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Amazon veröffentliche Quartalsbericht: Starke Ergebnisse, moderater Ausblick

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Der Onlinehändler und Cloud-Computing-Veteran Amazon.com (WKN:906866) meldete nach Börsenschluss am Donnerstag seine Ergebnisse für das dritte Quartal. Das Unternehmen hat seine eigenen Prognoseziele auf breiter Front übertroffen, aber die zukunftsorientierte Prognose für das Weihnachtsquartal hätte ambitionierter ausfallen können. Die Amazon-Aktien fielen im nachbörslichen Handel sogar um 9,5 %, bevor sie sich am Ende der verlängerten Handelssitzung auf einen Rückgang von 8 % erholten.

Hier ist ein genauerer Blick auf die Ergebnisse von Amazon und die Ausblickzahlen für die Weihnachtszeit.

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Die Zahlen

Im dritten Quartal stieg der Nettoumsatz von Amazon im Vergleich zum Vorjahr um 30 % auf 56,6 Mrd. US-Dollar. Das operative Ergebnis vervielfachte sich und stieg von 347 Mio. US-Dollar auf 3,72 Mrd. US-Dollar. Unterm Strich stieg der Reingewinn um das 11-Fache auf 5,75 US-Dollar pro verwässerter Aktie, gegenüber 256 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum.

Die Prognose des Managements für das Quartal hatte einen Umsatz von rund 55,8 Mrd. US-Dollar und ein Betriebsergebnis in der Größenordnung von 1,9 Mrd. US-Dollar vorgesehen.

Der Handelsumsatz in Nordamerika stieg um 35 % auf 34,3 Mrd. US-Dollar. Der internationale E-Commerce verzeichnete einen Umsatzanstieg von 13 % und lag bei 15,5 Mrd. US-Dollar. Die Cloud-Computing-Services unter dem Dach von Amazon Web Services (AWS) erzielten ein Umsatzwachstum von 46 % und einen Nettoumsatz von insgesamt 6,7 Mrd. US-Dollar. Das operative Ergebnis auf Segmentebene verteilt sich gleichmäßig auf den nordamerikanischen E-Commerce und AWS mit jeweils rund 2 Mrd. US-Dollar, während die internationale Sparte einen operativen Verlust von 385 Mio. US-Dollar verzeichnete.

Das erklärte langfristige Ziel von Amazon ist die „Optimierung der freien Cashflows“. Dabei beliefen sich die freien Cashflows des dritten Quartals auf 6,06 Mrd. US-Dollar und lagen damit 442 % über den 1,11 Mrd. US-Dollar des gleichen Zeitraums 2017.

Der Blick nach vorn

Für das nächste Quartal – die Weihnachtszeit, in der die Träume der Einzelhändler in Erfüllung gehen oder sich in Luft auflösen können – gab Amazon den folgenden Ausblick heraus:

  • Der Nettoumsatz sollte bei 69,5 Mrd. US-Dollar liegen, etwa 15 % über dem vierten Quartal 2017.
  • Das operative Ergebnis sollte mindestens auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums von 2,1 Mrd. US-Dollar liegen und könnte bis auf 3,6 Mrd. US-Dollar steigen.

Diese Zahlen beinhalten die steigenden Betriebskosten, die anfallen, wenn Amazon seinen Mindestlohn am 1. November auf 15 US-Dollar pro Stunde erhöht und 250.000 Mitarbeiter auf dem US-amerikanischen und britischen Markt zu diesen Konditionen beschäftigt. Die operativen Margen lagen im dritten Quartal bei 6,2 %, gegenüber 5,6 % im zweiten Quartalsbericht, und waren damit möglicherweise die stärksten in der Geschichte von Amazon. Das Erreichen des Mittelwertes der Zielvorgaben für das vierte Quartal würde diese Marge auf etwa 4,1 % drücken, was aber immer noch deutlich über der Marge von 3,5 % im Vorjahr läge.

Es sei darauf hingewiesen, dass ein Umsatzwachstum von 15 % gegenüber dem Vorjahr der niedrigste Wert auf dieser Linie seit Ende 2014 und eines der schlechtesten Ergebnisse der letzten zehn Jahre wäre. Wenn du also überrascht warst, als du gesehen hast, wie die Amazon-Aktien trotz eines respektablen Anstiegs der Ergebnisse des dritten Quartals einbrachen, liegt hier die Antwort – ein Umsatzwachstumsziel von 15 % für die Feiertage beeindruckt viele Amazon-Investoren nicht, besonders wenn es mit geringeren Gewinnmargen einhergeht.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon.

John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einem Tochterunternehmen von Amazon, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Anders Bylund auf Englisch verfasst und am 25.10.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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