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4 wichtige Kennzahlen aus dem dritten Quartal von Amazon

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Als Amazon (WKN:906866) letzte Woche seine Ergebnisse für das dritte Quartal veröffentlichte, brach das Unternehmen mit seiner bisherigen Norm, sowohl bei den Umsätzen als auch beim Gewinn pro Aktie Zahlen zu melden, die die Erwartungen übertrafen. Sicherlich übertraf das Unternehmen die Erwartungen an die Gewinnspanne, aber ein schwächer als erwarteter Umsatz und ein niedriger Ausblick auf das wichtige Weihnachtsquartal, reichten aus, um einen Ausverkauf der Aktie auszulösen. Die Aktien gingen in den letzten beiden Handelstagen um insgesamt 14 % zurück.

Aber hat es die Amazon-Aktie wirklich verdient, einen so massiven Rückschlag zu erleiden? Um einen besseren Eindruck davon zu bekommen, wie sich das Unternehmen entwickelt, sind hier vier der aufschlussreichsten Kennzahlen aus dem Quartal.

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1. Der Nettoumsatz stieg um 29 %

Der Nettoumsatz von Amazon stieg um 29 % auf 56,6 Mrd. US-Dollar. Obwohl das im Einklang mit der Prognose des Managements für das dritte Quartal steht, befand er sich unter der Analystenschätzung dieser wichtigen Kennzahl. Im Durchschnitt erwarteten die Analysten, dass Amazon im dritten Quartal einen Nettoumsatz von 57,1 Mrd. US-Dollar melden würde.

Obwohl es sich um ein starkes Umsatzwachstum handelte, war es eine deutliche Verlangsamung gegenüber dem Umsatzwachstum von 39 % im Vorjahr, das Amazon im zweiten Quartal verzeichnet hatte.

2. Betriebsergebnis von 3,7 Mrd. US-Dollar

Das operative Ergebnis von Amazon stieg von 347 Mio. US-Dollar im dritten Quartal 2017 auf 3,7 Mrd. US-Dollar im dritten Quartal 2018. Das Management führte den starken Anstieg auf höhere Umsätze, eine starke Kostenentwicklung und das schnelle Wachstum der profitableren Geschäftsteile von Amazon – nämlich Amazon Web Services und Werbung – zurück.

3. Eine elffache Steigerung des Ergebnisses je Aktie

Das starke Umsatz- und Betriebsergebniswachstum führte zu einem sprunghaften Anstieg des Gewinns pro Aktie. Die wichtigste Ergebniskennzahl stieg von 0,52 US-Dollar im Vorjahresquartal auf 5,75 US-Dollar Gewinn pro Aktie.

Ebenso deutlich wird das Wachstum des Ergebnisses pro Aktie auf Sicht von neun Monaten. Der Gewinn pro Aktie lag in den letzten neun Monaten bei 14,10 US-Dollar, nach 2,39 US-Dollar im gleichen Zeitraum vor einem Jahr.

4. Amazon erwartet für das vierte Quartal einen Umsatzanstieg von rund 15 %

Mit Blick auf die Zukunft ging das Management davon aus, dass der Umsatz im vierten Quartal zwischen 66,5 und 72,5 Mrd. US-Dollar liegen würde, was einem Wachstum von 10 bis 20 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Mittelpunkt des Prognosebandes impliziert ein Wachstum von etwa 15 %.

Diese Wachstumsrate gegenüber dem Vorjahr würde eine deutliche Verlangsamung der jüngsten Umsatzwachstumsraten bedeuten. Daher war die Prognose niedriger als von den Analysten erwartet; bevor Amazon die Ergebnisse des dritten Quartals bekannt gab, belief sich die Schätzung des Analystenkonsenses für den Umsatz im vierten Quartal auf 73,8 Mrd. US-Dollar.

Das Management hat bei der Bekanntgabe darauf hingewiesen, dass man von ungünstigen Wechselkursen ausgeht. Diese sollen 80 Basispunkte ausmachen. Zusätzlich kommt die Übernahme von Whole Foods im August 2017 ins Spiel. Auch Amazon-Finanzvorstand Brian Olsavsky gab während der Telefonkonferenz zu, dass das Weihnachtsquartal „für uns immer sehr schwer abzuschätzen ist“.

Angesichts des starken Anstiegs der Amazon-Aktien in den letzten zwölf Monaten (die Aktien sind in dieser Zeit trotz des jüngsten Rückgangs um 39 % gestiegen) könnte der verlangsamte Umsatz ein guter Grund sein, die Bewertung von Amazon erneut zu überprüfen. Dennoch sollten die Anleger bedenken, dass das Ergebnis je Aktie die Erwartungen sogar übertrifft. Amazons Gewinn pro Aktie für das dritte Quartal von 5,75 US-Dollar stellte die Schätzung des Analystenkonsenses von 3,14 US-Dollar klar in den Schatten.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einem Tochterunternehmen von Amazon, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon.

Dieser Artikel wurde von Daniel Sparks auf Englisch verfasst und am 29.10.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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