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Der Ölmarkt betritt gefährliches Terrain

Foto: Getty Images

Der Ölmarkt hat in den letzten Jahren eine erstaunliche Wendung hingelegt. Es ist noch nicht lange her, als der Preis für Rohöl ins Bodenlose fiel, da der Markt mehr Öl produzierte, als verbraucht werden konnte. Heute rufen die Leute: „Wir brauchen dringend mehr Öl“. Dies sagte jedenfalls Fatih Birol, Executive Director der International Energy Agency, vor zwei Wochen während eines Interviews mit Bloomberg.

Seiner Meinung nach betritt der Ölmarkt die “rote Zone”. Dies liegt daran, dass die Ölmenge aufgrund geringerer Fördermengen in Ländern wie Iran und Venezuela die Nachfrage nicht mehr decken kann. Wenn das passiert, könnte der Preis für Rohöl steigen und der immer fragiler werdenden Weltwirtschaft großen Schaden zufügen. Dadurch könnte die Nachfrage nach Rohöl einbrechen und zu Umsatzeinbußen für die Produzenten führen.

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Wie ist es so weit gekommen?

Der Ölpreis ist seit seinem Tiefststand 2016 in Höhe von 85 US-Dollar je Barrel extrem gestiegen. In dieser Zeit kletterte der Preis der Sorte Brent, welche als weltweiter Benchmark dient, um satte 210 %. Grund für den Preisanstieg ist, dass die Fördermenge gerade noch ausreicht, die Nachfrage zu decken. Davor wurde mehr Öl angeboten, als benötigt wurde, sodass die OPEC und andere großer Produzenten beschlossen hatten, ihre Fördermenge zu verringern.

Obwohl der Markt im Moment ausreichend mit Öl versorgt ist, könnte sich diese Situation ändern. Ein Faktor, der diese Sichtweise unterstützt, ist, dass die Fördermenge in Venezuela, welches in der OPEC die größten Ölreserven hat, drastisch sinkt. Der Output des südamerikanischen Landes fiel aufgrund der sich verschlechternden Wirtschaftskrise auf ein 30-Jahrestief. Es wird befürchtet, dass die Fördermenge sogar unter 1 Million Barrel pro Tag (BPD) fällt. Im Vergleich zu den 3 Millionen BPD im Jahre 2011 wird deutlich, wie groß der Einbruch ist.

Auch die Liefermengen aus dem Iran sinken im Vorfeld der neuen Sanktionen der USA, die im November einsetzen sollen. Letzten Monat fielen die Exporte um 11,5 % auf 1,7 Millionen BPD. Dies stellt laut einer Analyse durch S&P Global Platts die niedrigste Exportmenge seit zweieinhalb Jahren dar. Und laut S&P Global Platts könnte der Rückgang noch weitergehen und sich auf 800.000 BPD bis Ende nächstes Jahr einpegeln. Dies ist ein deutlicher Rückgang gegenüber den 2,9 Millionen BPD, die das Land im April exportierte.

Wo kann man noch Öl herbekommen?

Aufgrund dieser Probleme würde Birol es gern sehen, wenn die von Saudi Arabien geführte Koalition der Ölproduzenten ihre Fördermenge anhebt. Zwar erhöhte die Gruppe die Fördermenge im Juni um 1 Million BPD, aber die Kapazitäten würden noch 800.000 BPD mehr hergeben. Birol hätte gern mehr dieses Öls auf dem Markt, sodass es Ende des Jahres nicht zu einer Knappheit kommt.

Außerhalb der OPEC gibt es kein leicht verfügbares Öl, welches schnell angeboten werden könnte, um das Angebot zu stützen. Obwohl die Bohrunternehmen in den USA zügig neue Schieferquellen erschließen können, gibt es keine Infrastruktur, die das erhöhte Förderaufkommen zu den Nachfragern transportiert. Dies liegt zum Teil daran, dass die Pipelines im Permischen Becken ihre Kapazitätsgrenze erreichen. Zwar bauen Unternehmen wie Plains All American Pipeline (WKN:917437), Phillips 66 Partners (WKN:A1W27H) und Marathon Petroleum (WKN:A1JEXK) neue Pipelines so schnell wie sie können, aber die meisten werden erst Ende nächsten Jahres in Betrieb gehen. Plains All American erwartet, dass eines seiner Projekte kommenden Monat fertiggestellt wird.

Bis dahin leidet die Branche unter der fehlenden Exportkapazität, um die große Menge US-Öl ins Ausland zu verkaufen. Phillips 66 Partners und Marathon Petroleum bauen zusammen mit der neuen Ölpipeline aus dem Permischen Becken auch neue Exportkapazitäten. Diese werden aber erst Ende nächsten Jahres fertiggestellt. Da die neuen Exportkapazitäten nicht so bald zur Verfügung stehen, können die USA das Ölproblem der Welt nicht lösen. Die Kapazitätsgrenzen verhindern, dass die Branche von den steigenden Ölpreisen profitiert, da Brent in den USA mit einem Rabatt von 10 US-Dollar pro Barrel verkauft werden muss. Pro Tag kostet das die Branche 100 Millionen US-Dollar.

Halt dich fest

Die Situation auf dem Ölmarkt ist schnell von einem Überangebot zu einer Fast-Knappheit umgeschlagen, bei der die steigende Nachfrage kaum bedient werden kann. Daher wachsen die Sorgen, dass dem Markt das Öl ausgehen könnte, wenn die Produzenten nicht mehr pumpen. Die in den USA ansässigen Produzenten können keinen Beitrag leisten, da die Infrastruktur fehlt. Die OPEC ist somit die einzige Gruppe, die verhindern könnte, dass der Ölpreis auf 100 US-Dollar pro Barrel klettert. Es ist aber unklar, ob sie tatsächlich mehr fördert. Daher könnte dem Ölmarkt bis Jahresende eine volatile Zeit bevorstehen.

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The Motley Fool hält keine der erwähnten Aktien. Matthew DiLallo hält keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Matthew DiLallo auf Englisch verfasst und am 14.10.2018 auf fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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