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Die 5 besten Marihuana-Aktien seit Anfang 2016

Foto: Getty Images.

Wenn sich der Vorhang für das Jahr 2018 in etwa acht Wochen schließt, wird es das wahrscheinlich monumentalste Jahr der legalen Cannabis-Industrie gewesen sein. Obwohl es schon früher wesentliche Fortschritte gab – zum Beispiel in Kalifornien, das 1996 der erste Staat war, der medizinisches Marihuana legalisierte, und in Uruguay, das erste Land der Welt, das Marihuana zum Freizeitkonsum legalisierte –, schlägt wohl nichts die Entscheidung Kanadas von 2018, den Freizeitkonsum zu legalisieren.

Wenn die Industrie vollständig hochgefahren ist – wohlgemerkt, das wird ein paar Jahre dauern –, wird erwartet, dass sie einen zusätzlichen Jahresumsatz von 5 Mrd. US-Dollar generiert. Diese Summe kommt zu dem hinzu, was die Züchter bereits über den Verkauf von medizinischem Cannabis und den Export ins Ausland einnehmen. Diese lang erwartete Legalisierung ist es, die seit Jahren dafür verantwortlich ist, dass die Kurse von Pot-Aktien durch die Decke gehen.

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Die fünf besten Marihuana-Aktien seit Anfang 2016

Seit Anfang 2016 sind fast alle Marihuana-Aktien stark gestiegen, wobei einige sogar vierstellige prozentuale Zuwächse bis zum vergangenen Wochenende verzeichnen konnten. Die folgenden fünf Marihuana-Aktien, die in aufsteigender Reihenfolge aufgeführt sind, sind die besten Performer der Branche in dieser Zeitspanne.

Aber vorher beachte bitte, dass einige dieser Unternehmen noch nicht so lange an ernstzunehmenden Börsen gehandelt werden und vorherige, außerbörslich gelistete historische Daten möglicherweise nicht verfügbar sind. In solchen Fällen können Daten über die Veränderung des Aktienkurses an den kanadischen Börsen verwendet werden, die im Folgenden aufgeführt werden.

5. Aurora Cannabis: Steigerung um 1.571 %

Obwohl es sich um ein Unternehmen handelt, das besonders für seine Übernahmen und die damit einhergehende massive Steigerung der Zahl seiner ausstehenden Aktien bekannt geworden ist, hat sich der Anbauer Aurora Cannabis (WKN:A12GS7) mit einem Zuwachs von 1.571 % seit 2016 gut geschlagen.

Aurora Cannabis, das kürzlich an der New York Stock Exchange (NYSE) notiert wurde, scheint der Anbauer mit der höchsten Produktion zu werden. Mit der Übernahme von ICC Labs in Südamerika, von der eine Jahresproduktion von mehr als 570.000 Kilogramm erwartet wird, wird das Unternehmen seine bestehende Produktion von 92.000 Quadratfuß in Richtung einer Produktion von 1,1 Mio. Quadratfuß weiterentwickeln. Kurz gesagt, über 600.000 Kilogramm erscheinen realistisch, wenn das Unternehmen auf vollen Touren läuft.

Bei derartigen Produktionszahlen scheinen die Investoren zuversichtlich zu sein, dass Aurora in der Lage sein wird, Größenvorteile zu nutzen und so Cannabis zu sehr niedrigen Kosten zu produzieren. Sie glauben wahrscheinlich auch, dass Aurora das Zeug dazu hat, Partnerschaften einzugehen und lukrative langfristige Lieferverträge abzuschließen, da das Unternehmen über eine erstklassige Produktion verfügt.

Es gibt noch viele Fragen, die in Bezug auf Aurora zu beantworten sind, aber man kann nicht leugnen, dass sich die Investitionen für die Aktionäre bisher ausgezahlt haben.

4. Canopy Growth: plus 2.602 % (an der kanadischen Börse)

Apropos ausgezahlt: Canopy Growth (WKN:A140QA) hat seit Anfang 2016 wirklich Gas gegeben und sich einen Namen gemacht. Die erste kanadische Marihuana-Aktie, die an der NYSE notiert war, verzeichnete in rund 34 Monaten einen kräftigen Anstieg um 2.602 % bei ihren kanadischen Aktien.

Canopy Growth wird wahrscheinlich hinter Aurora Cannabis zurückfallen und bald nur noch der zweitgrößte Produzent in Kanada sein. Das Unternehmen verfügt über eine Kapazität von 5,6 Mio. Quadratfuß – 2,7 Mio. davon sind bereits von Health Canada für den Anbau lizenziert –, was bei Vollbetrieb einen jährlichen Ertrag von rund 500.000 Kilogramm einbringen dürfte.

Was Canopy wirklich auszeichnet, sind seine Vertriebskanäle, Marken und Partnerschaften, mit denen man Aurora Cannabis um Lichtjahre voraus ist. Die Marke „Tweed“ von Canopy Growth ist wohl die bekannteste in ganz Kanada, und die 4-Mrd.-Dollar-Investition von Constellation Brands in Canopy Growth Corp. brachte dem Unternehmen einen 37-prozentigen Anteil daran ein. Der Hersteller von Modelo- und Corona-Bier hat damit nicht nur eine Partnerschaft begründet, sondern auch ein wesentliches Interesse am langfristigen Erfolg von Canopy. Alles in allem ist es nicht verwunderlich, dass dieses Unternehmen so gut funktioniert, wenn man sich ansieht, wie es aufgestellt ist.

3. MariMed: plus 3.093 %

Vielleicht einer der überraschenderen Namen, die du auf dieser Liste finden wirst, ist das in Massachusetts ansässige Cannabis-Beratungsunternehmen und der Betreiber von Produktionsanlagen MariMed (WKN:A2DRQF). Von einem Aktienkurs von 0,15 US-Dollar Ende 2015 hat das Wertpapier einen langen Weg zurückgelegt und liegt nun fast 3.100 % höher.

Im Gegensatz zu Aurora Cannabis und Canopy Growth, die beide an der NYSE gehandelt werden, sind die MariMed-Aktien an der Freiverkehrsbörse (OTC) notiert. Obwohl die OTC-Börse in den letzten Jahren Fortschritte bei der Verbesserung der Berichtsstandards gemacht hat, sind Volumen und institutionelles Interesse tendenziell immer noch deutlich geringer. Dieses fehlende Volumen hat MariMed im Laufe der Jahre außerordentlich volatil gemacht und könnte auch zumindest teilweise für den steigenden Aktienkurs in den letzten Monaten verantwortlich sein.

Konkret sollten die Investoren mit den jüngsten Übernahmen und Investitionen von MariMed zufrieden sein. Im vergangenen Monat schloss das Unternehmen die Übernahme der BSC Group in New Jersey ab und richtete sich so potenziell auf Lizenz- und Beratung ein, wenn New Jersey den Freizeitkonsum legalisieren sollte. MariMed kündigte auch eine Investition in das Software-Unternehmen Sprout für Kundenbeziehungsmanagement und Marketing an.

Hier handelt es sich um eine sehr dünn gehandelte, potenziell risikoreiche Pot-Aktie. Aber vorerst ist es wahrscheinlich eben genau dieses Fliegen unter dem Radar, was den Marktwert nach oben treibt.

2. Cronos Group: plus 3.313 % (an der kanadischen Börse)

Unter den größeren Newcomern hat sich keiner am Marihuana-Aktienmarkt besser entwickelt als die Cronos Group (WKN:A2DMQY), die nach ihren in Kanada notierten Aktien seit Anfang 2016 um mehr als 3.300 % gestiegen ist.

Die Cronos-Gruppe hat wahrscheinlich deshalb so viel Unterstützung bei Investoren gefunden, weil sie auf dem besten Weg ist, ein Top-10-Produzent zu werden, wenn sie erst mal auf allen Zylindern läuft. Im Juli kündigte das Unternehmen ein Joint Venture mit einer Reihe von Investoren zur Gründung von Cronos GrowCo an. Nach der vollständigen Inbetriebnahme wird dieses Joint Venture eine Fläche von 850.000 Quadratfuß und einen Ertrag von rund 70.000 Kilogramm pro Jahr umfassen. Zusammen mit den bestehenden Zuchtanlagen und -marken sollte Cronos in der Lage sein, eine jährliche Spitzenproduktion von etwa 140.000 Kilogramm zu erzielen.

Die Cronos-Gruppe zog Anfang September ebenfalls wichtige Strippen, als sie eine Partnerschaft mit dem privat gehaltenen Gingko Bioworks ankündigte. Das Duo wird daran arbeiten, Cannabinoide aus der Cannabis-Pflanze zu extrahieren und diese Cannabinoide im kommerziellen Maßstab herzustellen. Mit anderen Worten, die Cronos-Gruppe geht über die reine Trockenblume hinaus, was ein margenstarker (und intelligenter) Schachzug ist.

Angesichts des späten Beginns der Expansion des Joint Ventures von Cronos ist es möglich, dass das Unternehmen einige lukrative langfristige Lieferverträge verpassen könnte. Andererseits können sich die Aktionäre über die Performance in den letzten 34 Monaten nicht beschweren.

1. Namaste Technologies: Steigerung um 6.750 %

Mehr als eine Verdoppelung der zweitbesten Leistung seit Anfang 2016 ist jedoch dem Small-Cap Namaste Technologies (WKN:A2AEEG) gelungen. Nachdem Namaste das Jahr 2015 mit nur 0,02 US-Dollar pro Aktie abgeschlossen hatte, hat das Unternehmen seitdem um 6.750 % zugelegt, da sein Geschäft mit Telemedizin-Apps und Vaporizern stark zunahm.

Der spannendste Aspekt von Namaste Technologies ist zweifellos das Onlineportal NamasteMD, das Anfang des Jahres startete. Seit seiner Einführung hat NamasteMD bereits mehr als 17.000 Patienten angezogen. Am wichtigsten ist, dass diese Patienten dank der hundertprozentigen Eigenproduktion der Farm CannMart im Namaste-Universum gehalten werden können. Die Möglichkeit, sich auf die margenstarke Telemedizin-App zu stützen und die steigenden Kosten zu internalisieren, kann zu überdurchschnittlichen Margen und einem sicherlich einzigartigen Geschäftsmodell führen.

Die Investoren dürften auch mit der internationalen Präsenz von Namaste zufrieden sein. Die E-Commerce-Plattform verfügt über mehr als 30 Websites in mehr als 20 Ländern und diversifiziert damit die Einnahmequellen. Daher verzeichnete sie im vierten Quartal in Kanada ein Umsatzwachstum von 364 %, aber auch von 261 % in Deutschland und 188 % in Brasilien.

Obwohl wiederkehrende Gewinne immer noch schwer abzusehen sind und es auch noch einige Zeit so bleiben könnte, solange Namaste seine Kerninfrastruktur ausbaut, stehen langfristige Investoren gut da.

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Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und am 06.11.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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