The Motley Fool

2 starke Aktien, die jetzt günstig zu haben sind

Bekanntlich zieht die lebende Legende unter den Investoren, Warren Buffett, es stets vor, ein fantastisches Unternehmen zu einem guten Preis zu kaufen als ein gutes Unternehmen zu einem fantastischen Preis. Dieses Zitat hat immer und immer wieder bewiesen, dass es der Realität standhalten kann. Aber noch besser ist eigentlich nur, wenn man ein fantastisches Unternehmen zu einem fantastischen Preis kaufen kann.

Das passiert einem natürlich nicht andauernd – leider. „Fantastische Aktienkurse stehen oft genug aus gutem Grund tief. Bei Schnäppchen sollte man immer Vorsicht walten lassen, oft verbergen sich hinter attraktiven Bewertungen echte Risiken.

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Dennoch passiert es tatsächlich dann und wann, dass fantastisch gute Unternehmen zu sagenhaften Preisen zu haben sind. Auch Buffett würde sagen, dass man sich solche Diamanten holen sollte, um dem Portfolio langfristig gute Chancen auf Wachstum zu geben.

Also legen wir mal los. Meiner bescheidenen Meinung nach sind Micron Technology (WKN:869020) und The Michaels Companies (WKN:A116HV) starke Aktien, die derzeit zu günstigen Preisen zu haben sind.

Micron Technology

Es war einmal, vor nicht allzu vielen Jahren, als der Chiphersteller Micron keine Aktie für den risikoscheuen Investor war. Alle zwei bis drei Jahre schwang der Markt für Speicherchips heftig hin und her. Microns Aktien konnten in wenigen Monaten ihren Wert verdoppeln oder verdreifachen und dann mir nichts, dir nichts zusammenbrechen, wenn sich die Stimmung drehte.

Damals kämpften viele kleine Unternehmen in dieser wichtigen Branche um ihren Teil vom Kuchen. Aber mit jedem großen Abschwung wurden einige der kleineren Herausforderer vom Markt gedrängt, die Überlebenden hatten dann die Möglichkeit, die Patente und Produktionsstätten zu günstigen Preisen aus der Insolvenzmasse zu kaufen. So ging das immer wieder, und stets stand Micron dabei auf der Gewinnerseite. Am Ende blieben einige Anbieter übrig, ohne dass ernsthafte Konkurrenz von Neulingen nachkam.

Ich denke nicht, dass der Branchenführer Samsung (WKN:888322) derzeit auf einen weiteren Preiskrieg drängt. Die verbliebenen Player sind eine Handvoll stabil laufender Riesen, die nicht so leicht alle Viere von sich strecken.

Sollte es andererseits Micron noch einmal versuchen wollen, könnten Micron und SK Hynix zusammen den DRAM-Marktanteil von Samsung attackieren – etwa indem sie ihre eigene Produktion drosseln und Samsung auf deren Überangebot sitzenlassen.

Samsung hält fast genau ein Drittel des NAND-Speicher-Marktes, was dieses Segment noch weniger anfällig für einen plötzlichen Preiskampf macht. Zu den großen Drei gesellen sich die SanDisk Division von Western Digital (WKN:863060) und Toshiba. Jeder aus dieser kleinen Gruppe hat genügend Geld, um jedem Preiskampf zu trotzen.

Diesmal ist es also wirklich anders. Micron ist in der Lage, noch viele Jahre lang von relativ stabilen Endpreisen zu profitieren. Die aktuellen Preiskorrekturen dürften also nicht allzu viel Aussage haben.

Doch die Börse scheint Tag für Tag mit einem massiven Abschwung zu rechnen. Die Micron-Aktien werden zu Schnäppchenpreisen gehandelt: Das 3,1-Fache des Ergebnisses, das 4,9-Fache des freien Cashflows und nur das 1,3-Fache des Gesamtbuchwerts des Unternehmens. Mal zur Relation: Das sind Bewertungen für ein Unternehmen mit einem jährlichen Umsatzwachstum von 27 % in den letzten fünf Jahren, einer Gewinnmarge von 47 % und fast keinen langfristigen Verbindlichkeiten.

Also ein richtig fantastisches Unternehmen, dessen Aktien zu einem tatsächlich fantastischen Preis gehandelt werden.

The Michaels Companies

Der Einzelhandel soll ja, so ist überall zu hören, demnächst sterben. Bei den preiswerten Angeboten von Amazon (WKN:906866) und anderen Onlinehändlern können viele große stationäre Händler einfach nicht mithalten.

Eine Ausnahme bildet Michaels, eine US-Kette, die sich Kunsthandwerksbedarf widmet.

Tatsächlich hat die Kette eine breitere Gewinnmarge als Amazon. Michaels probiert sich vorsichtig im Onlinehandel, aber der größte Teil des Erfolgs stammt immer noch vom stationären Handel. Das Unternehmen eröffnet mehr Geschäfte, als es schließt, und baut außerdem sein gesamtes Netzwerk nach einem neuen Plan um, der auf einer gründlichen Analyse der Kundengewohnheiten und -präferenzen basiert. Die diesjährigen Umbaukosten sollten zu stärkeren Gewinnmargen und Umsatzwachstum im Jahr 2019 und darüber hinaus führen.

All dies ist möglich, weil Michaels eine ganz andere Art von Stammkunden bedient. Wenn es um Artikel im Bereich Kunsthandwerk geht, wollen viele Käufer die Ware vor dem Kauf in den Händen halten. So etwas kann man nur schwer über ein Display tätigen. Die Läden von Michaels hingegen sind ausgestattet mit Eichenbrettern, Stoffe in allen Farben und Oberflächen liegen zum Betasten aus – das ist schon etwas anderes.

Während viele der Kollegen im Einzelhandel darum kämpfen, über Wasser zu bleiben, läuft es bei Michaels also recht rund. Viele Investoren zweifeln an der Fähigkeit des Unternehmens, sich langfristig gegen die Onlinegiganten durchzusetzen. Darum wird die Michaels-Aktie jetzt zum niedrigen Preis vom 8,3-Fachen der Erträge bzw. dem 9,6-Fachen des freien Cashflows gehandelt.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon und empfiehlt Aktien von Michaels Companies. Anders Bylund besitzt Aktien von Amazon und Micron Technology.

Dieser Artikel erschien am 30.10.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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