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Die 3 besten Marihuana-Aktien im Oktober

Es war ein wirklich bahnbrechendes Jahr für die Marihuana-Industrie und kürzlich erreichte es einen neuen Meilenstein mit der Legalisierung von Freizeit-Cannabis in Kanada. Nach neun Jahrzehnten des Verbots scheint Kanadas legale Cannabis-Industrie bereit zu sein, die Früchte dieser Entwicklung zu ernten, was Milliarden von Dollar an zusätzlichen Jahresumsätzen einbringen könnte.

Allerdings konnten die Marihuana-Aktien der Euphorie im Oktober einfach nicht gerecht werden. Obwohl der Graskonsum vor etwas mehr als zwei Wochen legalisiert wurde, mussten die meisten Pot-Aktien im vergangenen Monat dicke Verluste hinnehmen. Ein Überblick über die 33 größten und/oder beliebtesten Marihuana-Aktien zeigte nur drei, die den Monat im Plus beendeten. Unterdessen gingen 27 der 33 mit einem zweistelligen Prozentsatz zurück, 19 verloren mindestens 20 % ihres Wertes. Dafür haben wir in der Investmentbranche ein Wort: „Igitt!“

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Die besten Pot-Aktien im Oktober

Aber wie bereits erwähnt gab es drei Aushängeschilder, die ihre Konkurrenz weit hinter sich gelassen haben. Lass uns einen genaueren Blick auf die besten Marihuana-Aktien im Oktober werfen.

MedMen Enterprises: Steigerung um 29,2 %

Wenn man die besten Marihuana-Aktien des letzten Monats unter einen gemeinsamen Nenner bringen wollte, würde es um das Thema „Übernahmen“ gehen. Die Unternehmen, die im Oktober bahnbrechende Übernahmen angekündigt haben, tendierten dazu, sich besser zu entwickeln als ihre Konkurrenten.

Die führende Marihuana-Aktie im Oktober war der Einzelhändler und Züchter MedMen Enterprises (WKN:A2JM6N) mit einem Plus von etwas mehr als 29 %. MedMen kündigte einen Aktien-Deal an, um Mitte Oktober die privat gehaltene Gesellschaft PharmaCann für 682 Mio. US-Dollar zu kaufen – der größte Cannabis-Deal in den USA in der Geschichte.

Die Logik des Geschäfts ist einfach. MedMen will seine physische Präsenz in den legalen US-Märkten ausbauen, ergo erwirbt man PharmaCann und erhöht die Anzahl der lizenzierten Einzelhandelsstandorte um 18, expandiert hierdurch um acht Anbaueinrichtungen und verdoppelt die Anzahl der Staaten, in denen das Unternehmen tätig sein wird, auf ein Dutzend. Zur Erinnerung: Der zwischenstaatliche Transport von Cannabis ist in den USA nicht legal, daher sind Anbaueinrichtungen in Staaten, in denen Einzelhandelsgeschäfte betrieben werden, erforderlich. Die Übernahme von PharmaCann trägt dazu bei, ein vertikal integriertes Einzelhandelsunternehmen in den Vereinigten Staaten zu werden.

MedMen verzeichnete auch im vierten Quartal und im Gesamtjahr ein sehr starkes Umsatzwachstum. Mit 13 Filialen, die bis zum Ende des Geschäftsjahres in Betrieb waren, erzielte MedMen einen Umsatz von 39,8 Mio. US-Dollar, was einer Steigerung von fast 1.400 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Dennoch möchte ich die Investoren warnen, da MedMen eine sehr riskante Wette ist, weil das Unternehmen viel Geld ausgeben muss, um seine physische Präsenz in den Vereinigten Staaten zu erhöhen. Das sollte zu jahrelangen anhaltenden Verlusten führen – der operative Verlust vor Einmaleffekten betrug im Geschäftsjahr 2018 112,3 Mio. US-Dollar. Zusätzlich besteht die Notwendigkeit, die Aktienwerte der bestehenden Aktionäre regelmäßig durch Kaufangebote zur Kapitalbeschaffung zu verwässern.

MariMed: Plus 18,9 %

Überraschung! Unter den Top 3 findet sich auch MariMed (WKN:A2DRQF), wieder einmal. Die Marihuana-Aktie mit der besten Performance im zweiten Quartal (die allerdings noch bei Weitem nicht das erreicht, was ich an Gewinn sehen möchte) verzeichnete im Oktober den zweitbesten Zuwachs von knapp 19 %. Warum, fragst du? Eine Übernahme in den letzten Monaten scheint für den Großteil des Schubs gesorgt zu haben.

MariMed, das sich als „multistaatliche Cannabis-Organisation“ bezeichnet, „die Cannabis-Anlagen und Markenproduktlinien entwickelt, besitzt und verwaltet“, gab am 29. Oktober bekannt, dass das Unternehmen die Übernahme der BSC-Gruppe in New Jersey abgeschlossen hat. Als Lizenz- und Beratungsunternehmen könnte die BSC Group ein wichtiges Rad im Getriebe sein, sollte New Jersey mit einer Initiative für den Freizeitkonsum im Bundesstaat vorankommen. Ganz zu schweigen davon, dass die Mitarbeiter der BSC-Gruppe MariMed dabei unterstützen könnten, ihre Bemühungen und ihre Markenbildung in anderen Märkten zu verstärken.

MariMed scheint auch etwas Rückendeckung von einer angekündigten Investition in Sprout erhalten zu haben, ein Software-Unternehmen für Kundenbeziehungsmanagement und Marketing, das sich an Apotheken und Cannabis-Marken richtet. Die Investoren sind eindeutig zufrieden mit dem anorganischen Wachstumsansatz des Unternehmens und den potenziell vielfältigen Ertragsquellen, die sich daraus ergeben.

Aber wie auch bei MedMen ein Wort der Warnung: hierbei handelt es sich um eine relativ selten gehandelte, außerbörslich gelistete Pot-Aktie, die heute eine Marktkapitalisierung von 870 Mio. US-Dollar aufweist, obwohl sie nur wenige Millionen US-Dollar Jahresumsatz generiert. Das Unternehmen wird wahrscheinlich auch in naher Zukunft Geld verlieren, was es meiner Meinung nach noch riskanter macht als MedMen.

Origin House: Steigerung um 3,9 %

Schließlich schiebt sich auch noch Origin House (WKN:A2DH0P) mit einem Anstieg von fast 4 % im Oktober gerade so ins Plus. Wenn der Name noch ungewohnt klingt, liegt das daran, dass es sich um ein neu benanntes Unternehmen handelt, das früher als CannaRoyalty bekannt war.

Origin House hatte einen sehr ruhigen Monat im Vergleich zu MedMen und MariMed, aber es schloss die wichtige Übernahme von RVR Distribution für 70.000 Class-A-Aktien oder 7 Mio. Stammaktien ab (jede Class-A-Aktie entspricht 100 Stammaktien).

Origin House will in Kalifornien so viel Marktanteil wie möglich im Vertrieb auf sich vereinen und RVR hat im Jahr 2017 25,3 Mio. US-Dollar an vertriebsbezogenen Einnahmen generiert. Zusammen mit seinem anderen eigenen Vertriebspartner, Alta Supply, hat Origin House im Jahr 2017 einen Umsatz von fast 32 Mio. US-Dollar zusammengebracht. Da die kalifornische Cannabis-Industrie reift und neue Apotheken lizenziert werden, wird die Bedeutung der Tatsache, dass nur wenige Händler lizenziert sind, wirklich in den Fokus rücken und Origin House die Möglichkeit geben, zu glänzen.

Im Gegensatz zu MedMen und MariMed, die keine Pot-Aktien sind, die mich persönlich besonders kümmern, fällt mir Origin House positiv auf. Natürlich wird Geduld eine Tugend sein, die man bei diesem – wie bei jedem – Marihuana-Investment aufbringen muss. Es wird Zeit brauchen, bis die Industrie reif ist und Angebot und Nachfrage in Kalifornien geklärt sind, was bedeutet, dass es auf dem Weg dorthin viele Stolpersteine geben wird. Doch trotz dieser Warnung könnte Origin House im Golden State eine glänzende Zukunft bevorstehen.

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Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und am 01.11.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool empfiehlt Origin House.

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