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Geely-Aktie am Boden: Was Anleger jetzt wissen sollten

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Foto: Getty Images

Die Geely (WKN:A0CACX)-Aktie ist in den letzten Monaten ganz schön unter die Räder gekommen – zeitweise wurde sie 50 % unter ihrem Allzeithoch gehandelt. Man könnte meinen, dass den chinesischen Autobauer massive Probleme plagen.

Ein Blick auf die Oktoberzahlen zeigt jedoch, dass die Geely-Aktie möglicherweise zu Unrecht in den Keller geprügelt wurde!

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Absatzzahlen Oktober: Das sieht nicht schlecht aus!

In der nachfolgenden Tabelle habe ich die gerade veröffentlichten Oktoberzahlen kurz und knapp zusammengefasst.

   Anzahl Veränderung zum Vorjahreszeitraum
Absatz Oktober 2018   128.986                          +3 %
Absatz Januar–Oktober 2018 1.265.844                         +33 %
Exportierte Fahrzeuge Oktober 2018     1.332                         +76 %
Absatz E-Autos Oktober 2018     8.101                             –

Quelle: Unternehmensangaben Geely, ungeprüfte monatliche Absatzzahlen

Auf den ersten Blick wirkt das Absatzwachstum von 3 % im Oktober nicht gerade imposant. Allerdings sollten wir bedenken, dass der chinesische Automarkt gerade schwere Zeiten durchmacht. Im Juli dieses Jahres sanken die Zulassungen in China beispielsweise um 5,4 %.

In Anbetracht dessen kann ich mit 3 % Wachstum ganz gut leben – insbesondere da auf Jahressicht alles bestens läuft. Das Absatzwachstum von 33 % in den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres nährt die Hoffnung, dass Geely meine persönliche Prognose von 35 % Ergebniswachstum erfüllen wird.

Neben dem enormen Wachstumspotenzial in China könnten auch andere Märkte eine zunehmend wichtige Rolle für Geely spielen.

Auch wenn die gut 1.000 ins Ausland gelieferten Autos heute kaum ins Gewicht fallen – ein Anstieg von 76 % bei den exportierten Fahrzeugen zeigt, dass Geely nicht nur im Reich der Mitte gut ankommt. Eine in meinen Augen sehr positive Entwicklung.

Die Absatzzahlen für elektrisch betriebene Fahrzeuge müssen sich ebenfalls nicht verstecken. Die 8.101 verkauften E-Autos (oder hybrid betriebenen Fahrzeuge) stellen einen Anteil von 6,3 % am Gesamtabsatz dar.

Zum Vergleich: Auch BMW steht mit einem Anteil von 6,7 % E-Autos nicht viel besser da (Quelle: BMW, Absatzzahlen August).

Wie ich die aktuelle Lage von Geely bewerte

Trotz eines schwächelnden chinesischen Automarktes wächst Geely weiter – wenn auch langsamer als in den vergangenen Jahren. Für mich zeigt diese relative Stärke, dass Geely sich hervorragend in China positioniert hat und in der Lage ist, begehrte Autos zu produzieren. Sonst würde man schließlich nicht schneller wachsen als die meisten Konkurrenten.

Langfristig gehe ich davon aus, dass immer mehr Chinesen ein Auto besitzen werden – und davon sollte Geely als etablierter einheimischer Hersteller besonders stark profitieren.

Für weiteres Wachstumspotenzial könnten steigende Exporte sorgen – auch hier ist man auf dem richtigen Weg, das belegen die Oktoberzahlen.

Zusammenfassend würde ich daher behaupten, dass sich die langfristigen Aussichten für Geely nicht wirklich verschlechtert haben. Sollte sich die Flaute auf dem chinesischen Automarkt auch nächstes Jahr fortsetzen, dann könnte 2019 möglicherweise etwas schwächer ausfallen als erwartet.

Aber langfristig betrachtet glaube ich nach wie vor, dass Geely über ein enormes Wachstumspotenzial verfügt.

Im Kurs der Geely-Aktie spiegelt sich dieses Potenzial derzeit allerdings nicht wieder. Die Aktie ist in den letzten zwölf Monaten um fast 50 % eingebrochen, das KGV beträgt laut onvista.de gerade mal 8,5.

Wie die Oktoberzahlen zeigen, liegt das aber nicht an Geely. Für mich sieht es eher so aus, als würde die Geely-Aktie in Sippenhaft genommen werden. Zum einen vom generell schwächelnden chinesischen Aktienmarkt. Zum anderen von der Autobranche. So jagen derzeit auch die Aktien von BMW, Daimler und Co. von einem Tiefstand zum nächsten.

Wer also langfristig an die Geely-Aktie glaubt, für den könnte das aktuelle Kursniveau eine günstige Gelegenheit zum Einstieg – oder zum Nachkauf – sein!

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Thomas Brantl besitzt Aktien von Geely. The Motley Fool empfiehlt BMW und Daimler.

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