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Deutsche-Telekom-Aktie vor den Q3-Zahlen: Die guten Nachrichten häufen sich

Foto: The Motley Fool, Matt Koppenheffer

Ja, die Deutsche Telekom (WKN:555750) schafft es längst nicht immer, ihre Aktionäre glücklich zu machen. Oft stolpert sie von einer Baustelle zur nächsten. Im Moment scheint sie jedoch einen guten Lauf zu haben, aber das spiegelt sich im Aktienkurs möglicherweise nur zum Teil wider.

Die Telekom mit Sand im Getriebe

Schon in der Vergangenheit hat die Telekom offenbar einige Sachen richtig gemacht. Beispielsweise wurde vor drei Jahren deutlich, dass sie an ihrem großen spanischen Konkurrenten Telefónica (WKN:850775) vorbeiziehen und somit wieder der größte europäische Telko-Konzern sein würde. Mit gezielten Investitionen in neue Produkte gelang es ihr, sich relevant zu halten. Immerhin konnten damit die Niederungen einstelliger Kurse verlassen werden. Es war allerdings nicht genug, um der Aktie nachhaltigen Auftrieb zu verleihen.

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Neben den Erfolgen gab es nämlich auch jede Menge Rückschläge. Der britische Deal mit der BT Group (WKN:794796) ging zunächst ziemlich in die Hose. Die Bonner mussten milliardenschwere Abschreibungen vornehmen. Außerdem wollte die Sorgensparte T-Systems einfach nicht richtig auf die Beine kommen und einige Auslandstöchter schwächelten ebenfalls bedenklich. Gleichzeitig zwingt die harte Konkurrenz durch Kabelnetzbetreiber zu erhöhten Investitionen.

Der Blick in den Rückspiegel ist also deutlich getrübt. Uns Anleger interessieren aber natürlich viel mehr die Aussichten, gerade jetzt vor den Zahlen zum dritten Quartal. Dort sieht es immer rosiger aus.

Jede Menge positive Nachrichten

Die Probleme bei T-Systems wurden vom neuen Chef Adel Al-Saleh konsequent identifiziert, sodass dort schon bald wieder freundlichere Margen zu erwarten sind. Außerdem sollte es gelingen, mit Themen wie Cloud, IT-Sicherheit und Internet der Dinge neues Wachstum zu generieren. Dort ist der Konzern sehr stark aufgestellt, kann seinen Heimvorteil ausspielen und ist gut mit zentralen Partnern wie Microsoft (WKN:870747) oder SAP (WKN:716460) vernetzt.

Erfolgversprechend ist auch die Entwicklung in Österreich, wo man sich durch den Zukauf von UPC verstärkt hat. Nun kann das Duo im Nachbarland ähnliche Komplettpakete anbieten wie in Deutschland und damit sicherlich auch konzerninterne Synergien schöpfen.

Grenzüberschreitende Vorteile ergeben sich auch aus der Umstellung der Telefonnetze von ISDN auf All-IP, die in Deutschland in diesen Tagen weitgehend abgeschlossen wird. Stark sinkende Betriebs- und Wartungskosten gehen dabei einher mit neuen Geschäftsmöglichkeiten. Die Zuverlässigkeit des Telefonanschlusses kann dann mit dem Komfort einer multimedialen Messenger-Software kombiniert werden.

Erfreuliches ist auch aus England zu hören. Am 1. November wurden gute Zahlen gemeldet und der Ausblick angehoben. Entsprechend zieht die arg geschundene Aktie der BT Group endlich wieder an. Zwar sind Hochs wie früher noch weit entfernt, aber ein Anfang scheint gemacht. Zukünftig kann die Telekom daher wieder mit positiven Erträgen rechnen, die über den Kanal wachsen.

Hinzu kommt, dass es in den USA weiterhin ausgezeichnet läuft. T-Mobile US (WKN:A1T7LU) konnte ebenfalls die Jahresprognose anheben. Das i-Tüpfelchen wäre dort natürlich, wenn der Deal mit Sprint durch die Instanzen ginge. Dazu hört man Unterschiedliches und der Prozess dürfte sich noch einige Monate hinziehen. Zunächst ist jedoch erfreulich, dass die lange Erfolgssträhne weiterhin hält.

Noch vor den Zahlen kaufen?

Also für mich spricht derzeit einiges für die T-Aktie und ich erwarte eine sehr positiv gestimmte Präsentation der Quartalszahlen am 8. November. Die Frage ist dann, ob die Pluspunkte bereits im Kurs verarbeitet wurden oder ob der Markt erst noch die offizielle Bestätigung braucht. Immerhin hat sich der Kurs während der Turbulenzen der letzten Wochen ja gut behauptet.

Insgesamt denke ich, dass man guten Gewissens bereits heute kaufen kann, wenn man sowieso plant, in die Telekom-Aktie zu investieren. Die Wahrscheinlichkeit für eine negative Überraschung ist angesichts der vielen positiven Trends gering.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. Teresa Kersten arbeitet für LinkedIn und sitzt im Vorstand von The Motley Fool. LinkedIn gehört zu Microsoft. The Motley Fool empfiehlt T-Mobile US.

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