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Apple verschreckt den zweitgrößten Smartphone-Markt der Welt

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Apples (WKN:865985) neueste iPhones sind endlich da, und sie sind teurer denn je. Das Einstiegsmodell iPhone XR ist 50 US-Dollar teurer als das iPhone 8 des Vorjahres und 100 US-Dollar teurer als die günstigste Version des iPhone 7, das vor einigen Jahren auf den Markt kam.

Es ist verständlich, warum Apple diese Strategie verfolgt, um das schwache Absatzwachstum durch eine Erhöhung der durchschnittlichen Verkaufspreise auszugleichen. Die Umsatzerlöse des Unternehmens stiegen in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres um 15 %, obwohl der Absatz im Vergleich zum Vorjahr etwa unverändert blieb.

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Allerdings wird sich ein solcher Schritt für Cupertino in Indien – dem zweitgrößten Smartphone-Markt nach China – als ungünstig erweisen, da es Apple dort nicht gelungen ist, Fuß zu fassen. Hier ist der Grund:

Unglaublich kostspielig

Das iPhone X war ein wirklich teures Produkt in Indien. Es startete im vergangenen Jahr in Indien mit einem Basispreis von rund 1.400 US-Dollar und lag damit weit über dem US-Verkaufspreis von 999 US-Dollar. In der Tat war Indien wegen der Importzölle und einer schwachen Währung das zweitteuerste Land, in dem man ein iPhone X kaufen konnte.

Es überrascht nicht, dass Apple im vergangenen Jahr seinen Platz im indischen Premium-Smartphone-Markt verloren hat. Im zweiten Quartal sank der Anteil des Unternehmens an Premium-Smartphones in Indien auf 13,6 % gegenüber 29,6 % im Vorjahreszeitraum, laut Counterpoint Research. Apple hat in den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 40 % weniger iPhones in Indien ausgeliefert als vor einem Jahr, wobei Handys von OnePlus und Samsung dank einer intelligenten Preis- und Produktstrategie die ersten beiden Plätze belegten.

Zum Beispiel, die 128 GB-Version von Samsungs neuestem Galaxy Note 9-Gerät kostet in Indien zum aktuellen Wechselkurs etwa 940 US-Dollar. Das ist weniger als die 999 US-Dollar, das die gleiche Version in den USA kostet. Der südkoreanische Technologieriese konnte den indischen Preis dank seiner Produktionsstätte im Land auf dem gleichen Niveau wie in anderen Ländern halten.

Samsung nimmt den indischen Markt ernst, weshalb das Unternehmen in Indien Anfang des Jahres die weltweit größte Produktionsstätte für Smartphones eröffnet hat. Ein solcher Schritt sollte Samsung helfen, die lokale Beschaffung von Komponenten zu fördern und auch die Gebühren umzugehen, die das Unternehmen bei einem Import der Telefone zahlen müsste. Damit kann der Smartphone-Riese die Preise wettbewerbsfähig halten und mehr für dasselbe Geld bieten als Apple, dessen neueste Produkt- und Preisstrategie darauf hindeutet, dass das Unternehmen in Indien weiter an Boden verlieren wird.

Eine fehlerhafte Strategie

Mit der Einführung der neuen Generation von iPhones müssen indische Verbraucher nun mehr Geld ausgeben, um in das iOS-Ökosystem einzusteigen. Die günstigste Version des „Einstiegsmodells“ iPhone XR wird in Indien zum Preis von rund 1.065 US-Dollar (oder 76.900 INR) in den Handel kommen. Das ist ein massiver Aufschlag von 42 % gegenüber dem Preis, zu dem es in den USA verkauft werden soll, wegen der Importgebühren und der schwächeren Rupie.

Hätte Apple es ernst gemeint und Produktionsstätten in Indien aggressiv aufgebaut, wäre das iPhone XR viel billiger gewesen als das Samsung Galaxy Note 9. Darüber hinaus wird das iPhone XS, das in den USA 999 US-Dollar kostet und den gleichen Preis wie das Galaxy Note 9 hat, in Indien mit einem Aufschlag von fast 40 % verkauft.

Stattdessen begann das Unternehmen vor rund drei Monaten mit der Herstellung des drei Jahre alten iPhone 6S in Indien und machte es damit zum erschwinglichsten iPhone für indische Kunden, mit einem lokalen Preis von rund 414 US-Dollar (29.900 indische Rupien zum aktuellen Wechselkurs) für das 32-GB-Modell. Außerdem scheint Apple das iPhone SE vom Markt zu nehmen, da es auf der indischen Website des Unternehmens nicht mehr erwähnt wird.

Apple macht aber noch mehr Fehler. Das iPhone SE war das Ticket des indischen Verbrauchers zum iOS-Ökosystem, dank einem sehr günstigen Preis von weniger als 275 US-Dollar. Dieses Einstiegsgerät stellte sicher, dass Smartphone-Käufer in Indien die Möglichkeit hatten, das Apple-Ökosystem zu erleben. Da das iPhone SE nicht mehr auf dem indischen Markt angeboten wird und ein überholtes Gerät seinen Platz einnimmt, wird das iPhone 6S nichts für Apple in Indien bewegen. Hinzu kommt, dass man zu einem ähnlichen Preis bessere Spezifikationen und mehr Speicher bei Android-Geräten bekommt.

So wird das nichts

Eine neue Generation des iPhone SE mit besseren Spezifikationen und einem leichten Aufschlag gegenüber dem ursprünglichen Gerät hätte Apple geholfen, neue Kunden anzuziehen. Damit hätte das Unternehmen eine bessere Chance gehabt, die Premium-Handys in Zukunft an indische Verbraucher zu verkaufen und sich in einem Land zu etablieren, dessen Pro-Kopf-Einkommen sich in den nächsten 10 Jahren voraussichtlich verdoppeln wird.

Die Strategie von Apple, sich auch in einem schnell wachsenden Smartphone-Markt wie Indien auf hohe Preise statt auf Volumen zu konzentrieren, bedeutet jedoch, dass Apple sich keine Basis von treuen Nutzern dort schaffen wird. Diese Kunden hätte man dank der gestiegenen Kaufkraft langfristig im Ökosystem festgehalten und ihnen mehr Smartphones verkaufen können.

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Dieser Artikel wurde von Harsh Chauhan auf Englisch verfasst und am 25.09.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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