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Besserer Kauf: Toyota Motor gegen Fiat Chrysler

Viele Menschen konzentrieren sich ausschließlich auf den US-Automarkt, und obwohl sowohl Toyota Motor (WKN: 853510) als auch Fiat Chrysler (WKN: A12CBU) international tätig sind, sind sie dank ihrer umfangreichen inländischen Produktionskapazitäten und bekannten Marken stark in den USA vertreten. Die zunehmenden weltweiten Handelsspannungen zwischen den USA und anderen Schlüsselländern haben Toyota und Fiat Chrysler dazu gezwungen, sich sorgfältig durch ein Minenfeld potenzieller politischer und makroökonomischer Fragen zu kämpfen, um sowohl die Vorteile einer starken US-Wirtschaft als auch die internationalen Wachstumsaussichten zu nutzen.

In letzter Zeit haben sich viele Value-Investoren intensiver mit Autoaktien beschäftigt, da ihre Aktienkurse in den vergangenen Jahren nicht immer mit ihrem Gewinnwachstum Schritt hielten. Der zyklische Charakter des Geschäfts macht es jedoch riskant, nur die Bewertung zu betrachten, ohne andere Faktoren zu berücksichtigen. Nachfolgend werden wir uns Toyota und Fiat Chrysler genauer ansehen, um herauszufinden, welche Aktie im Moment vielversprechender ist.

Bewertung und Wertentwicklung

Weder Toyota noch Fiat Chrysler haben in letzter Zeit alles richtig gemacht. Toyota-Aktien sind seit September 2017 nur um 4 % gestiegen, während Papiere von Fiat Chrysler im gleichen Zeitraum auch nur um 3 % zulegten. Beide Unternehmen haben in den letzten drei Monaten, mit minus 12 % für den japanischen Automobilhersteller und minus 21 % für seinen multinationalen Konkurrenten, deutliche Rückgänge hinnehmen müssen.

Wenn du dir die gängigen Bewertungskennzahlen ansiehst, ist Fiat Chrysler günstiger als Toyota. Basierend auf den Ergebnissen des letzten Geschäftsjahres liegt Toyotas aktuelles Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von knapp 8 deutlich über Fiat Chryslers Wert von 6,5. Bei den zukünftigen Gewinnschätzungen ist der Unterschied noch größer, wodurch Fiat nur noch ein KGV von etwas mehr als 4 aufweist, während Toyotas KGV mehr als 9 erreicht. Dies verleiht Fiat Chrysler eine attraktivere Bewertung als Toyota.

Dividenden

Für Dividendenanleger ist die Entscheidung einfach. Toyotas aktuelle Dividendenrendite liegt bei etwa 3,6 %, während Fiat Chrysler überhaupt keine Dividende zahlt.

Toyotas Dividenden variieren in Abhängigkeit vom Gewinn von Jahr zu Jahr, wobei der japanische Autohersteller immer etwa 30 % seiner Gewinne ausschütten möchte. Dies gibt dem Unternehmen genügend finanziellen Spielraum, um seine Ausschüttung an seine Bedürfnisse anzupassen, und da der Autohersteller in Schlüsselbereichen wie selbstfahrenden Autos mithalten will, schüttet er nur so viel aus, dass seine Wettbewerbsfähigkeit nicht leidet.

Fiat hat andere Aspekte zu berücksichtigen, da die finanzielle Unternehmenssituation eine stärkere Konzentration auf den Schuldenabbau erfordert. Auf diese Weise wird Fiat bei weiter steigenden Zinsen weniger den negativen Effekt seiner Zinsaufwendungen spüren. Sobald die Schulden angemessen gesunken sind, könnten Investoren durchaus anfangen, Fiat Chrysler zu einer Dividendenzahlung zu bewegen. Im Moment ist Toyota für Dividendeninvestoren jedoch die bevorzugte Wahl.

Wachstum und potenzielles Risiko

Sowohl Toyota als auch Fiat Chrysler mussten wichtige strategische Schritte unternehmen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, da die Aussichten für den Autoverkauf weltweit immer düsterer werden. Für Toyota zahlen sich intelligente Maßnahmen zur Anpassung an zukünftige Probleme aus, denn das Fahrzeugabsatzvolumen des Automobilherstellers stieg im letzten Quartal um 18 %, was zu einer Steigerung von Umsatz und Ergebnis führte. Trotz der Herausforderungen in Japan trug eine Kombination aus guten Bedingungen in Europa und Kostensenkungsmaßnahmen zur Steigerung der operativen Marge bei, wodurch sich Toyota behaupten konnte. Um den Umsatz in den USA zu sichern, musste Toyota die Kaufanreize steigern und China war nicht der Wachstumsträger, der es in der Vergangenheit einmal war. Aber der größte Teil Asiens blieb in guter Verfassung, wodurch Toyota für den Rest des Jahres und darüber hinaus mit einer guten Performance rechnet.

Der unerwartete Tod von Sergio Marchionne hat Fiat Chrysler in eine Krise gestürzt, wodurch der neue CEO Mike Manley alle Hebel in Bewegung setzen musste, um den Automobilhersteller wieder in die richtige Richtung zu lenken. Fiats jüngste Entwicklung verlief gemischt, wobei ein Absatzanstieg von 6 % auch den Umsatz steigerte, während die letzten Quartalerträge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 35 % zurückgingen. Fiat Chrysler hat in Nord- und Südamerika beachtliche Erfolge erzielt, aber China war eine Enttäuschung, und die Probleme mit High-End-Modellen, wie der Marke Maserati, zwangen den Autohersteller, seine Prognose für 2018 zu reduzieren. Dennoch sind die Bullen von Fiat Chryslers Möglichkeiten, nach Abschluss der Übergangsphase, überzeugt.

Die Suche nach der aufgehenden Sonne

Trotz Toyotas höherer Bewertung bleibt die Aktie zwischen den beiden Automobilherstellern meine bevorzugte Wahl. Mit einem neuen Chef am Steuer steht Fiat Chrysler vor einigen Herausforderungen, die erst nach einiger Zeit gelöst werden können. Toyotas planbarere Geschäftsaussichten und Dividenden machen es zu einer besseren Investition für all diejenigen Investoren, die mehr Stabilität und weniger Risiko suchen.

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Dan Caplinger besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien. 

Dieser Artikel von Dan Caplinger erschien am 12.09.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.