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Könnte ein Scheitern der Handelsgespräche den Bankaktien im Oktober schaden?

Foto: Getty Images

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat den Vereinigten Staaten und Kanada Berichten zufolge die Möglichkeit gegeben, die Handelsgespräche zumindest informell zu verlängern. Die Nachrichten von den formellen Verhandlungen waren in den letzten Wochen nicht ermutigend, zumindest für diejenigen, die auf einen Handelsvertrag mit Kanada hoffen.

Der US-Handelsvertreter Robert Lighthizer sprach ganz offen, als er auf dem Concordia-Gipfel in New York über die Verhandlungen sprach. „Tatsache ist, dass Kanada keine Zugeständnisse in den Bereichen macht, in denen wir glauben, dass sie unerlässlich sind“, sagte er. „Wir werden mit Mexiko weitermachen. Wenn Kanada jetzt mitmacht, wäre das am besten.“

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„Uns läuft irgendwie die Zeit davon“, fügte er hinzu.

Das kanadische Verhandlungsteam blieb hart und stützte sich gleichzeitig auf den Druck von Unternehmensgruppen in den Vereinigten Staaten. Wirtschaftsführer im Großen und Ganzen sind für die Aufrechterhaltung eines trilateralen Vertrags. Es besteht die Befürchtung, dass eine Aufteilung den Handel zwischen den drei stark integrierten Volkswirtschaften ernsthaft beeinträchtigen könnte. Optimisten sollten diese Perspektive aber nicht sofort aufgreifen. Die Investoren haben erlebt, dass die Handelsbeziehungen zwischen den USA und ihren wichtigsten Konkurrenten eskalieren können, selbst bei hoch integrierten Wirtschaftsbeziehungen in wichtigen Sektoren.

Die Investoren sollten mit etwas Vorsicht agieren. Ein Scheitern der Handelsgespräche und ein formeller Pakt zwischen Mexiko und den USA würde dem kanadischen Dollar wahrscheinlich erheblichen Schaden zufügen.

JPMorgan Chase & Co. veröffentlichte einen Bericht, in dem prognostiziert wird, dass der kanadische Dollar im Falle eines Ausschlusses aus einem nordamerikanischen Handelspakt, um rund 10 % fallen wird. Aus der Analyse geht auch hervor, dass ein Rückzieher der USA einen Zoll von 25 % auf Autos und Milchprodukte mit sich bringen würde, was die Lieferketten erheblich stören würde. JPMorgan schrieb auch, dass die Bank of Canada als Reaktion darauf die Zinssätze senken könnte.

Auch kanadische Bankaktien könnten von dieser möglichen Störung betroffen sein. Die Toronto Dominion Bank (WKN:852684) verfügt über die größte Präsenz aller kanadischen Banken in den USA. Die Aktien der TD Bank sind in der vergangenen Woche um 0,9 % gefallen. Das Ergebnis war im dritten Quartal sehr positiv, aber eine dramatische Verlangsamung in Kanada machte die Zuwächse im US-Geschäft zunichte.

Bank of Montreal (WKN:850386) verfügt ebenfalls über eine beträchtliche Präsenz in den USA. Die Aktie ist im Jahr 2018 bisher um 6,4 % gestiegen, aber sie fiel am 25. September um 1,1 %. Das Wachstum im dritten Quartal wurde auch von sehr guten Ergebnissen im US-Geschäft getragen.

Die Aktie der Bank of Nova Scotia (WKN:850388) ist im Jahr 2018 um 4,9 % gesunken (Stichtag am 25. September). Die Bank hat aber auch eine starke Präsenz in Schwellenländern, was de Unternehmen Schutz bieten könnte, wenn sich die Handelsbeziehungen zwischen den beiden engen nordamerikanischen Verbündeten verschärfen.

Eine eingehendere Überprüfung der Lage wird erforderlich sein, wenn sich im Oktober ein konkreteres Bild ergibt. Zumindest hoffen die Investoren darauf.

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Dieser Artikel wurde von Ambrose O'Callaghan auf Englisch verfasst und am 26.09.2018 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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