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Warum Facebook erwartet, dass die Margen sinken

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Facebook (WKN:A1JWVX) ist zweifellos ein führender Anbieter von Social Media und ganz allgemein ein Technologiekonzern. Im letzten Quartal meldete das Unternehmen, dass die Zahl der täglich aktiven Nutzer im Jahresvergleich um 11 % auf 1,47 Mrd. gewachsen war und die Zahl der monatlich aktiven Nutzer um 11 % auf 2,23 Mrd. angestiegen war. Das Unternehmen erwirtschaftete einen Umsatz von 13,23 Mrd. US-Dollar (das entspricht einem Plus von 42 % gegenüber dem Vorjahresquartal) und erzielte ein Betriebsergebnis von 5,86 Mrd. US-Dollar — ein Plus von 33 % gegenüber dem Vorjahr.

Auch das Geschäft des Unternehmens ist recht profitabel, wobei die obigen Zahlen eine operative Marge von etwas über 44 % bedeuten.

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Allerdings sank der Prozentsatz der operativen Marge des Unternehmens von etwas mehr als 47 % im Vorjahr, da das Wachstum der operativen Kosten das Umsatzwachstum übertraf. Dabei sollten die Anleger nicht erwarten, dass sich dieser Trend in absehbarer Zeit umkehrt.

Die operative Marge steht weiter unter Druck

Während der Telefonkonferenz zum zweiten Quartal teilte Finanzvorstand David Wehner den Investoren mit, dass das Unternehmen für 2018 einen Anstieg der Betriebskosten zwischen 50 % und 60 % gegenüber 2017 erwartet. Es wird nicht erwartet, dass der Umsatz des Unternehmens im gleichen Maße wachsen wird (der Konsens der Analysten verlangt, dass Facebook in diesem Jahr ein Umsatzwachstum von rund 36,9 % erzielt), weshalb die operative Marge des Unternehmens im Jahr 2018 sinken wird.

Auch der Rückgang im Jahr 2018 ist kein einmaliges Phänomen. Wehner ging noch einen Schritt weiter und sagte: „Wir gehen davon aus, dass das Gesamtkostenwachstum 2019 das Umsatzwachstum übertreffen wird.“

Wenn die Betriebskosten schneller wachsen als der Umsatz, sinkt der Prozentsatz der operativen Marge.

Wehner erklärte, dass „wir davon ausgehen, dass sich unsere operativen Margen prozentual im mittleren 30er Bereich einpendeln werden“.

Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass eine Kompression der operativen Marge von Facebook nicht unbedingt bedeutet, dass die Gesamtgewinne nicht wachsen. Das bedeutet einfach, dass die Betriebskosten des Unternehmens überproportional zum Umsatz steigen. Nach den aktuellen Analystenschätzungen für 2018, 2019 und 2020 wird aber weiterhin ein zweistelliges Wachstum des operativen Ergebnisses erwartet.

Wofür gibt Facebook Geld aus?

Die Investoren sind wahrscheinlich daran interessiert zu erfahren, wofür Facebook das ganze Geld auszugeben plant. Glücklicherweise gab Wehner einen Einblick: „Zusätzlich zu den Steigerungen in der Kernproduktentwicklung und Infrastruktur wird dieses [Betriebskosten-] Wachstum durch steigende Investitionen in Bereiche wie Sicherheit und Schutz, AR/VR [Augmented Reality/Virtual Reality], Marketing und Contentbeschaffung getrieben.“

Bei der Erläuterung der Gründe für diese zusätzlichen Investitionen sagte Wehner Folgendes:

[Das Unternehmen tätigt] erhebliche langfristige Investitionen in Sicherheit und Gefahrenabwehr… diese Investitionen betragen Milliarden von Dollar pro Jahr… Das wird sich negativ auf die Margen auswirken. Wir sind der Meinung, dass dies für das Unternehmen das Richtige ist, um die Sicherheit der Gemeinschaft und die Beständigkeit des Franchises zu gewährleisten.

Er sprach dann davon, dass Facebook „weiterhin große Investitionen in Innovationen tätigt“.

Doch in Wahrheit werden nicht alle Investitionen am Ende zu finanziellen Erträgen führen werden — vor allem nicht für ein großes Unternehmen wie Facebook, das viele Milliarden Dollar in eine breite Palette von Produkten und Projekten investiert.

Andererseits führte Facebook einen Teil des Kostenanstiegs auf „Steigerungen in der Kernproduktentwicklung und Infrastruktur“ zurück. Ich denke, dass es im Allgemeinen für das Unternehmen klug ist, stark in die Geschäftsfelder zu investieren, die heute viel Geld abwerfen, damit sie dies auch in Zukunft tun können.

Darüber hinaus ist es für Facebook angesichts des Wirbels um Sicherheit und Privatsphäre (Facebook hat kürzlich eine ziemlich signifikante Sicherheitslücke offenbart) sinnvoll, die Investitionen in diese Bereiche zu erhöhen. Auch aus Sicht des Markenimages ist es für Facebook wahrscheinlich gut zu signalisieren, dass das Unternehmen diese Investitionen tätigt (die laut Wehner „Milliarden von Dollar pro Jahr“ betragen).

Was Bereiche wie Augmented Reality und Virtual Reality betrifft, so war Wehner ganz offen, dass diese Investitionen ein „längerfristiges Renditefenster“ haben und es sich um Ertragsströme handelt, „die sich längerfristig auszahlen werden, was sich kurzfristig verwässernd auf die Margen auswirken würde“.

Facebook ist offensichtlich bereit, seine beneidenswerte finanzielle Position heute zu nutzen, um viele bedeutende Wetten auf die Zukunft zu machen. Wir werden in den nächsten fünf Jahren sehen, wie klug diese waren. Doch angesichts der Tatsache, wie viel die Facebook-Aktien seit dem Börsengang zugelegt haben, hat das Unternehmen sicherlich eine gute Erfolgsbilanz bei der Entscheidungsfindung für gute langfristige Investitionen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Facebook.

Dieser Artikel wurde von Ashraf Eassa auf Englisch verfasst und am 30.09.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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