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Showdown der Zahlungsabwickler – drei Aktien für eine digitale Zukunft

Foto: Getty Images

Es ist kein Geheimnis, dass das bargeldlose Bezahlen immer beliebter wird. Mithilfe des Smartphones, egal von welchem Hersteller, war es noch nie einfacher, an den Kassen zu bezahlen beziehungsweise im World-Wide-Web einzukaufen. Benötigt wird dafür lediglich eine herkömmliche Kreditkarte oder ein Benutzerkonto bei einem digitalen Zahlungsabwickler wie z. B. PayPal (WKN: A14R7U).

Bevor ich euch drei Aktien vorstelle, die bereits jetzt von dem Megatrend profitieren, verrate ich euch noch eine Zahl, die euch definitiv umhauen wird. Im Jahr 2016 wurden weltweit bereits sage und schreibe 472,6 Mrd. bargeldlose Transaktionen getätigt.

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Wirecard

Endlich hat der DAX mit Wirecard (WKN: 747206) einen weiteren Technologiekonzern erhalten. Denn seit dem 24. September 2018 ist das aus dem bayrischen Aschheim bei München stammende Unternehmen Mitglied der deutschen AG-Elite. Der Konzern wurde 1999 gegründet und brachte Anlegern in den letzten zehn Jahren einen Kursgewinn von 3.188,65 % (Stand 12. Oktober 2018 – maßgeblich für alle weiteren Kursdaten) ein.

Doch hier ist noch lange nicht Schluss, wenn es nach dem Konzernchef Markus Braun geht. „Wir haben sicherlich das Potenzial, den Börsenwert in den kommenden Jahren auf mehr als 100 Mrd. Euro zu bringen“, sagte er in einem Interview mit dem Handelsblatt.

Für die angepeilten 100 Mrd. Euro Börsenwert muss das Unternehmen natürlich noch einiges tun. Doch CEO Braun hat da schon wieder eine Idee, womit klassische Banken keine Freude haben werden. Das mobile Bezahlsystem Boon soll zum sogenannten Smartphone-Konto umfunktioniert werden. Künftig sollen die Kunden via Boon Überweisungen tätigen können, Kredite ausleihen und Versicherungen abschließen, sagte Braun dem Handelsblatt.

Eine Banklizenz besitzt Wirecard bereits und Boon kann weltweit auf 35 Mio. Kunden zurückgreifen. Die Richtung zeigt also, wohin die Reise gehen wird. Auch wenn die Bewertung mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 62,17 hoch ist, darf man das Potenzial des Marktes, in dem Wirecard operiert, nicht außer Acht lassen. Außerdem schüttet der Konzern seit 2008 eine jährliche Dividende aus. Dies ist für ein aufstrebendes Technologieunternehmen nicht alltäglich.

Square

Der Zahlungsabwickler Square (WKN: A143D6) baut sich eine eigene E-Commerce-Plattform auf und setzt bei den Kunden auf Einzel- und Kleinunternehmen. Der Konzern macht allen voran sein Geld mit Gebühren aus den Transaktionen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal konnte das Transaktionsvolumen um 30 % auf 21,4 Mrd. US-Dollar zulegen.

Händler, die auf Square als Partner setzen, können auch noch auf andere Dienste wie analytische Werkzeuge und Lohnabrechnungen zurückgreifen. Des Weiteren bietet das Unternehmen nicht nur eigene Hardware in Form von Terminals oder Kartenlesern an, sondern auch die benötigte Software. Außerdem verleiht das Unternehmen auch Kredite an Kleinunternehmen. Man sieht also, Square mischt ebenfalls in vielen Bereichen erfolgreich mit, und das in einem rasanten Tempo.

Für das Gesamtjahr hat man die Prognose für das Umsatzwachstum nach oben hin angepasst. Fortan sollen es 55 % statt der bisherigen 49 % werden. Da die Square-Aktie auch schon prima gelaufen ist, scheint das Papier ein wenig heiß gelaufen zu sein. Denn Investoren, die seit dem Börsengang Ende 2015 mit an Bord sind, wurden mit einem Kursfeuerwerk von rund 721,89 % belohnt.

Hier darf sich an der Weltwirtschaft beziehungsweise im Geschäftsfeld selbst nichts ändern, ansonsten könnte es schnell brenzlig werden.

PayPal

Seit dem 20. Juli 2015 wird PayPal eigenständig an der NASDAQ gehandelt. Das Unternehmen bietet einen Onlinebezahlservice, mit dem Einzelpersonen und Unternehmen Zahlungen senden und empfangen können. Im Oktober 2002 übernahm damals das Internetauktionshaus eBay (WKN: 916529) für 1,5 Mrd. US-Dollar PayPal. Heute bringt der Konzern eine Marktkapitalisierung von 92,84 Mrd. US-Dollar auf die Waage und er belohnte Investoren mit einem Kursgewinn von rund 113,6 % (20.07.2015–12.10.2018).

Der Konzern, der unter anderem von Peter Thiel und Elon Musk gegründet wurde, besitzt heute 244 Mio. Accounts, mit denen innerhalb der letzten zwölf Monate Transaktionen getätigt wurden. Außerdem wurden im zweiten Quartal 2018 rund 2,33 Mrd. Transaktionen abgewickelt.

Auch die letzten Quartalszahlen waren überzeugend. Bei konstanten Wechselkursen konnte der Umsatz um 22 % auf 3,86 Mrd. US-Dollar zulegen. Damit das Wachstum nicht ins Stocken kommt, gab PayPal außerdem bekannt, dass er das schwedische Startup iZettle für 2,2 Mrd. US-Dollar übernehmen wird.

Die Schweden sind für ihre Minikartenleser bekannt, mit denen sie auch kleinen Händler Kartenzahlungen ermöglichen. Mit diesem Schritt will der Konzern sein Geschäftsfeld noch erweitern. Im Vergleich zu den beiden im Artikel erwähnten Konkurrenten ist PayPal zwar günstiger, aber dennoch mit einem KGV von 35,48 nicht billig.

Doch die Wachstumsaussichten und vor allem die Marktstellung in diesem Zukunftsmarkt machen die Bewertung plausibler. Dennoch sollten sich Investoren im Klaren sein, dass der Konzern bei unruhigeren Zeiten in schwieriges Fahrwasser geraten könnte.

Die Konkurrenz schläft nicht

Diese drei vorgestellten Konzerne sind aktuelle Highflyer, die einen Zukunftsmarkt bedienen und dort eine solide Stellung einnehmen. Dennoch darf sich auch hier niemand auf den Vorschusslorbeeren ausruhen. Ungemach kann von vielen Seiten kommen.

Da wäre zum Beispiel der E-Commerce-Gigant Amazon (WKN: 906866), der auch liebend gerne ein Stück vom Kuchen hätte. Es ist bei zahlreichen Internethändlern bereits möglich, die Zahlung über das eigene Amazon-Konto abzuwickeln.

Auch Apple (WKN: 865985) oder Alphabet (WKN: A14Y6F) angeln bereits im großen bargeldlosen Teich nach neuen Kunden. Apple Pay und Google Pay möchten an bargeldlosen Transaktionen so viel wie möglich mitverdienen.

Bargeld, oh wie wirst du mir fehlen

Ich liebe neue Technik, und vor allem dann, wenn sie einem das Leben erleichtert. Doch beim bargeldlosen Bezahlen sträube ich mich immer noch ein wenig. Ich mag mein Bargeld. Das klingt jetzt vielleicht altbacken, doch ich mag es, wenn ich in die Brieftasche schaue und sehe, wie viel ich noch habe beziehungsweise wie viel ich ausgegeben habe.

Doch der Trend weg vom Bargeld wird anhalten und früher oder später wird es wohl darauf hinauslaufen, dass wirklich alles nur noch digital abläuft. Genießt also noch das Gefühl, wenn ihr euch von einem Geldschein trennt.

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Daniel besitzt Aktien von Alphabet, Amazon und Apple. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Vorstand von The Motley Fool. Suzanne Frey arbeitet als Führungskraft bei Alphabet und sitzt im Vorstand von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet (A- und C-Aktien), Amazon, Apple, PayPal und Square. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple, Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple, Short Januar 2019 $82 Calls auf PayPal und Short Januar 2019 $80 Calls auf Square. The Motley Fool empfiehlt eBay.

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