von 425 Millionen USD bis 475 Millionen USD Umsatz. Diese Richtwerte stammen jedoch aus der Zeit vor Inkrafttreten der neuen Regelung in Sachen Zoll.

SunPower sollte aus den Zolleinsparungen im dritten Quartal zumindest ein paar Milllionen USD rausholen, im Q4 hingegen dürfte sich die Einsparung auf rund 25 Millionen USD belaufen. Allerdings scheint der Markt nicht zu verstehen oder zu erkennen, dass hier ein großer positiver Effekt bevorsteht.

Die Analysten hängen hinterher

Seltsamerweise haben sich die Schätzungen der Analysten in den letzten 60 Tagen für das dritte und vierte Quartal von SunPower nicht wesentlich verbessert. Die Gewinnerwartungen gehen von einem Verlust von 0,40 USD pro Aktie im dritten Quartal aus, was nur leicht über dem vor 60 Tagen erwarteten Verlust von 0,43 USD liegt. Im vierten Quartal wird ein Verlust von 0,14 USD pro Aktie erwartet, was den Erwartungen von vor zwei Monaten entspricht.

Die Tatsache, dass sich die Schätzungen seit der Ausnahmeregelung nicht wesentlich geändert haben, scheint mir zu bedeuten, dass die Anleger die Zollbefreiung einfach noch nicht berücksichtigen. SunPower hat in der Vergangenheit für die Guidance einen eher niedrigen Wert angegeben. Vielleicht hat man sich auch diesmal aus Taktik so aufgestellt, dass die Guidance locker überflügelt wird, vor allem nach Inkrafttreten der Ausnahmeregelung.

Ein bisschen Ungewissheit

Etwas könnte aber doch noch stören: die laufenden Asset-Verkäufe und Abschreibungen zur Bereinigung der Bilanz. Im vierten Quartal 2017 hat SunPower 604,4 Millionen USD an Solaranlagen für Privathaushalte, die verkauft werden sollen, abgeschrieben, und im letzten Quartal gab es eine Abschreibung von 369,2 Millionen USD auf Fertigungsanlagen. Das sind durchaus hohe Kosten, die Investoren nicht für ein einziges Quartal erwarten.

Während das die Laune in diesem Quartal ein bisschen trüben könnte, denke ich doch, dass die wichtigsten News die Zollbefreiung sein sollte. Allein das sollte die Margen verbessern und es SunPower ermöglichen, die Prognose für das dritte Quartal und das Gesamtjahr zu übertreffen. Bloß scheinen weder Investoren noch Analysten das so richtig auf dem Schirm zu haben.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Travis Hoium besitzt Aktien von SunPower.

Dieser Artikel erschien am 30.10.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschsprachigen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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