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Verlorene Generation? Diese Herausforderungen meistern Millennials beim Thema Rente besser als ihre Vorgänger

Foto: Getty Images

Langsam aber sicher übernehmen die sogenannten Millennials das Zepter. Damit ist die Generation gemeint, die zwischen den frühen Achtzigerjahren des letzten Jahrhunderts und den Nullerjahren geboren wurde.

Diese Generation wird in den kommenden Jahrzehnten geschätzte 40 Billionen US-Dollar erben. Grund genug, um sich einmal genau anzuschauen, wie sich die jungen Leute von heute ihre Rente vorstellen und wie sie das Thema Geldanlage in Angriff nehmen.

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Da kommen die Resultate der Online-Umfrage, die im Auftrag des CFA Institute und der FINRA Investor Education Foundation durchgeführt wurde, gerade recht. Mehr als 2.800 Menschen in den USA wurden in dieser Umfrage zu ihrer Einstellung hinsichtlich Finanzen und Geldanlage befragt. Darunter befanden sich auch 1.814 Millennials.

Immer mit der Ruhe

Rente mit 30? Seriengründer? Denkste! Derartige finanzielle Ziele scheinen die Millennials nicht zu verfolgen.

40 % der Befragten wären schon zufrieden, wenn sie sich nicht im Hamsterrad verfangen und monatlich wenigstens einen kleinen Betrag zur Seite legen können. Beinahe ebenso viele möchten einfach nur ihre Rechnungen bezahlen können.

Diejenigen unter den Millennials, die sich bereits um ihre Rente bzw. Investitionen kümmern, möchten vor allem bequem leben, reisen und den Luxus genießen, sich im Notfall eine brandneue Waschmaschine leisten zu können.

Die Ziele dieser Generation klingen geradezu bescheiden. Der auffälligste Unterschied zu den zwei vorhergehenden Generationen: Der Hauskauf hat nicht mehr die oberste Priorität.

Freunde des Immobilieninvestments werden jetzt sicher schimpfen. Doch man darf nicht vergessen, dass viele der Millennials in der US-Immobilienkrise aufgewachsen sind. Diese Generation weiß sicher nur zu gut, welche Folgen ein Klumpenrisiko aus Stein und Beton haben kann.

Den uramerikanischen Gedanken, dass jeder US-Bürger doch eigentlich nur ein Millionär mit einem kurzzeitigen Engpass sei, scheint diese Generation nicht zu pflegen. Das finde ich ausgesprochen sympathisch. Vielleicht hat der gesunde Respekt vor unkalkulierbaren Risiken, so wie ihn Warren Buffett predigt, letztendlich doch auf die Jugend abgefärbt.

Willig, aber planlos

Die erste US-Generation, die weniger Mittel zur Verfügung hat als ihre Eltern? Vielleicht! Aber immerhin scheinen durchschnittlich vier von zehn Milliennials genug zu verdienen, um die Überschüsse auch anlegen zu können.

Jedenfalls theoretisch. Praktisch fühlen sich 39 % der Befragten ziemlich planlos im Finanzdschungel. Passend dazu planen auch nur ein Drittel der noch nicht investierten Befragten den Start einer Anlegerkarriere in den nächsten fünf Jahren.

Sofern sie doch schon damit gestartet sind, dann zu 70 % aufgrund von Gesprächen mit Eltern oder Familienmitgliedern. Ob die „weisen Alten“ im Zuge dessen dann gleich den Hauskauf empfehlen, hat die Studie leider nicht ergründet.

Die weit verbreitete Planlosigkeit finde ich überraschend. Im Zeitalter von Internet und Smartphone sollte für jeden etwas dabei sein. Ob Videos, Hörbücher oder Artikel von erfahrenen Finanzanalysten – es dürfte wohl keine Generation gegeben haben, der so viele Informationen mundgerecht dargeboten wurden. Die Ausrede „ich habe von nichts gewusst“ dürfte beim Thema Finanzen heutzutage eigentlich nicht mehr gelten.

Vorsichtig bis pessimistisch, mit Aussicht auf Erfolg

54 % der investierten Millennials haben kein hundertprozentiges Vertrauen in ihre finanziellen Entscheidungen. Manch einer wird sich jetzt sofort an das folgende Kultzitat aus der Sammlung Warren Buffetts erinnert fühlen: „Risiko entsteht, wenn man nicht weiß, was man tut.“

Dabei erachte ich die Selbstkritik der Millennials keineswegs als Renditegrab. Denn meiner Erfahrung nach kann zu viel Vertrauen in das eigene Wissen ebenfalls ein großes Risiko sein. Wenn ich bei jemandem im Auto sitze, der sich für den besten Fahrer der Welt hält, steige ich sofort aus und nehme den Bus.

80 % der Millennials, egal ob mit oder ohne Rentenplanung, sind nur vorsichtig optimistisch hinsichtlich ihrer Finanzen. Mit so einer Einstellung landet man vielleicht nicht auf dem Mars. Aber beim Thema Finanzen hat es meiner Meinung nach noch nie geschadet, die Erwartungen etwas in Grenzen zu halten.

Meine Generation macht Hoffnung

Rein technisch zähle ich auch zu den Millennials, obwohl ich mich niemals so bezeichnen würde. Jemand, der in den Nullerjahren geboren wurde, hat mit mir so viel zu tun wie Apple (WKN:865985) mit Chipotle Mexican Grill (WKN:A0ESP5).

Trotzdem bin ich insgesamt positiv von der Einstellung meines Jahrgangs zum Thema Finanzen überrascht. Ich weiß nicht, was ich erwartet hatte. Vielleicht eine Horde Hipster-Yuppies, die Mark Zuckerberg nacheifern? Oder frische Absolventen der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, die sich für die neuen Super-Daytrader halten?

Nein, offenbar wird vor allem vorsichtig taktiert und lieber einmal länger über das Thema Rente und Finanzen nachgedacht als nötig. Gewürzt mit einer gesunden Portion Pessimismus ergibt das aus meiner Sicht eine solide Grundlage für die Zukunft.

Klar, man könnte die Resultate der Befragung auch als „Investieren mit angezogener Handbremse“ interpretieren. Vielleicht wird diese Generation die Aktienmärkte nicht mit viel Risiko auf neue Höhen hochpeitschen. Aber vielleicht wird sie dafür mit einer inneren Zufriedenheit leben können, die meiner Meinung nach nur solchen Menschen zuteilwerden kann, die keine großen Ziele haben.

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Stefan besitzt Aktien von Apple. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple und Chipotle Mexican Grill. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple.

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