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Eine Besonderheit, die jeder Marihuana-Investor kennen sollte

Da die Erwartungen auf ein explosives Wachstum der Cannabisindustrie in naher Zukunft steigen, stürzen sich viele Investoren auf Marihuana-Aktien. Zudem haben Anleger die Aktienkurse in die Höhe getrieben, weil Kanada bis Mitte Oktober Marihuana für den Freizeitgebrauch frei verfügbar machen wird. Investoren vermuten, dass jene Marihuana-Züchter, die den aufstrebenden kanadischen Markt beliefern, am meisten profitieren werden.

Manchmal scheinen die Bewegungen, die Marihuana-Pioniere wie Canopy Growth (WKN: A140QA), Aurora Cannabis (WKN: A12GS7) und Tilray (WKN: A2JQSC) im Laufe eines einzigen Tages vollziehen, unglaublich zu sein, vor allem, wenn keine wichtigen Nachrichten über die grundlegenden Geschäftsaussichten vorliegen. Erst am 19.09.2018 stieg Tilray bei Handelseröffnung um mehr als 50 %, obwohl es seit Marktschluss am Vortag keine neuen Nachrichten gab.

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Doch was Marihuana-Aktien-Anleger verstehen müssen, ist, welches massive Tauziehen hinter den Kulissen stattfindet. Kurzfristige Händler mit stark unterschiedlichen Ansichten über die Zukunft der Marihuana-Industrie wollen alle Geld auf Kosten des anderen verdienen. Insbesondere Leerverkäufer von Marihuana-Aktien, die auf fallende Kurse setzen, sind für einen sogenannten Short Squeeze (Auflösen des Leerverkaufgeschäftes, weil die Liquidität ausgeht) anfällig. Wenn sich allerdings ihre Skepsis gegenüber Marihuana-Aktien als richtig erweist, könnte sie der Leerverkauf auch reich machen.

So funktioniert der Leerverkauf von Aktien

Die Idee hinter dem Leerverkauf von Aktien ist ziemlich einfach. Um ihn durchzuführen, musst du zuerst jemanden finden, von dem du dir Aktien leihen kannst. Normalerweise kümmert sich dein Broker darum. Er findet diesen Aktionär meist unter seinen anderen Kunden. Dann verkaufst du diese Aktien auf dem freien Markt.

Im Idealfall ist dein Ziel bei einem Leerverkauf, dich mit der Aktie zu einem späteren Zeitpunkt nach einem Kursrückgang wieder einzudecken. Zum Beispiel, wenn du eine Aktie bei 200 USD je Aktie verkaufst und der Preis auf 125 USD fällt, dann kannst du die Aktie zurückkaufen, sie an den Aktionär, von dem du sie geliehen hast, zurückgeben, und die 75 USD je Aktie als Gewinn verbuchen.

Aber, die potenziellen Gewinne aus Leerverkäufen sind nicht ohne Risiko. Wenn der Aktienkurs steigt, musst du schließlich mehr Geld nachschießen, um den Verlust auszugleichen und dieses zusätzliche Geld muss aus deiner eigenen Tasche kommen. Da Aktienkurse theoretisch unendlich steigen können (weil es keine Grenze nach oben gibt), sind die potenziellen Verluste aus einer Short Position ähnlich unbegrenzt.

Was ist ein Short Squeeze und warum passiert er?

Im Alleingang hat jeder einzelne Leerverkauf keinen großen Einfluss auf den Markt für eine Aktie. Wenn sich Leerverkäufer allerdings zusammentun, erfahren Händler davon, denn die großen Börsen beobachten, wie viel Leerverkaufsaktivitäten mit jeder Aktie verbunden sind und berichten regelmäßig über diese Zahlen. Wenn nun bullische Händler durch Aktienkäufe genügend Druck auf die Leerverkäufer ausüben, kann es zu einem Short Squeeze kommen.

Eine Nachricht oder ein anderer Katalysator kann den Aktienkurs deutlich steigen lassen und so zu einem typischen Short Squeeze führen. Leerverkäufer stehen dann vor einer schwierigen Entscheidung: Kaufen sie Aktien, um ihre Short-Positionen mit Verlust zu schließen, oder halten sie an ihr fest und riskieren noch größere Verluste. Die bullischen Aktionäre wissen, dass Leerverkäufer versuchen, ihre Positionen zu schließen, so dass sie sich auch auf noch höhere Kurse einlassen. So erhöht sich zunehmend der Druck auf die Leerverkäufer.

Noch schlimmer ist für Leerverkäufer die Tatsache, dass sie nicht immer die Wahl haben, Aktien zurückzukaufen. Wenn die Verluste so stark ansteigen, dass Leerverkäufer bei ihren Brokern keine ausreichende Marge mehr besitzen, findet eine Zwangstransaktion statt. Darüber hinaus kann es vorkommen, dass der Investor, von dem du dir die Aktien geliehen hast, sie zurückhaben möchte. Dann wird deine Maklervereinbarung normalerweise dazu führen, dass du deine Position schließt, indem du die Aktien, egal zu welchem Preis, zurückkaufst.

Werde nicht übermütig

Für Investoren, die die Dynamik von Leerverkäufen nicht verstehen, kann ein steigender Aktienkurs wie die Bestätigung ihrer Investitionsthese zu einem bestimmten Unternehmen erscheinen. Vor allem bei Marihuana-Aktien können sogar stratosphärische Gewinne gerechtfertigt erscheinen, wenn man sich auf die langfristige Perspektive der entstehenden Freizeit-Cannabisindustrie konzentriert.

Das Problem ist, dass ein Short Squeeze zwangsläufig irgendwann endet. Wenn alle Leerverkäufer aus ihren Positionen gedrängt wurden, gibt es niemanden mehr, der Aktien zu ihren jetzt hohen Kursen kaufen möchte. Auf der anderen Seite gibt es aber viele Investoren, die glücklich sind, ihre Aktien mit einem riesigen Gewinn zu verkaufen. Der Short Squeeze endet typischerweise mit einem dramatischen Aktienkurseinbruch, zurück auf das alte Niveau vor dessen Beginn.

Marihuana-Aktien sind auf absehbare Zeit für Volatilität anfällig, und manche dieser Bewegungen werden legitime Antworten auf wichtige Unternehmens- und Branchen-Nachrichten sein. Jedoch haben viele der Bewegungen, die du auf täglicher Basis sehen wirst, wenig mit Marihuana-Produzenten, ihren Geschäftsaussichten oder dem normalen Handel zu tun. Indem du ein Auge auf das Leerverkaufsinteresse bei Marihuana-Aktien wirfst, wirst du auf einen Short Squeeze und dessen unvermeidliche Folgen vorbereitet sein.

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Dan Caplinger besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien. 

Dieser Artikel von Dan Caplinger erschien am 19.09.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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