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Darum wird Netflix ProSiebenSat.1 Media weiterhin alt aussehen lassen

Foto: Getty Images

Sowohl Netflix (WKN: 552484) als auch ProSiebenSat.1 Media (WKN: PSM777) konkurrieren vom Grundprinzip her um den gleichen Kundenkuchen. Beide wollen sich bei den Fernsehgewohnheiten einnisten. Beide wollen, dass ihr Format auf der Matschscheibe Anklang findet.

So weit, so gut. Doch es scheint, als hätte Netflix ProSiebenSat.1 Media bereits in der einen oder anderen Hinsicht abgehängt. Und die Zeichen der Zeit könnten dafür sprechen, dass der klassische TV-Sender auch weiterhin das Nachsehen haben wird. Was möglicherweise stellvertretend für alle Streaming-Aspiranten und TV-Giganten stehen könnte.

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Aber langsam, schauen wir am besten mal, was ich hiermit konkret meine.

Der Blick auf die Zahlen der letzten Jahre

Auffällig ist zunächst, dass Netflix in den letzten Jahren ein sagenhaftes Wachstum verzeichnen konnte. Innerhalb der letzten sieben Jahre hat sich so beispielsweise der Umsatz je Aktie von 8,42 US-Dollar auf 26,17 US-Dollar mehr als verdreifacht. Im gleichen Zeitraum ist ebenso die Zahl der zahlenden Abonnenten weltweit von knapp über 20 Millionen auf inzwischen 130 Millionen regelrecht explodiert.

Bei ProSiebenSat.1 Media hingegen zeichnete sich innerhalb der letzten Jahre und Quartale ein eher gemischtes Bild ab. Zwar konnten auch hier die Umsätze innerhalb der letzten sieben Jahre von 12,60 Euro je Anteilsschein auf 17,50 Euro gesteigert werden. Allerdings zeichnete sich hier im letzten Jahr bereits ab, dass die vergleichsweise stärkeren Wachstumsjahre vorbei sein könnten.

Vor allem in der ersten Jahreshälfte des aktuellen Geschäftsjahres machte sich diese Entwicklung noch einmal vehement bemerkbar. Aus operativer Sicht trat ProSiebenSat.1 Media bestenfalls noch auf der Stelle. Zudem entwickelten sich die Marktanteile der relevanten Zielgruppe bei den Kernsendern ProSieben, Sat.1 und kabel eins rückläufig oder stagnierten bestenfalls.

Operativ scheint ProSiebenSat.1 Media daher gegenüber Netflix derzeit definitiv das Nachsehen zu haben. Ein Problem, das möglicherweise einen weitaus tiefer gehenden Ursprung hat.

Streaming löst das klassische Fernsehen allmählich ab

Wenn du mich fragst, sprechen diese Zahlen nämlich dafür, dass das Streaming das klassische Fernsehen zunehmend ablöst. Das klassische Fernsehen hatte seine Zeit, in der die Zuschauer sich von Werbepausen und vorgegebenen Zeiten nicht abschrecken ließen. Diese Zeit könnte nun jedoch allmählich vorbei sein.

Die Fernsehgewohnheiten verändern sich. Es verändert sich nicht nur das, was gesehen werden möchte, sondern auch der Zeitpunkt, das Wann, ist im Umbruch. Und hier liefern klassische und für den Zuschauer personalisierte Streaming-Angebote (gerne auch von mir das „Was-ich-will-wann-ich-will-Fernsehen“ genannt) entscheidende Vorteile – die scheinbar immer häufiger Anklang bei den Konsumenten finden. Auch wenn sie für diesen Service bezahlen müssen.

Netflix weiterhin top, ProSiebenSat.1 Media flop?

Um daher nochmals auf den eingangs formulierten Titel zu verweisen: Wenn du mich fragst, dürfte im direkten Vergleich Netflix weiterhin auf der Überholspur rasen, während ProSiebenSat.1 Media mit seinem rückständigeren Hauptgeschäftsfeld vergleichsweise auf der Stelle treten wird.

Natürlich kann man an dieser Stelle vortrefflich darüber streiten, ob die Aktie von Netflix inzwischen zu heiß gelaufen ist und bei ProSiebenSat.1 Media möglicherweise in Anbetracht der Abverkäufe der letzten Monate eine Value-Gelegenheit lauert.

Da der gesellschaftliche Megatrend beim Thema „TV-Gewohnheiten“ jedoch scheinbar unaufhörlich in Richtung Streaming geht, steht zumindest für mich fest, welches Unternehmen und welche Aktie das größere langfristige Potenzial besitzen könnte. Und welche wohl voraussichtlich das Nachsehen haben wird.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Netflix.

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