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Warum Apple zu einem großen Hindernis für das Wachstum von Facebook wird

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Auf der Telefonkonferenz von Facebook (WKN:A1JWVX) zum dritten Quartal, legte CEO Mark Zuckerberg dar, wo die Zukunft des Social-Network-Riesen liegt: in Videos, Messaging und Stories. Insbesondere Messaging ist für Facebook von wesentlicher Bedeutung, da die beiden primären Messaging-Plattformen Messenger und WhatsApp jeweils weit über 1 Mrd. monatlich aktive Nutzer (MAUs) verfügen. Nach letzter Zählung hatte Messenger 1,3 Mrd. MAUs, während WhatsApp mehr als 1,5 Mrd. hatte.

Anders ausgedrückt: Zwei von vier Milliardenplattformen von Facebook sind Messaging-Dienste. Facebook hat nun die Aufgabe, all diese die Nutzer zu monetarisieren. Etwas unerwartet hat sich Apple (WKN:865985) als Haupthindernis für die Wachstumsziele von Facebook erwiesen.

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Apple ist Facebooks „mit Abstand größter Konkurrent“ im Bereich Messaging

Allgemein gebietet es die Höflichkeit, einen Rivalen im Rahmen von Telefonkonferenzen nicht namentlich zu nennen, aber Zuckerberg hatte keine Bedenken, Apple direkt als „größten Konkurrenten“ von Facebook im Messaging-Bereich zu bezeichnen:

„In den meisten Ländern sind wir führend, aber unser mit Abstand größter Wettbewerber ist iMessage. In wichtigen Ländern wie den USA, wo das iPhone stark ist, nutzt Apple iMessage als Standard-SMS-App und liegt damit immer noch vorne. In Ländern, in denen es wie in weiten Teilen Europas mehr Wettbewerb zwischen iOS und Android gibt, bevorzugen die Menschen unsere Dienste. Es ist erwähnenswert, dass einer der Hauptgründe, warum Menschen unsere Dienste bevorzugen – insbesondere WhatsApp – in deren stärkeren Richtlinien im Hinblick auf den Datenschutz liegt.“

Zuckerbergs Kommentar zum Datenschutz klingt angesichts der jüngsten Skandale des Unternehmens etwas hohl. Darüber hinaus hatten die Facebook-Führungskräfte, obwohl sie sich öffentlich für die Datenschutzvorteile der Verschlüsselung ausgesprochen hatten, WhatsApp Berichten zufolge privat unter Druck gesetzt, seine Verschlüsselung zu schwächen, um die Datenerfassungsfunktionen zu stärken. Dieser Konflikt gipfelte schließlich in Jan Koums Rücktritt als WhatsApp-CEO in diesem Jahr. Messenger wurde standardmäßig nie verschlüsselt, obwohl es sich um eine Option handelt, die manuell aktiviert werden kann. Facebook beginnt inzwischen auch damit, die Zahl der Anzeigen auf der Messenger-Plattform hochzufahren.

Im Gegensatz dazu hat sich Apple in den letzten Jahren als Vorreiter für den Schutz der Privatsphäre der Nutzer positioniert und dabei immer wieder darauf hingewiesen, dass alle iMessage-Gespräche verschlüsselt sind. iMessage wurde erstmals 2012 auf den Markt gebracht und bietet den Nutzern eine integrierte Alternative zu herkömmlichem SMS, die sicherer ist. Apple hat den Dienst in den letzten Jahren zu einer vertrauenswürdigen Plattform gemacht und Funktionen wie Zahlungen, Sticker und App-Erweiterungen hinzugefügt. Apple hat im vergangenen Jahr sogar den Business Chat gestartet und bedroht damit direkt die Hoffnungen von Facebook, seine Messaging-Dienste zu monetarisieren.

Auch wenn iMessage und WhatsApp in Bezug auf Verschlüsselung und Sicherheit technisch vergleichbar sind, hat Apple den Schwerpunkt bei seiner Marke auf den Datenschutz gelegt, während Facebook immer wieder beweist, dass man dem Unternehmen im Hinblick auf Nutzerdaten nicht vertrauen kann.

Blick über die Grenzen der USA hinaus

Facebook hat noch nie eine geografische Aufschlüsselung seiner Messenger- oder WhatsApp-Nutzerstämme vorgenommen, obwohl es allgemein bekannt ist, dass WhatsApp in vielen Schwellenländern unglaublich beliebt ist. Zuckerbergs Kommentare sind die direkteste Bestätigung dafür, dass keiner der Messaging-Dienste von Facebook auf dem wichtigen US-Markt dominiert, wo das Unternehmen die stärkste Monetarisierung genießt.

Umgekehrt bedeutet das auch, dass die relative Stärke oder Schwäche von Facebook im Messaging nicht zuletzt von der Position von Apple in verschiedenen Smartphone-Märkten abhängt. Obwohl Apple in den USA stark ist, ist die gute Nachricht für Facebook, dass fast jeder andere Smartphone-Markt auf der Erde „mehr Konkurrenz zwischen iOS und Android“ hat, sodass für das Unternehmen noch einige Möglichkeiten im Messaging schlummern.

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Dieser Artikel wurde von Evan Niu auf Englisch verfasst und am 31.10.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt Aktien von Apple und Facebook. The Motley Fool hat folgende Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple, Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple, Short November 2018 $155 Calls auf Facebook und Long November 2018 $135 Put auf Facebook.

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