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Wirecard, Steinhoff oder Bayer? Welche Aktie ich heute am ehesten kaufen würde

Foto: Getty Images

Wenn ich mir heute ein Aktie kaufe, dann muss sie eines der folgenden Kriterien erfüllen: Entweder handelt es sich um ein hervorragendes Unternehmen, das zu einem fairen Preis zu bekommen ist.

Oder es handelt sich um ein ordentliches Unternehmen, dessen Aktie gerade sehr günstig ist. Den zweiten Ansatz bezeichnet man als Value-Strategie, was bedeutet, dass die Unternehmen auch hier eine gewisse Qualität mitbringen müssen.

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Die Wirecard (WKN:747206)-Aktie, die Steinhoff (WKN:A14XB9)-Aktie und die Bayer (WKN:BAY001)-Aktie haben bewegende Monate hinter sich – doch welche der drei Aktien würde am besten zu einer meiner Strategien passen?

Kandidat 1: Die Wirecard-Aktie

Ein Kursplus von knapp 160 % in den letzten zwölf Monaten und den DAX-Aufstieg vor Augen: Bei Wirecard könnte es gar nicht besser laufen! Es wird dich daher vielleicht ein bisschen überraschen, dass die Wirecard-Aktie für mich trotzdem nicht infrage kommt.

Denn ich halte es wie Warren Buffett: Kaufe nur, was du verstehst! Und das tue ich bei Wirecard nicht.

Klar, das Unternehmen bietet alles rund ums elektronische Bezahlen an, das ist mir schon klar. Aber warum ist Wirecard in diesem Bereich derzeit besser als alle anderen? Und noch viel wichtiger: Wird es das auch in Zukunft sein?

Ich kann diese Fragen beim besten Willen nicht beantworten – weshalb ein Kauf der Wirecard-Aktie für mich aktuell nicht infrage kommt.

Kandidat 2: Die Steinhoff-Aktie

Während es bei Wirecard in den letzten Monaten steil nach oben ging, kannte die Steinhoff-Aktie nur eine Richtung: Minus 96 % in den letzten zwölf Monaten!

Damit könnte die Aktie aktuell ziemlich günstig sein – und gut zum Value-Ansatz passen! Na ja, möglicherweise ist die Aktie gerade günstig. Wie erwähnt, sollte eine Value-Aktie jedoch auch Qualität mitbringen – günstig alleine reicht nicht!

Genau daran hapert es in meinen Augen bei der Steinhoff-Aktie. Denn wenn ein Unternehmen von einem Bilanzskandal heimgesucht wird, dann deutet das meiner Meinung nach auf eine sehr kurzfristige Ausrichtung des Unternehmens hin.

Das Erreichen kurzfristiger Ziele scheint wichtiger zu sein als die langfristige Entwicklung des Unternehmens – ansonsten hätte man die Zukunft von Steinhoff nicht durch das Aufblähen seiner Bilanz zur Täuschung von Banken und Kreditgebern leichtfertig aufs Spiel gesetzt, wonach es derzeit ja aussieht.

Als langfristiger Anleger kommt die Steinhoff-Aktie für mich daher definitiv nicht infrage, egal, wie günstig sie derzeit auch sein mag!

Kandidat 3: Die Bayer-Aktie

Da ich mir sowohl die Wirecard-Aktie als auch die Steinhoff-Aktie nicht in meinem Depot vorstellen kann, bleibt nur noch die Bayer-Aktie übrig!

In meinen Augen könnte die Bayer-Aktie auf dem derzeitigen Kursniveau von rund 73,50 Euro (Stand: 18.09.2018) nämlich durchaus das Potenzial zur Value-Aktie haben.

Bayer hat vor Kurzem die Monsanto-Übernahme abgeschlossen. Die neue Bayer-Tochter wurde dann Mitte August in den USA zu einer Schadensersatzzahlung wegen verschleierter Risiken bezüglich des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat in Höhe von 289 Millionen Dollar verdonnert.

Die Investoren haben Angst, dass weiter Klagen folgen könnten – und haben die Aktie auf Talfahrt geschickt!

Um dir zu zeigen, wie günstig die Bayer-Aktie infolge dieses Kurssturzes geworden ist, habe ich das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis, kurz KGV, für die Bayer-Aktie grob überschlagen.

in Milliarden Euro Geschäftsjahr 2017
Gewinn Bayer               3,25
Gewinnminderung durch abgegebene Geschäftsbereiche               0,35
Gewinn Monsanto                1,9
theoretischer, addierter Gewinn                4,8

Quellen: Unternehmensangaben Bayer und Monsanto, Gewinne nach Steuern und Zinsen

Der Gewinn von Bayer bezieht sich auf die fortgeführten Tätigkeiten. Den Gewinn aus nicht fortgeführten Tätigkeiten habe ich nicht berücksichtigt.

Da Bayer im Zuge der Monsanto-Übernahme einige Geschäftsbereiche abgeben musste, habe ich in der zweiten Spalte 10 % des Konzerngewinns abgezogen. Den Gewinn von Monsanto habe ich mit einem Wechselkurs von 0,86 Euro für einen Dollar umgerechnet.

So erhält man einen theoretischen, gemeinsamen Gewinn von circa 4,8 Mrd. Euro. Bei der aktuellen Marktkapitalisierung von rund 68,3 Mrd. Euro ergibt sich daraus ein KGV von 14,2 (Stand: 18.09.2018).

Das scheint günstig zu sein – aber wie sieht es in Punkto Qualität bei der Bayer-Aktie aus?

Im Zuge der Monsanto-Übernahme wird Bayer zum führenden Anbieter bei Pflanzenschutzmitteln und Saatgut – einer Branche, die von einem Trend ganz sicher profitieren wird: der wachsenden Weltbevölkerung!

Denn ohne Pflanzenschutzmittel und fortschrittliches Saatgut werden wir wohl nicht in der Lage sein, alle Menschen auf der Welt zu ernähren. Auch die Geschäftsbereiche Pharmaceuticals, Consumer Health und Animal Health dürften von der wachsenden Weltbevölkerung profitieren.

Berücksichtigt man dieses Wachstumspotenzial, könnte die Bayer-Aktie mit einem KGV von gut 14 aktuell wirklich günstig sein!

Warum ich die Bayer-Aktie erst mal nicht kaufe

Auch wenn ich die Bayer-Aktie auf den ersten Blick ziemlich interessant finde – ich werde sie mir trotzdem erst mal nicht kaufen. Denn bisher habe ich mich noch nicht intensiv genug mit dem Unternehmen beschäftigt. Außerdem schreckt mich der Bereich Pharmaceuticals etwas ab, da dieser für mich als absoluten Laien schwer zu verstehen ist.

Ich werde mir die Bayer-Aktie daher in den nächsten Wochen genauer anschauen und dann entscheiden, ob ich sie mir ins Depot lege oder nicht.

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Thomas Brantl besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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