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Top-Aktien für Oktober

Foto: Getty Images

Ralf Anders: Manz

Viele Aktionäre von Manz (WKN:A0JQ5U) haben eine lange Leidenszeit hinter sich. Finanzkrise 2008, Solarkrise 2011, Auftragseinbruch 2015. Seither quält sich der Kurs in einem Band von bescheidenen 30 bis 40 Euro seitwärts und viele haben die Hoffnung bereits aufgegeben, dass die große Trendwende jemals kommen wird.

Möglicherweise lohnt sich aber gerade jetzt Durchhaltevermögen, denn Manz ist nach dem Umbau gut aufgestellt und hat einiges in der Pipeline. Wenn es um die Ausrüstung von Batteriefabriken geht, ist Manz zumindest in Europa klar die erste Adresse, und der Großaktionär Shanghai Electric (WKN: A0YAVL) sorgt für weiter verbesserte Chancen in Asien. Schon im Oktober könnte ein neuer Aufwärtstrend Fahrt aufnehmen.

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Ralf Anders besitzt Aktien von Manz.


Christoph Gössel: Zalando

Meine Aktie des Monats Oktober ist die von Zalando (WKN: ZAL111). Die Aktie kam zuletzt nach einer Prognosesenkung ganz schön unter die Räder und verlor am Folgetag 13 %.

Gegenstand der Unternehmensmeldung und Hauptgrund für den Kurssturz war hauptsächlich die Senkung der EBIT-Prognose für das laufende Jahr von 220‒270 Mio. Euro auf nur noch 150‒190 Mio. Euro.

Wer Zalando kennt, weiß aber, dass das Unternehmen ohnehin wenig an Gewinnen interessiert ist, sondern momentan alles auf Wachstum setzt.

Die langfristigen Wachstumstreiber sind dabei weiterhin voll intakt und das Ziel für 2020 wurde nochmals bestätigt. Daher denke ich, dass man diesen Rücksetzer problemlos kaufen kann.

Christoph Gössel besitzt Aktien von Zalando.


Thomas Brantl: Ryanair

Meine Top-Aktie im Oktober ist die von Ryanair (WKN: A1401Z). Denn wenn Qualität und ein günstiger Preis zusammenkommen, dann sollte man genauer hinschauen! Bei Ryanair ist das meiner Meinung nach der Fall.

Ryanair hat die niedrigste Kostenstruktur aller Airlines in Westeuropa, ein herausragendes Management und agiert in einer wachsenden Branche. Für mich sieht das nach einer Menge Qualität aus!

Gleichzeitig ist die Aktie im Moment ziemlich günstig – das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis des 2018er-Gewinns beträgt gerade mal 11,1 (Stand: 20.09.2018). Da es aktuell alles andere als einfach ist, Top-Aktien für kleines Geld zu finden, könnte sich ein Blick auf die Ryanair-Aktie lohnen!

Thomas Brantl besitzt Aktien von Ryanair.


Stefan Naerger: ISRA Vision

Mein Favorit für den Oktober ist ISRA Vision (WKN: 548810). Nach mehreren Jahren außergewöhnlicher Kurssteigerungen ist die Aktie nun beinahe 25 % günstiger zu haben als zum Allzeithoch Anfang September (Stand: 22.09.2018).

Fans des Megatrends Automatisierung dürfte dieser Preisnachlass freuen. Denn meiner Ansicht nach sind die Darmstädter Experten für industrielle Bildverarbeitung mit den Segmenten Surface Vision und Industrial Automation bestens gerüstet für die Herausforderungen der Industrie 4.0.

Allzu kleine Brötchen muss ISRA Vision dabei nicht backen. Mit Kunden wie Daimler (WKN:710000), BMW (WKN:519000) und thyssenkrupp (WKN:750000) spielt das Unternehmen definitiv in der Oberliga.

Stefan Naerger besitzt keine Aktien von ISRA Vision.


Peter Roegner: Fielmann AG

Seit vielen Jahren verwöhnt Europas größter Optiker Fielmann (WKN: 577220) seine Aktionäre mit Rekordzahlen. Eine Gewinnwarnung Ende Juni schickte die Aktie jedoch auf Talfahrt, die erst jetzt zum Ende gekommen zu sein scheint und eine attraktive Kaufgelegenheit bietet.

In der Tat sieht es so aus, als ob Fielmanns Märkte gesättigt seien und dieses stürmische Wachstum – auch bei den Margen – nicht mehr so einfach sein wird. Die Hörgeräte erfüllen wohl nicht die Hoffnungen, die die Hamburger in sie setzen; zumindest spielen sie in den Reports der Gruppe so gut wie keine Rolle.

Dennoch spricht die demografische Entwicklung weiterhin für die Fielmänner, die nach wie vor Marktanteile gewinnen. Der hohe Anteilsbesitz der Familie (über 70 %) und die attraktive Dividende (zuletzt 1,85 Euro) sichern das Papier nach unten ab.

Peter Roegner besitzt Aktien der Fielmann AG. Von Peter betreute Depots besitzen Aktien der Fielmann AG.


Jakub Piwowarski: Voltabox

Voltabox (WKN: A2E4LE) hat in diesem Jahr einen holprigen Start an der Börse hingelegt und konnte bisher nicht so richtig von der Aufbruchsstimmung im Elektrizitätssektor profitieren. Es gibt aber meiner Meinung nach viele Gründe, warum sich das bereits im Oktober ändern könnte. Drei, um genau zu sein.

Das zu Paragon gehörende Unternehmen nutzt die eingenommenen Mittel aus dem IPO, um kräftig zu wachsen, und hat ohne große Fanfaren bereits drei Übernahmen gemeistert: im April den US-amerikanischen Engineering-Dienstleister und Batteriehersteller Concurrent Design, Ende Juni die US-Firma Navitas Systems, einen Spezialisten für Batteriesysteme im Intralogistikbereich, und vor wenigen Tagen wurde die Übernahme von ACCURATE verkündet, einem führenden Hersteller von Batteriesystemen für Pedelecs, E-Bikes und E-Motorroller.

Voltabox wird mittels all dieser Übernahmen die Jahresumsatzziele voraussichtlich deutlich übertreffen und schon bald stärker in den Fokus von Anlegern rücken. Die nächste Quartalsmitteilung ist für den 13. November vermerkt. Ich wäre jedoch nicht überrascht, wenn gewiefte Anleger sich bereits im Oktober mit mehr Papieren eindecken würden.

Jakub Piwowarski besitzt Aktien von Voltabox.


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