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25 Gründe, warum der Aktienmarkt einbrechen könnte, und 3 (wichtigere) Konstanten

Foto: Getty Images

Der Rückblick auf den Oktober fällt für viele Investoren schmerzhaft aus. Der legendäre Dow Jones Industrial Average verlor 5 %, der breitere S&P 500 6,9 % und der  Nasdaq Composite 9,2 %. Insgesamt war es einer der schlimmsten Monate für die US-Märkte in den letzten Jahren und der absolut schlimmste Monat für Technologieaktien in einem Jahrzehnt.

Ist ein Börsenkrach in Sicht?

Aber hier ist die größere Frage, die Anleger und die Wall Street derzeit stellen: Ist die aktuelle Börsenkorrektur vorbei? Angesichts der vielen Probleme, denen Aktien und die US- und/oder Weltwirtschaft ausgesetzt sind, fällt die Antwort darauf vielleicht nicht so aus, wie es die Investoren gern hätten.

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In keiner bestimmten Reihenfolge gibt es hier 25 Gründe und/oder Szenarien, die dazu führen könnten, dass der Aktienmarkt bald noch deutlicher fallen könnte.

  1. Der anhaltende Handelskrieg mit China eskaliert, erhöht die Materialkosten, dämpft den Konsum und schadet den Unternehmensgewinnen.
  2. Aktienrückkäufe von Unternehmen können den Gewinn pro Aktie nicht wie erwartet steigern.
  3. Die Demokraten gewinnen eines oder beide Häuser des Kongresses und verringern damit die Wahrscheinlichkeit, dass die Republikaner weitere steuerliche Lockerungen umsetzen können.
  4.  Das Haushaltsdefizit des Bundes steigt weiter an und verschärft zusätzlich die wachsende amerikanische Staatsverschuldung, die schon derzeit bei mehr als 21 Billionen US-Dollar liegt.
  5. Der US-Dollar gewinnt weiter an Stärke, übt Druck auf die Exporte aus und verschärft das US-Handelsdefizit gegenüber dem Ausland.
  6. Die FANG-Aktien – das sind Facebook, Amazon.com, Netflix und Google (jetzt Alphabet) – ziehen weiterhin den Zorn der Leerverkäufer auf sich.
  7. Die Federal Reserve wird mit Zinserhöhungen übermäßig aggressiv und schwächt die Kreditnachfrage.
  8. Die Zinskurve flacht ab und die Banken leihen weniger Geld.
  9. Die Zinsen steigen und bieten Anreize für die Investoren, volatile Aktien zugunsten von Anleihen und Bank-CDs zu veräußern.
  10. Großbritannien stolpert in einen „harten Brexit“. Da es nur wenige oder gar keine Handelsverträge gibt, fällt das Vereinigte Königreich in eine Rezession und reißt die USA und andere entwickelte Länder mit.
  11. Chinas Wirtschaft verzeichnet das langsamste Wachstum seit Jahrzehnten und das erschwert es, aus den USA und anderen wichtigen Ländern Waren zu importieren.
  12. Der US-Immobilienmarkt zeigt Anzeichen einer Abschwächung, wobei wichtige Märkte wie Kalifornien einen starken Rückgang der Zahl von Neubauten verzeichnen.
  13. Die Zahlungsausfälle bei Kreditkarten beginnen immer höher zu werden, was die Unfähigkeit der Verbraucher zeigt, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.
  14. Die Blase im Subprime-Kreditmarkt platzt.
  15. Die USA ziehen in den Krieg, egal warum und egal mit welchem Land.
  16. Ein irrtümlicher Tweet von Präsident Trump verstört die Wall Street und die Investoren.
  17. Ein durch Computeralgorithmen verursachter Flash-Crash führt zu einer erheblichen Verringerung der Liquidität und sorgt für eine schnelle Abwärtsbewegung an der Börse.
  18. Die Emotionen der Anleger (insbesondere der Day Trader) geraten außer Kontrolle. Die Trader verkaufen alles schlagartig.
  19. Die Arbeitslosenquote, die sich auf einem 49-Jahres-Tief befindet, beginnt zu steigen und signalisiert damit ein Ende der Spitzenbeschäftigung und die Möglichkeit einer sich abschwächenden Wirtschaft.
  20. Störungen in wichtigen Ölförderländern lassen den Ölpreis durch die Decke gehen oder sinken. Das könnte zu einem Öl-Schock oder zum Verlust von Arbeitsplätzen führen und die US-Wirtschaft negativ beeinflussen.
  21. Die US-BIP-Daten zeigen eine Verlangsamung des Wachstums, was wiederum die Erwartungen der Anleger gegenüber Aktien abkühlt und die Aktien nach unten drückt.
  22. Die Inflation liegt weit unter den Erwartungen, was darauf hindeutet, dass die Unternehmen wenig Preissetzungsmacht haben. Die Aussicht auf eine Deflation könnte verheerende Auswirkungen auf die Unternehmensgewinne haben und den Markt zum Fallen bringen.
  23. Die US-Schuldenobergrenze wird (wieder einmal) erreicht, aber die politische Kluft im Kongress wird zu groß, als dass der Gesetzgeber sie überwinden könnte, sodass die Blockade der Regierung, der Shutdown, monatelang andauern kann.
  24. Die europäische Schuldenkrise 2.0 bricht aus, wobei Länder wie Italien nicht in der Lage sind, sich aus den in Jahren der unbekümmerten Kreditaufnahme angesammelten Schulden herauszuarbeiten.
  25. Ein weltbekannter Starinvestor wie Warren Buffett stimmt in den Chor derer ein, die die Börse für überbewertet halten.

Mit anderen Worten, es mangelt nicht an Gründen, warum der Aktienmarkt nach seinen jüngsten Allzeithöchstständen noch weiter fallen könnte. Aber es ist auch wichtig, dass die Investoren die drei Konstanten des Marktes erkennen.

Drei Börsenkonstanten, die du kennen musst

Die erste dieser drei Konstanten ist die Tatsache, dass wir nie im Voraus wissen werden, wann eine Korrektur stattfinden wird, wie lange sie andauern wird, wie steil sie in Bezug auf den prozentualen Rückgang sein wird oder letztlich, was sie überhaupt verursacht.

Oben habe ich 25 scheinbar logische Gründe aufgelistet, warum die Börse zusammenbrechen könnte. Jeder von ihnen ist in seinem eigenen Kontext bedeutend, doch es besteht auch eine gute Chance, dass die nächste Börsenkorrektur oder der nächste Crash aus einem ganz anderen Grund eintritt, der oben nicht genannt ist. Nenn es den „X-Faktor“ der Börse. Was auch immer es ist, Korrekturen erobern den Markt in der Regel im Sturm und sie werden selten im Voraus mit langfristiger Genauigkeit vorhergesagt.

Zweitens ist es für die Investoren wichtig zu verstehen, dass, obwohl wir nicht im Voraus wissen können, wie lange eine Korrektur dauern wird, die Daten zeigen, dass sie in der Regel häufiger kurz andauern als lang. Von den 36 Börsenkorrekturen seit 1950 im S&P 500 (ohne Berücksichtigung unserer neuesten Korrektur) haben 22 ihren Tiefpunkt in 104 Tagen oder weniger erreicht. Seit 1982 haben nur vier Korrekturen länger gedauert. Obwohl Korrekturen aus Sicht der Kursverluste unangenehm sind, sind sie ein normaler Teil des Marktzyklus und dauern selten so lange.

Drittens, und vielleicht der wichtigste Grund: Anleger, die langfristig dabeibeiben, haben in vielen Fällen keine wirklichen Probleme mit Korrekturen. Trotz 36 Korrekturen im S&P 500 in den letzten 68 Jahren wurde jeder einzelne Rückgang durch eine Hausse-Rallye wieder wettgemacht. Das zeigt, dass die wichtigsten Variablen für den Erfolg einer Investition Geduld und Zeit sind. Wenn sich die Geschichte so fortsetzt, wird auch diese Korrektur irgendwann in der Zukunft durch eine Hausse-Rallye aufgehoben.

Mit anderen Worten, hör auf, dir so viel Sorgen um kurzfristige Volatilität und „was wäre, wenn“ zu machen und denk darüber nach, in welche großartigen Unternehmen du vielleicht günstig einsteigen kannst, die dir auf lange Sicht Gewinne liefern werden.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einem Tochterunternehmen von Amazon, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und am 05.11.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt Aktien (A-Aktien), Alphabet (C-Aktien), Amazon, Facebook und Netflix. The Motley Fool hat folgende Optionen: Short November 2018 $155 Calls auf Facebook und Long November 2018 $135 Calls auf Facebook.

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