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Was uns fidschianische Ameisen über das Investieren lehren können

Foto: Getty Images

Zugegeben, diese Schlagzeile klingt etwas komisch. Manchmal staune ich selbst darüber, wo überall im Leben sich Parallelen zum Investieren finden lassen.

Teilweise sind es Sportereignisse wie die Fußballweltmeisterschaft, bei denen man Analogien finden kann. Doch auch meine heutige Geschichte, die von der Südsee, japanischen Forschern und virtuellen Monstern handelt, birgt eine wichtige Lektion für Investoren.

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Was ist passiert?

Die japanischen Forscher vom Okinawa Institute of Science and Technology waren kürzlich auf den Fidschi-Inseln unterwegs. Dort entdeckten sie mehrere Hundert bisher unbekannte Ameisenarten, die es sonst nirgendwo zu geben scheint.

Nachdem die Ameisen ausreichend dokumentiert waren, mussten sich die Forscher noch wissenschaftliche Namen überlegen, wie man sie z. B. aus Pilzführern oder von Zootafeln kennt. Das Forschungsteam richtete dazu kurzerhand im Internet eine Abstimmung ein, bei der Teilnehmer aus aller Welt einige der Spezies benennen konnten. Die Auswahlmöglichkeiten bestimmte das Forschungsteam.

So weit, so gut. Doch nun wird es außergewöhnlich: Die Auswahlmöglichkeiten orientierten sich an den virtuellen Monstern aus dem Pokémon-Universum. Einige der neuen Ameisenarten werden also einen Namen tragen, der auf ein Pokémon wie beispielsweise Pikachu, Scherox oder Webarak zurückgeht.

Die Idee hatte das Forschungsteam, da bei der Dokumentation der neuen Spezies zum ersten Mal Augmented Reality (AR) verwendet wurde. Und auch das Handyspiel „Pokémon GO“, das vor allem im Sommer 2016 für außergewöhnlich volle Bürgersteige und Parks sorgte, basiert auf der AR-Technologie. Da haben die Forscher – die zudem auch noch aus dem Pokémon-Heimatland kommen – einfach eins und eins zusammengezählt.

Klingt lustig – aber was können wir daraus lernen?

Ein Rückschluss, den man aus der Geschichte ziehen kann, ist natürlich, dass die Augmented Reality langsam auch über die Videospielwelt hinaus Anwendung findet. Das ist zweifellos eine gute Nachricht für Investoren von Unternehmen, die AR-Produkte und -Software entwickeln.

Doch mein Punkt ist ein anderer. Dass neue Insektenspezies nach Pokémon benannt werden, verdeutlicht in meinen Augen sehr schön, was für eine starke Marke der japanische Spieleentwickler Nintendo (WKN: 864009) sich hier geschaffen hat. Und es sind nicht nur die Pokémon: Auch das Super-Mario-Universum ist praktisch auf der ganzen Welt bekannt.

Die Beliebtheit der virtuellen Welten von Nintendo sind für mich einer der Hauptgründe, warum das Unternehmen trotz des Aufkommens von Handy-Spielen und Hochleistungskonsolen wie Xbox und Playstation weiterhin erfolgreich ist.

Markenstärke als Investitionskriterium

Wie du vielleicht weißt, hat der Starinvestor Warren Buffett im Jahr 1988 im großen Stil Aktien von Coca-Cola (WKN: 850663) gekauft und damit bis heute einen Haufen Geld verdient. Wieso er gerade Coca-Cola gekauft hat? Weil Coca-Cola das hat, was Buffett bildlich als Burggraben bezeichnet – eine wahrhaft außergewöhnliche Marktstellung, die es Wettbewerbern so gut wie unmöglich macht, das Unternehmen anzugreifen: Nahezu jeder auf der Welt kennt Coca-Cola, und viele Konsumenten lieben das Original und verabscheuen die Kopien.

Nintendo scheint, was das angeht, mit Coca-Cola vergleichbar zu sein: Die virtuellen Welten des Unternehmens sind bekannt und beliebt. Solange das so bleibt, sollte Nintendo davon finanziell profitieren können.

Investoren sollten daher nach Unternehmen wie Coca-Cola und Nintendo Ausschau halten, die durch ihre hohe Markenstärke Konsumenten an sich binden können. Eine solche Marktmacht kann im Wettbewerb mit Konkurrenten sehr viel wert sein.

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Christoph Gössel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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