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10 Gründe, warum die Pot-Aktie Tilray in 2 Monaten um 810 % gestiegen ist

Foto: Getty Images.

Falls du es noch nicht bemerkt hast, die Marihuana-Aktien sind wieder einmal total angesagt.

Nach einer kurzen Flaute in der ersten Jahreshälfte, in der der North American Marijuana Index um rund 40 % fiel, ist die Branche seit Anfang August nicht mehr aufzuhalten. Im Laufe des letzten Jahres hat sich der North American Marijuana Index verdreifacht und ist seit Februar 2016 um fast 800 % gestiegen. Die Wall Street und die Investoren waren begeistert von der Aussicht auf die Legalisierung von Freizeit-Cannabis in Kanada sowie von den jüngsten Geschäftsabschlüssen.

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10 Gründe, warum Tilray nicht gestoppt werden kann

Trotzdem war eine Marihuana-Aktie den anderen weit voraus: Tilray (WKN:A2JQSC). Seit der Kurdsfestsetzung der Stammaktien bei 17 US-Dollar pro Aktie am 18. Juli für den Börsengang an der Nasdaq, sind die Aktien des Unternehmens bis Dienstag, den 18. September, um mehr als 810 % gestiegen. Das erinnert fast an die Gewinne, die die Investoren vor der Dotcom-Blase verzeichnen konnten. Mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 14 Mrd. US-Dollar ist Tilray aber immer noch ein Zwerg.

Also, was ist es, das Tilray in so kurzer Zeit zu solch massiven Gewinnen verholfen hat? Schau nicht nur auf ein bestimmtes Ereignis. Stattdessen scheint es ein Zusammenwirken von 10 Faktoren zu sein.

1. Kanadas Legalisierung für Erwachsene

Ich weiß, „Danke, Captain Obvious.“ Aber der logischste Grund für Tilray’s Rallye ist die Legalisierung von Freizeit-Cannabis am 17. Oktober. Dieser aufstrebende Markt könnte 5 Mrd. US-Dollar pro Jahr generieren und wie du im folgenden Punkt sehen wirst, wird Tilray als einer der wichtigsten Akteure in diesem Bereich gesehen.

2. Tilrays potenzielle Kapazität

Laut dem im Juni bei der SEC eingereichten S-1-Prospekt erwartet das Unternehmen bis Ende dieses Jahres eine Wachstums- und Verarbeitungskapazität von 912.000 Quadratfuß über vier Anlagen verteilt. Mehr als 850.000 Quadratfuß werden dabei für neues Wachstum zur Verfügung stehen. Tilray hat also das Potenzial, seine Wachstumskapazität  im Wesentlichen zu vervierfachen. Das bedeutet, dass Tilray bis zum Ende dieses Jahrzehnts leicht zu den fünf größten Produzenten gehören könnte.

3. Tilrays Geschichte und Markenattraktivität

Ein weiterer Grund, warum wir so viel von Tilray hören, ist die Tatsache, dass es ein bekannter und vertrauenswürdiger Name ist. Das Unternehmen war einer der ersten Züchter, der von Health Canada eine Anbaugenehmigung erhalten hat, und verfügt über zahlreiche anerkannte Marken. Obwohl wir über eine Branche sprechen, in der Hunderte von Produkten um Regalflächen konkurrieren könnten, ist Tilray eine der wenigen Ausnahmen von der Regel, wo das Branding kein Problem sein wird.

4. Keine Verwässerung

Interessant daran, dass Tilray sich für den Börsengang an der Nasdaq entschieden hat, ist die Tatsache, dass man vor dem Börsengang selbst Geld aufbringen konnte. Das bedeutet, dass Tilray gut finanziert ist und sich nicht wie alle seine Mitbewerber auf verwässernde Bought-Deal-Angebote einlassen musste (zumindest noch nicht). Ohne nennenswerte Verwässerung sehen die Aktionäre eindeutig wie die Gewinner aus.

5. Kein Insider-Verkauf

Vergiss nicht, dass Tilray sich noch innerhalb der Sperrfrist von 180 Tagen befindet, die am 15. Januar 2019 endet. Einfach ausgedrückt, diese Sperrfrist verbietet es Insidern wie Führungskräften und Vorstandsmitgliedern, Aktien von Tilray zu verkaufen. Daher bleibt den Insidern nichts anderes übrig, als an ihren Aktien festzuhalten. Das war wahrscheinlich Balsam für die Investoren.

6. Außergewöhnlich hohe Leerverkaufskosten

Auch Wetten gegen Tilrays Aktien waren praktisch unmöglich. Die Fremdkapitalkosten für Leerverkäufe von Tilray, sollte man in der Lage sein, sich Aktien zu leihen, liegen nach Angaben des Finanzanalysehauses S3 Partners bei etwa 370 % pro Jahr. Das sind wahnsinnig hohe Fremdkapitalkosten für eine außergewöhnlich volatile Aktie. Ganz zu schweigen davon, dass die Optionen nicht besser sind, mit Out-of-the-money-Prämien, dass einem schwindelig wird, und Händlern, die eine erhöhte Volatilität erwarten.

7. Einzigartiges Exportgeschäft in Deutschland

In Bezug auf konkrete Neuigkeiten hat Tilray letzte Woche angekündigt, dass es der erste Anbaubetrieb war, der das OK aus Deutschland bekommen hat, getrocknetes Cannabis und Cannabisöl ins Land zu exportieren. In Bezug auf die ausländischen Märkte ist Deutschland führend bei medizinischem Marihuana, so dass Tilray mit einem First-Mover-Vorteil am Ende hier mehr verdienen könnte als die Konkurrenten. Noch einmal, übersieh‘ nicht die Vorgeschichte und die Markenkraft von Tilray, die helfen können, den First-Mover-Status in weiteren Ländern zu sichern.

8. Ein Importvertrag mit den USA für medizinische Cannabisforschung

Am Dienstag, dem 18. September, gab Tilray bekannt, dass die U.S. Drug Enforcement Agency dem Unternehmen die Genehmigung erteilt hatte, Cannabis in pharmazeutischer Qualität in die USA zu importieren, um an der University of California in San Diego, eine klinische Studie durchzuführen. Man sollte auch nicht vergessen, dass Tilray rund ein halbes Dutzend klinische Studien rund um den Globus für medizinisches Marihuana durchführt, was letztendlich dazu beitragen könnte, den Absatz seines Produkts zu steigern.

9. Spekulationen

Es ist unbestreitbar, dass Tilray aufgrund von Übernahme-Spekulationen so stark gestiegen ist. Dazu gehören Gerüchte um Getränke-, Pharma- und Tabakunternehmen, obwohl Tilray schon einen Pharma-Partner in Form von Novartis‘ generischer Sparte Sandoz hat. Nach der Ankündigung des Joint Venture von Molson Coors Brewing Co. mit HEXO Corp und Constellation Brands‘, das eine massive Beteiligung von 3,8 Mrd. US-Dollar an Canopy Growth Corp. erworben hatte, sehen die Investoren es nur als eine Frage der Zeit an, bis Tilray einen ähnlichen Deal abschließt.

10. Die Emotionen der Anleger

Last but not least, unterschätze nicht die Macht der Emotionen von kurzfristigen Tradern. Auch wenn ich schon den Hinweis gegeben habe, dass Tilray „grob überbewertet“ sei, so war es doch John Maynard Keynes, der einmal sagte:

„Der Markt kann länger irrational bleiben, als Sie solvent bleiben können“.

Die Dynamik hier war einfach nicht aufzuhalten. Obwohl ich zu meinen Worten stehe, dass Tilray überbewertet ist, habe ich keine Ahnung, wann diese Dynamik nachlassen wird.

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The Motley Fool besitzt Anteile an Molson Coors Brewing. The Motley Fool empfiehlt Nasdaq.

Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und am 21.09.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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