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Tencent und JD.com mit heftigem Gegenwind: Eine Chance für Schnäppchenjäger?

Eieieieieiei. Für die beiden asiatischen Schwergewichte Tencent (WKN: A1138D) und JD.com (WKN: A112ST) läuft es im Moment einfach nicht rund. Beim Blick auf den Chart fällt auf, dass die Aktien der beiden chinesischen Onlinegrößen innerhalb der letzten Wochen deutlich unter die Räder gekommen sind.

Doch was waren die Gründe für diesen Abverkauf? Hat sich langfristig etwas bei den Unternehmen geändert? Oder bieten sich hier derzeit möglicherweise Schnäppchengelegenheiten?

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All das sind natürlich spannende Fragen. Versuchen wir am besten, diese zu beantworten.

Tencent mit regulatorischen Problemen

Und nochmal ein Eieieieiei an dieser Stelle. Wie der genaue Blick auf den Chart offenbart, hat Tencent gegenwärtig rund ein Drittel seit Jahresanfang eingebüßt. Das hat so manchen Anleger gewiss auf dem falschen Fuß erwischt.

Der Grund? Nun, die chinesische Politik gilt insgesamt ja als etwas verklemmt, was die Onlinenutzung seiner Bürger angeht. Und so kam es, dass im Zuge einer Behördenumstrukturierung im Reich der Mitte die Gaming-Lizenzen derzeit auf Eis gelegt worden sind. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Für ein Unternehmen, das einen erheblichen Anteil seiner Erlöse mit einer Gaming-Sparte generiert, prinzipiell ein Problem. Natürlich auch für Tencent. Der Konzern hat im Jahr 2017 beispielsweise allein mit Mobil-Games rund 17 Mrd. US-Dollar an Umsätzen generiert. Derartige regulatorische Einbußen sind tendenziell nicht zu unterschätzen.

Was man jedoch an dieser Stelle nicht vernachlässigen sollte, ist, dass Tencent mehr als lediglich ein Spieleunternehmen ist. Mit WeChat verfügt Tencent nach wie vor über eine sehr starke, im asiatischen Raum sogar die stärkste Social-Media-Plattform, die sowohl Anknüpfungspunkte im E-Commerce als auch im Werbegeschäft bereithält.

Tencent daher lediglich anhand der kurz- bis mittelfristigen Rückschläge im Gaming-Segment zu messen, könnte daher zu kurz gedacht sein. Zumal die Fantasie auf eine wohlwollende behördliche Einigung im Sinne Tencents die Aktie und insgesamt die Wachstumsstory schnell wieder beflügeln könnte.

JD.com mit Managerproblemen

Auch der Blick auf den Chart von JD.com könnte so manchem Anleger Magenschmerzen bereiten. Seit Mitte Juni dieses Jahres ist auch diese chinesische E-Commerce-Größe deutlich unter die Räder gekommen und fiel im besagten Zeitraum von rund 37 Euro auf derzeit 24 Euro. Immerhin ebenfalls ein Einbruch von rund einem Drittel. Eieieiei.

Anders als Tencent hat JD.com jedoch keine regulatorischen Probleme, sondern vor allem in letzter Zeit eher operative Baustellen. Zum einen fielen die zuletzt veröffentlichten Quartalszahlen nicht mehr ganz so rosig aus, wie man es im Vorfeld gewohnt war. Zum anderen machten aber auch unschöne Meldungen über die Verhaftung von JD.com-Chef Richard Liu wegen eines möglichen sexuellen Vergehens die Runde.

Richard Liu gilt bei JD.com als wichtiger und disruptiver Innovator. Entsprechend besorgt zeigten sich viele Anleger des Onlinehändlers und zogen in der Folge die Reißleine.

Doch auch bei JD.com empfiehlt sich ein genauerer Blick. Zum einen befindet sich Liu derzeit wieder auf freiem Fuß, und wir alle wissen noch nix Konkretes über den weiteren Verfahrensweg der Ermittlungen. Zum anderen könnte JD.com auch ohne seinen ambitionierten Lenker eine nach wie vor interessante Zukunft besitzen.

Das, was JD.com nämlich schon heute vorweisen kann, ist ein Lager- und Logistiknetz, das den chinesischen Markt in großen Teilen abdeckt. Und da der chinesische Onlinehandelsmarkt sich gängigen Prognosen zufolge bis zum Jahr 2021 auf 2,66 Billionen US-Dollar noch einmal knapp verdoppeln könnte, existieren für JD.com allein in seinem bisherigen Hauptmarkt noch weitere Wachstumsmöglichkeiten.

Vielleicht wird JD.com daher in nächster Zeit nicht mit Roboktikprojekten glänzen können. Vielleicht wird sich auch die Expansion JD.coms zunächst auf den asiatischen Markt begrenzen. Und ganz vielleicht hängt all das damit zusammen, dass JD.com seinen wegweisenden Innovator verlieren könnte.

Das bislang Erreichte mit den Aussichten auf weiterhin glänzende Wachstumsjahre im E-Commerce-Bereich im Reich der Mitte könnte jedoch schon alleine ausreichend sein, um JD.com zurück in die Spur zu helfen.

Chancen? Ja, vielleicht …

JD.com und Tencent besitzen daher auch weiterhin viele Chancen, um stark wachsen zu können. Die aktuellen Meldungen rund um die beiden chinesischen Onlinegrößen sollte man als Foolisher Investor zwar ernst nehmen, jedoch auch stets kritisch hinterfragen, welche langfristigen Auswirkungen sie mit sich bringen werden.

Womöglich könnten die negativen Schlagzeilen daher unberechtigterweise für etwas zu viel Pessimismus bei diesen zwei nach wie vor interessanten Aktien geführt haben, was in Anbetracht der Abverkäufe zwei interessante und nun günstige Gelegenheiten kreiert hat.

Aber das bleibt letztlich – wieder einmal – deine finale Entscheidung.

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Vincent besitzt Aktien von JD.com. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von JD.com und Tencent Holdings.

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