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Aurora Cannabis vs. Auxly Cannabis – welche ist die bessere Marihuana-Aktie?

Foto: Getty Images.

Zumindest in zwei Belangen sind Aurora Cannabis (WKN:A12GS7) und Auxly Cannabis (WKN:A2JNSX) eigentlich nicht miteinander vergleichbar. Einmal in Sachen Marktkapitalisierung: die von Aurora ist fast 18 Mal größer als die von Auxly. Und zweitens die Aktienperformance: Bislang stieg Aurora in diesem Jahr fast 38 %, während Auxly 33 % abgerutscht ist.

Aber Marktkapitalisierung und Performance von vor einiger Zeit sind ja nicht die Schlüsselfaktoren, die darüber Aufschluss geben, welche der beiden Aktien auch in Zukunft die bessere Performance liefern wird. Stellen wir Aurora Cannabis und Auxly Cannabis doch mal in wirklich wichtigen Bereichen gegenüber.

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Was für Aurora Cannabis spricht

Aurora Cannabis bereitet sich seit geraumer Zeit auf die Öffnung des kanadischen Marktes für Cannabis zur Freizeitverwendung vor. Das Unternehmen ist auf großer Einkaufstour gewesen und hat mehrere kleine – und auch große – Marihuana-Produzenten erworben. Diese Deals sowie eigene Expansionsprojekte haben Aurora auf den Weg gebracht, bis Mitte 2019 eine jährliche Produktionskapazität von 150.000 Kilogramm und in Zukunft mehr als 500.000 Kilogramm zu erreichen.

Das Unternehmen sollte in guter Verfassung sein, um den Markt für Cannabis zur Freizeitgestaltung in Kanada zu bedienen. Aurora hat, wie CEO Terry Booth sagte, „Lieferverträge von Küste zu Küste“ mit kanadischen Provinzen abgeschlossen. Darüber hinaus hält Aurora eine Beteiligung an Alcanna und arbeitet mit dem großen Spirituosenhändler zusammen, um in ganz Kanada Einzelhandelsgeschäfte unter der Marke Aurora zu eröffnen.

Eventuell wird Aurora auch ein wichtiger Akteur im Bereich mit Cannabis versetzter Getränke. Kanada hat noch keine Vorschriften für die Legalisierung von Cannabis-Verzehrprodukten (darunter fallen auch Getränke) erlassen. Allerdings hat Aurora bereits das Interesse großer Getränkeunternehmen als potenzieller Partner bei der Entwicklung von mit Cannabis angereicherten Getränken geweckt, darunter Berichten zufolge auch Coca-Cola.

Aurora sollte außerhalb Kanadas, insbesondere in Europa, noch größere Wachstumsaussichten haben. Das Unternehmen hat bereits eine solide Präsenz in Deutschland – dem größten Cannabis-Markt außerhalb der USA und Kanada. Aurora hat zudem europäische Niederlassungen in Dänemark und Italien. Das Unternehmen ist derweil auch auf anderen internationalen Märkten tätig, die sich Cannabis zur medizinischen Verwendung widmen, darunter Australien, die Cayman Islands, Kolumbien und Malta.

Während Aurora Cannabis sein Geschäft sowohl im Inland als auch weltweit aufbaut, wird die Aktie auch für große Gruppen von Investoren leichter zugänglich werden. Aurora hat kürzlich einen Antrag auf Notierung er Aktien an der New York Stock Exchange (NYSE) gestellt. Man geht davon aus, dass die Aktie bis Ende Oktober unter dem Tickersymbol „ACB“ am NYSE gehandelt wird.

Was für die Auxly Cannabis Group spricht

Auch die Auxly Cannabis Group war nicht untätig. Wie Aurora hat auch Auxly mehrere Akquisitionen abgeschlossen. Das Unternehmen hat aber auch mehrere Streaming-Deals abgeschlossen, bei denen man Partnern im Voraus Kapital für einen Teil der zukünftigen Cannabiserträge, der Einnahmen und/oder Beteiligungen bereitstellte.

Ein Vorteil der vielen Deals von Auxly ist, dass diese dem Unternehmen eine beneidenswerte vertikale Integration in der gesamten Cannabis-Branche ermöglichen. Auxly ist in den Bereichen Upstream (Anbau), Midstream (Produktion und Verarbeitung) sowie Downstream-(Vertrieb und Einzelhandel) tätig.

Und während die Marktkapitalisierung von Auxly relativ klein ist, ist die Produktionskapazität alles andere als zu vernachlässigen. Dank des Netzwerks von Streaming-Partnern und Akquisitionen erwartet Auxly eine jährliche Kapazität von weit über 150.000 Kilogramm und ist damit nach internen Schätzungen des Unternehmens die Nummer 4 unter den kanadischen Marihuana-Produzenten.

Auxly ist nicht nur auf den kanadischen Markt ausgerichtet. Man ist dabei, eine 80 %ige Beteiligung am Cannabis-Hersteller Inverell aus Uruguay zu erwerben. Das Unternehmen unterhält Anbaupartnerschaften in Kolumbien, Dänemark, Lesotho, Slowenien und Südafrika. Und Auxly verfügt über Vertriebspartnerschaften in 22 Ländern auf fünf Kontinenten.

Der vielleicht attraktivste Aspekt der Auxly Cannabis Group besteht darin, dass das Geschäftsmodell das Risiko bis zu einem gewissen Grad reduziert. Sollte der eine oder andere Partner ausfallen, dürfte das Auxly nicht automatisch zu sehr belasten.

Welche ist die bessere Cannabis-Aktie?

Größer ist nicht immer besser. Deswegen gebe ich Auxly den Vorzug gegenüber Aurora.

Aurora hat enorme Wachstumschancen. Der Aktienkurs spiegelt diese jedoch bereits wider. Auxly ist bei der derzeitigen Bewertung weitaus attraktiver.

Beide Aktien sind jedoch nach wie vor riskant. Ich bin besorgt, dass ein Überangebot den kanadischen Marihuana-Markt innerhalb weniger Jahre ereilen könnte. Und ich bin nicht überzeugt, dass die internationalen Märkte für Marihuana zur medizinischen Verwendung schnell genug wachsen werden, um zu verhindern, dass Unternehmen wie Auxly und Aurora davon betroffen sind.

Für mich ist Auxly hier der Kauf. Aber ich denke, dass es bessere Cannabis-Aktien gibt, die weniger Risiken bergen.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Keith Speights besitzt keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel erschien am 14.10.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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