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ETF – smartes Anlagevehikel oder zu großes System- und Privatanleger-Risiko?

Es ist unbestreitbar, dass sich ETFs einer immer größer werdenden Beliebtheit erfreuen. Zu groß erscheinen für viele einfach die Vorzüge, doch dazu gleich mehr.

In letzter Zeit mehren sich jedoch zumindest gefühlt auch Stimmen, die sagen, dass in diesem passiven Anlageansatz große Risiken schlummern könnten. Sowohl für jeden einzelnen Investor als auch für das gesamte Finanz- und Börsensystem.

Lass uns daher mal schauen, ob ETFs ihrem einfachen und smarten Ruf noch gerecht werden oder ob man lieber Vorsicht walten lassen sollte.

ETF – einfach, transparent, fair?

Doch bevor wir den kritischen Stimmen etwas Gehör schenken, lass uns erst noch einmal resümieren, was für Vorteile das Investieren in ETFs mit sich bringt.

Zunächst wäre hier natürlich die Einfachheit zu betonen. Durch den passiven und breiten Investmentansatz müssen sich Anleger nicht um tiefe und breite Analysen scheren, sondern einfach einen Index aussuchen, durch den sie relativ risikoarm an den marktüblichen Renditen partizipieren können.

Zudem sind viele ETFs durchaus transparent. Wer vornehmlich auf passive Index-ETFs setzt, weiß im Grunde genommen genau, dass man je nach Index einen branchendiversifizierten Mix aus allen Index-Vertretern erhält.

Außerdem sind die Gebühren hier sehr fair. Dadurch, dass die Mittel mehr oder weniger automatisch in den passiven Fonds fließen, erlauben sich die Anbieter in der Regel lediglich einen Bruchteil der Gebühren, die ein Aktivfonds kostet. Manche ETFs werden sogar zu 0,0x % angeboten, was für viele Anleger natürlich durchaus reizvoll erscheint.

ETF – ein großes Risiko mit drei Buchstaben?

Und dennoch mehren sich, wie gesagt, auch kritische Stimmen. Zum einen setzen diese bei den Fondsverwaltern an. Gerade dadurch, dass ETFs so beliebt sind, erhalten diese immer mehr finanzielle Mittel – und durch ihre Investitionen auch mehr Macht über die Unternehmen, in die sie investieren.

Blackrock, der weltgrößte ETF-Anbieter, der inzwischen rund ein Drittel aller ETF-Volumina auf sich vereint, wird oftmals gar zu den einflussreichsten Unternehmen gezählt, die die Wirtschaftswelt in jüngerer Zeit hervorgebracht hat. Mit über 4 Billionen US-Dollar lässt sich schließlich auch so einiges bewegen.

Zum anderen stehen ETFs in der Kritik, da sie in finanziellen Abschwüngen für neue Dynamik sorgen könnten. Gerade der passive Ansatz könnte bei Kursstürzen für neue Verkaufsimpulse sorgen, wenn ein Vermögensverwalter aufgrund der Flucht aus ETFs ebenfalls zu Aktienverkäufen gezwungen ist.

Das birgt natürlich auch für Anleger gewisse Risiken. Zum einen, weil durch die Nichtbeschäftigung mit den Investitionen das Gespür für Märkte verloren gehen könnte. Individuelle Panik könnte für verheerende Resultate sorgen. Zumindest, wenn sich ein Anleger dem aufkommenden Verkaufsdruck beugt und ebenfalls das Handtuch wirft.

Und zu guter Letzt stehen ETFs auch noch aus privater Sicht in der Kritik, weil manche dieser Passivfonds aufgrund ihrer Struktur immer undurchsichtiger werden. Aktien werden teilweise – je nach Fonds-Struktur – in Tauschgeschäften verliehen. Für Privatanleger sei die Transparenz daher teilweise nicht immer gewährleistet.

Ganz schön starker Tobak, findest du nicht auch? Doch glücklicherweise brauchen wir uns als Privatinvestoren um so manchen Kritikpunkt eigentlich keine Gedanken zu machen. Zumindest nicht, wenn wir weiterhin ein bisschen Gehirnschmalz auch in diesen einfachen Investitionsansatz mit einfließen lassen.

Es liegt in unserer Hand

Denn auch wenn vieles an dieser Kritik berechtigt ist, haben wir zumindest die persönliche Komponente weiterhin in unserer Hand. Wer es folglich einfach hält und auf voll replizierende Index-ETFs setzt, wird sich um mangelnde Transparenz wenig Gedanken machen müssen.

Auch das Risiko des höheren Abschwungpotenzials sollte man als Foolisher Investor zur Kenntnis nehmen, aber nicht überbewerten. Wer nämlich weiß und verinnerlicht hat, dass Korrekturen zum Börsenleben dazugehören, dürfte auch beim passiven Ansatz keine unklugen, vorschnellen und vor allem teuren Entscheidungen treffen, wenn es hart auf hart kommt. Grundsätzlich spricht daher vieles dafür, dass man mit etwas Weitsicht die ebenso unbestreitbar vorhandenen Vorzüge der ETFs durchaus nutzen kann.

Und was die Macht von Blackrock und dergleichen anbelangt: Nun, hier sollten wir uns vergegenwärtigen, dass diese Unternehmen uns diese interessanten Möglichkeiten überhaupt erst kreiert haben und etwas dankbar dafür sein.

Und der Rest ist eher ein Thema für die Politik oder die Börsenaufsicht – nicht aber für uns kleine Privatanleger.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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