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Ceconomy: Darum bleib ich der günstigen Value-Chance fern

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Die Aktie von Ceconomy (WKN: 725750) wurde innerhalb der letzten Quartale regelrecht verprügelt. Auch die jüngste Gewinnwarnung hat noch einmal Öl ins Feuer gegossen. Allerdings beläuft sich bei einem derzeitigen Kursniveau von 4,77 Euro das Minus der vergangenen zwölf Monate bereits auf 55 %.

Und obwohl derartige Abverkäufe quasi nach einer Value-Chance schreien, werde ich der Aktie des Saturn-und-Media-Markt-Konzerns weiterhin fern bleiben. Im Folgenden erfährst du, warum.

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Eine günstige Bewertung ist nicht alles

Doch bevor wir uns näher mit den Gründen auseinandersetzen, lass uns noch einen schnellen Blick auf die aktuelle Bewertung riskieren, damit du auch weißt, von welcher potenziell reizvollen Gelegenheit wir hier überhaupt sprechen.

Ich habe die Bewertung bereits in einem anderen Artikel thematisiert, hier daher noch einmal das Wesentliche:

Bei dem derzeitigen Kursniveau wird die Ceconomy-Aktie gegenwärtig mit dem 0,1fachen der Umsätze und dem Fünffachen der aktuellen Ergebnisse bewertet. Doch, wie gesagt, es spricht so manches dafür, dass hier die aktuelle Talsohle noch lange nicht durchschritten sein muss.

Grund Nr. 1: Der Onlinehandel trifft den Elektronikhandel heftig

Ein erster Grund für weiterhin reichlich Skepsis liegt im Geschäftsmodell von Ceconomy selbst begründet. Als vornehmlich stationärer Elektrogroßhändler ist der Konzern maßgeblich dem Trend ausgesetzt, dass Klein-, Groß- und Unterhaltungselektronik vermehrt online bestellt wird.

Wie ich bei meinen Recherchen herausgefunden habe, werden heute schon zwischen 28 % (Großelektronik) und 36 % (Unterhaltungselektronik) über den Onlinehandel bestellt. Das ist natürlich ein relativ großer Anteil des gesamten Marktkuchens, der Ceconomy mit seinen vorwiegend stationären Läden spürbar in der Kasse fehlt.

Da der E-Commerce-Bereich vermutlich auch weiterhin rasant wachsen wird und scheinbar ganz wesentlich im Elektrohandelsbereich Fuß fasst, ist das ein eher ungünstiges Szenario für Ceconomy.

Grund Nr. 2: Ceconomy hat es schwer im Onlinehandel

Man könnte natürlich anführen, dass auch Ceconomy seine Saturn- und Media-Märkte vermehrt auf das Onlinegeschäft trimmen sollte. Allerdings wird das mit Sicherheit kein einfacher Schritt für diesen doch sehr eigensinnigen Elektrohändler.

Wie das Handelsblatt nämlich neulich erst reflektierte, sind die Filialen der beiden Unternehmen relativ autark. Das heißt, Geschäftsführer einzelner Läden können im Grunde genommen für sich entscheiden, was zu welchem Preis angeboten wird. Das macht es daher deutlich schwerer, einen einheitlichen und geordneten Internetauftritt zu organisieren – der zudem auch den größeren und inzwischen etablierten E-Commerce-Giganten ernsthaft Konkurrenz machen könnte.

Konkurrenz ist natürlich ebenfalls ein Thema, was man hier auf dem Schirm haben sollte. Nicht nur die strukturelle Komponente der uneinheitlichen Waren- und Preisgestaltung aufgrund der hohen Filialautonomie erschwert es Ceconomy hier Fuß zu fassen. Generell ist Ceconomy auch zeitlich gesehen sehr spät dran, hier noch einen Fuß in die lukrative Tür zu bekommen.

Bei Ceconomy gibt es wenig Sicht auf Besserung

Wenn du mich fragst, wirkt es daher derzeit so, dass es bei Ceconomy wenig Hoffnung auf Besserung gibt. Der E-Commerce luchst dem stationären Einzel(Elektronik)handel immer mehr Anteile ab. Aufgrund seiner sehr individuellen Geschäftsausrichtung wird es schwer, hier einen Teil vom Kuchen abzubekommen.

Selbst wenn Ceconomy daher im Moment günstig bewertet scheint, könnte günstig hier noch nicht preiswert genug sein. Der Megatrend arbeitet quasi gegen Ceconomy – und in einer solchen Aktie möchte ich zumindest nicht investiert sein.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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