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3 große Überraschungen aus dem dritten Quartalsbericht von Tesla

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Tesla (WKN:A1CX3T) überraschte die Investoren am vergangenen Mittwoch mit einem massiven Gewinn von 312 Mio. US-Dollar im dritten Quartal. Das war erst das dritte Mal in der Unternehmensgeschichte, dass das Unternehmen einen Quartalsgewinn nach GAAP erwirtschaftet und einen neuen Gewinnrekord aufgestellt hat.

Allerdings war die bloße Tatsache, dass der Elektroautopionier profitabel wurde, nicht besonders schockierend. Obwohl die Analysten im Durchschnitt mit einem kleinen Verlust gerechnet hatten, hatte Tesla zuvor prognostiziert, dass das Unternehmen im Quartal profitabel sein würde. Dennoch gab es im Quartalsbericht viele Überraschungen. Hier sind drei große davon.

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Model 3: Bruttomarge übertrifft Erwartungen

Vor drei Monaten meldete Tesla, dass die Rohertragsmarge des Model 3 im zweiten Quartal „leicht positiv“ war. Damals schätzte das Unternehmen, dass sich die Bruttomarge des Model 3 auf rund 15 % im dritten Quartal und rund 20 % im vierten Quartal verbessern wird. Man ist dabei auf dem Weg zu einem langfristigen Ziel von 25 %.

Tesla begann im letzten Quartal mit der Lieferung teurerer Allradversionen des Model 3. Außerdem wurde die Produktionsrate erhöht. Diese beiden Faktoren unterstützten eindeutig eine deutliche Verbesserung der Bruttomarge. Angesichts der Tatsache, dass der Model-3-Mix im Laufe der Zeit zu günstigeren Versionen tendieren wird, war es jedoch schwierig auszumachen, wie Tesla seine Zielmarge erreichen will — sogar wenn man weitere Kostensenkungen in der Fertigung mitberücksichtigt.

Tesla hat diese Bedenken jedoch zumindest teilweise ausgeräumt, indem das Unternehmen eine Bruttomarge von über 20 % für das Model 3 ausgewiesen hat. Dies hat das Unternehmen in die Lage versetzt, sein langfristiges Margenziel für sein neuestes Fahrzeug zu erreichen. Die überdurchschnittliche Margenentwicklung war besonders bemerkenswert, da das Unternehmen die Prognosen wiederholt verfehlt hatte.

Tesla wird noch erhebliche Kostensenkungen erreichen müssen, um die Einführung günstigerer Model-3-Versionen zu ermöglichen, aber das langfristige Rohertragsziel von 25 % sieht jetzt viel plausibler aus als noch vor einer Woche.

Rückgang der Betriebskosten

Die unerwartet hohe Bruttomarge für das Model 3 war der wichtigste Faktor für die unerwartet guten Ergebnisse. Auch eine starke Kontrolle der Betriebskosten tat ihr Übriges.

Im zweiten Quartal stiegen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) im Vergleich zum Vorjahr um weniger als 5 %, während die Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeinen Kosten (SG&A) um 40 % gegenüber dem Vorjahr und um 9 % sequentiell stiegen. In Anbetracht der Tatsache, dass sich die Fahrzeugauslieferungen im dritten Quartal im Vergleich zu Q2 verdoppelt haben, wäre es logisch gewesen, einen weiteren großen Anstieg der SG&A-Kosten zu erwarten.

Stattdessen sanken die SG&A-Kosten gegenüber dem Vorquartal um 3 % auf 730 Mio. US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die SG&A-Kosten nur um 12 %. Tesla verzeichnete auch im Bereich Forschung und Entwicklung einen sequenziellen Rückgang von 9 % und einen Anstieg um nur 6 % gegenüber dem Vorjahr. Tesla führte die starke Performance auf die jüngsten Kostensenkungsmaßnahmen und auf die Tatsache, dass die meisten Entwicklungsarbeiten für das Model 3 bereits abgeschlossen waren, zurück.

Die Bruttomargenerhöhung mag der Hauptfaktor gewesen sein, um das Unternehmen im letzten Quartal in die Gewinnzone zu bringen, aber die Disziplin des Unternehmens bei den Ausgaben machte den Unterschied zwischen einem geringen Gewinn und einem hervorragenden Ergebnis aus.

Unglaublicher freier Cashflow

Schließlich war die Cashflow-Performance von Tesla noch beeindruckender als das Ergebnis. Der operative Cashflow stieg im dritten Quartal auf 1,4 Mrd. US-Dollar, nachdem er in den ersten beiden Quartalen des Jahres negativ gewesen ist. Zuvor hatte Tesla in einem Quartal noch nie mehr als rund 500 Mio. US-Dollar an operativem Cashflow erwirtschaftet.

TSLA Cash from Operations (Quarterly) Chart

Teslas operativer Cashflow(vierteljährlich). Daten von YCharts.

Der freie Cashflow erreichte im letzten Quartal 881 Mio. US-Dollar und lag damit deutlich über dem Nettogewinn. Ein Teil der Diskrepanz resultierte aus der aktienbasierten Vergütung in Höhe von 205 Mio. US-Dollar.

Der starke freie Cashflow von Tesla spiegelt jedoch in erster Linie die solide operative Performance wider. Das deutet darauf hin, dass der Gewinn nicht von einem Buchhaltungstrick kommt. Es bedeutet auch, dass Teslas Ziel, im vierten Quartal – und hoffentlich auch 2019 – profitabel zu bleiben, nah sein könnte.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla.

Dieser Artikel wurde von Adam Levine-Weinberg auf Englisch verfasst und am 29.10.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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