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Drei günstig bewertete Unternehmen mit tollen Wachstumsaussichten

Multibagger Aktien
Foto: Getty Images

Grundsätzlich gibt es zwei Arten, wie man an der Börse mit intelligenten, langfristigen Investments reich werden kann: Entweder man kauft Aktien von ausgewachsenen, gesunden Unternehmen, die eine unnatürlich geringe Bewertung aufweisen – Stichwort Value Investing. Oder man kauft Aktien von kleineren Unternehmen, von denen man sich ein hohes Gewinnwachstum erhofft, und nimmt dafür eine höhere Bewertung in Kauf – Stichwort Growth Investing.

Doch wie so oft im Leben gibt es nicht nur schwarz und weiß und ich denke, dass es für Investoren Sinn machen könnte, nach Unternehmen zu suchen, die beides in sich vereinen: eine günstige Bewertung und tolle Wachstumspotenziale! Heute werde ich dir erklären, warum ich glaube, dass IBM (WKN: 851399), ING Groep (WKN: A2ANV3) und Skyworks Solutions (WKN: 857760) diese Kriterien erfüllen.

4 "inflationssichere" Aktien, die man heute kaufen kann! Kein Zweifel, die Inflation steigt sprunghaft an. Investoren sind verunsichert. Geld, das nur auf der Bank liegt, verliert Jahr für Jahr an Wert. Aber wo solltest du dein Geld anlegen? Hier sind 4 Aktien-Favoriten der Redaktion von The Motley Fool, in die du bei steigender Inflation investieren kannst. Wir haben einige der profitabelsten Aktien dieser Generation wie Shopify (+ 6.878%), Tesla (+ 10.714%) oder MercadoLibre (+ 10.291%) schon früh empfohlen. Schlag bei diesen 4 Aktien zu, solange du noch kannst. Gib einfach unten deine E-Mail-Adresse ein und fordere diesen kostenlosen Bericht umgehend an. Fordere die kostenlose Analyse jetzt hier ab.

IBM: Der Riese stellt sich neu auf

Langjährige IBM-Aktionäre haben schwere Zeiten hinter sich: Das Allzeithoch ist fünfeinhalb Jahre alt und stammt aus dem März 2013, seitdem ging es für den IT-Konzern an der Börse eher bergab als bergauf: Stand heute (28. September 2018) beläuft sich das Minus seit dem Allzeithoch auf 30 %.

Doch nicht nur der Kurs, auch die Fundamentaldaten ließen kräftig Federn: Von 2012 bis 2017 fiel der Umsatz von IBM um über 24 %. Schlimmer noch steht es um den Vorsteuergewinn – dieser brach in den letzten fünf Jahren sogar um 48 % ein!

Die vergangene Entwicklung von IBM ist also alles andere als rosig und du könntest dich fragen, warum IBM überhaupt in diesem Artikel auftaucht. Schließlich soll es doch hier um Wachstum gehen.

Nun, IBM hat in den letzten fünf Jahren hart daran gearbeitet, verlustträchtige Unternehmenssparten abzustoßen und sich in relevanten Zukunftsbranchen gut aufzustellen. Und das hat sich gelohnt: Zuletzt verzeichnete IBM erstmals seit vielen Jahren wieder steigende Umsätze. Das Wachstum wurde vom Geschäftsbereich „Strategische Imperative“ getragen, in dem sich die neuen, zukunftsträchtigen Tätigkeiten IBMs wiederfinden:

IBM entwickelt zum Beispiel das KI-Programm Watson, das diverse Aufgaben in Unternehmen übernehmen kann, wenn es um die Interpretation großer Datenmengen geht. Weiterhin stellt das Unternehmen Blockchain-Plattformen für die Lebensmittel- und Schifffahrtsbranche zur Verfügung und ist darin weltweit führend. Außerdem ist IBM bei der Forschung hinsichtlich Quantencomputern ganz vorne mit dabei und könnte in dieser wichtigen Zukunftstechnologie dauerhaft eine führende Rolle einnehmen. IBM ist zudem einer der größten Cloud-Anbieter auf dem Weltmarkt.

Das alles gibt es aktuell (Stand 28. September 2018) zu einem 2018er-Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von nicht einmal 11! Ich denke, dass der Markt bezüglich der künftigen Entwicklung von IBM deutlich zu pessimistisch ist. Sobald die Umsätze aus den Strategischen Imperativen den Großteil der Gesamtumsätze ausmachen und die Gewinne wieder stärker steigen, könnte die Aktie eine kleine Renaissance erfahren.

ING Groep: Der Geldwäscheskandal hinterließ Spuren

Der Kurs des niederländischen Finanzkonzerns ING Groep kannte in den letzten Monaten nur eine Richtung: abwärts. Warum das? ING war in einen Geldwäscheskandal verwickelt. Der Bank wurde vorgeworfen, ihre Prüfungsverpflichtungen nicht erfüllt zu haben, wodurch Geldwäscheaktivitäten ungestört auf ING-Konten durchgeführt werden konnten.

Doch nun ist das Verfahren zu Ende. Was bleibt, ist eine Strafzahlung von 775 Mio. Euro und ein Imageschaden, dessen Ausmaß man noch sehen wird – kein Wunder, dass der Kurs in letzter Zeit nachgab. Doch ich denke, dass der Aktienmarkt hier überreagiert haben könnte.

Denn die langfristigen fundamentalen Wachstumstreiber sind weiterhin voll intakt: Viele der Tochtergesellschaften der ING Groep besitzen starke Marktpositionen im Onlinegeschäft. Die Erlangung solcher Positionen auch in den Wachstumsmärkten ist weiter Kern der Unternehmensstrategie. Ein weiterer Kern der Strategie ist der Fokus auf den Kunden sowie die Einfachheit und Verständlichkeit der Produkte. Das höre ich sowohl als Verbraucher als auch als Investor gerne!

Während der Kurs seit mehreren Jahren nur seitwärtsläuft, hat sich die operative Situation stark verbessert: Das Nettoergebnis von 2017 lag um 22,3 % über dem von 2015, und Kundeneinlagen und Kundenkredite stiegen um je 8 %. Ich gehe davon aus, dass diese Entwicklung anhalten wird, da immer mehr Verbraucher ihre Finanzgeschäfte kostengünstig und unkompliziert online abwickeln möchten.

Interessant ist, dass der Aktienmarkt ING aktuell (Stand 28. September 2018) um knapp 13 % unter dem Buchwert bewertet. Das bedeutet, dass der Markt das Unternehmen niedriger bepreist als den Erlös, den man durch die sofortige Liquidierung des Unternehmens erhalten könnte.

Für gewöhnlich liegt ein Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) unter 1 vor, wenn der Markt negative Zukunftserwartungen für ein Unternehmen in den Kurs einpreist. Doch ich sehe keine großen Gefahren für ING: Mit dem Fokus auf das Onlinegeschäft und das Kundenerlebnis ist ING gut für die Zukunft positioniert. Auch die Zinswende, die im nächsten Jahr starten soll, könnte ING zugutekommen und den Kurs beflügeln.

Skyworks Solutions: Chips für die Datenrevolution

Skyworks Solutions ist ein führender Anbieter von halbleiterbasierten Konnektivitätsgeräten. Die Chips von Skyworks werden zum Beispiel in Smartphones verbaut, das ist im Moment das Kerngeschäft des Unternehmens.

In den nächsten Jahren soll die ohnehin schon breit aufgestellte Produktpalette auf verwandte Geschäftsfelder wie autonomes Fahren und vernetzte Fabriken ausgedehnt werden, um unabhängiger vom stagnierenden Smartphonemarkt zu werden und von den Möglichkeiten des Internets der Dinge zu profitieren. Skyworks erwartet außerdem, dass der neue Mobilfunkstandard 5G eine große Wachstumsmöglichkeit für das Unternehmen darstellt, weil der Datenverkehr dadurch stark zunehmen dürfte.

Wer sich den Aktienkurs von Skyworks ansieht, könnte meinen, dass bei dem Unternehmen seit 2015 nichts mehr vorangeht: Seitdem dümpelt die bunte Linie nämlich seitwärts vor sich hin. Doch wer sich nur den Kurs ansieht, wird getäuscht:

Die Umsätze konnten in den letzten fünf Jahren um durchschnittlich 18,4 % im Jahr zulegen, in diesem Jahr ist Skyworks auf Kurs für ein Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich. Die Vorsteuermarge lag im Geschäftsjahr 2017 bei herausragenden 34,4 %.

Entsprechend sprudeln auch die Gewinne bei Skyworks, und das macht sich in der Bilanz bemerkbar: Das Unternehmen ist zu 88,9 % mit Eigenkapital finanziert, einen so hohen Wert habe ich wirklich selten gesehen und er ist mir sogar ein Stück zu hoch. Auch die Liquidität gestaltet sich bei Skyworks hervorragend, hier braucht man sich wirklich keine Sorgen um finanzielle Engpässe zu machen.

Das Unternehmen wird vom Markt aktuell (Stand 28. September 2018) mit einem 2018er-KGV von 13,7 bewertet, was weit unter dem Marktdurchschnitt liegt. Gerade aufgrund der guten Wachstumschancen wundert mich diese Bewertung doch sehr. Zu allem Überfluss gibt Skyworks über üppige Aktienrückkäufe und Dividenden auch noch Geld an seine Aktionäre zurück.

Wert oder Wachstum: Du musst dich nicht entscheiden!

Wir haben gesehen, dass wir es bei IBM, ING Groep und Skyworks mit drei Unternehmen zu tun haben, die gute Chancen haben, zukünftig zu wachsen: IBM profitiert von Cloud, KI und Blockchain, ING ist führend im Onlinefinanzgeschäft und Skyworks macht den Austausch riesiger Datenmengen möglich.

Dabei sind alle drei Unternehmen interessant bewertet. Wer in die genannten Branchen investieren möchte und sowohl Value- als auch Growth-Investing mag, könnte ein Auge auf die genannten Aktien werfen.

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Christoph Gössel besitzt Aktien von IBM, ING Groep und Skyworks Solutions. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Skyworks Solutions.

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