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3 Aktien mit bis zu 8 % Dividendenrendite! Kaufen oder davonlaufen?

Foto: Getty Images

Dividendenaktien mit sehr hohen Dividendenrenditen können zwei gänzlich unterschiedliche Seiten haben: Entweder, den Aktien liegen sehr solide Unternehmen mit kleineren operativen Baustellen zugrunde. Das würde sie zu einer waschechten Value-Gelegenheit machen.

Oder aber es sind Anteilsscheine von Unternehmen, die mit heftigen Problemen zu kämpfen haben, wo eine Besserung perspektivisch nicht in Sicht sein könnte. Das wiederum würde sie zu einer Dividendenfalle machen.

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Doch wie sieht es ganz konkret bei ProSiebenSat.1 Media (WKN:PSM777), der Aareal Bank (WKN:540811) und der Deutsche Euroshop (WKN:748020) aus? Dividendenfalle oder Dividenden-Schnapper? Finden wir es im Folgenden heraus!

ProSiebenSat.1 Media im Überblick

Gehen wir gleich zu Beginn direkt in die Vollen. ProSiebenSat.1 Media bietet in diesem Überblick nämlich derzeit die höchste theoretische Dividendenrendite.

Für das vergangene Jahr zahlte das Medienunternehmen eine Dividende in Höhe von 1,93 Euro je Anteilsschein aus, was bei einem derzeitigen Aktienkurs von 22,80 Euro (11.09.2018, maßgeblich für alle Kurse) einer Dividendenrendite von 8,4 % entsprechen würde. Zumindest, sofern die Dividende auch weiterhin auf dem aktuellen Niveau gehalten werden kann. Aber was ist ProSiebenSat.1 Media denn nun, Falle oder Schnapper?

Eine Frage, die kurz- bis mittelfristig möglicherweise gar nicht so leicht zu beantworten ist. Langfristig in meinen Augen jedoch schon. ProSiebenSat.1 Media hat nämlich gewissermaßen mit einer Fernseh-Revolution zu kämpfen. Etablierte Streaminganbieter dürften immer mehr Zuschauer auf sich vereinen können, das klassische Fernsehen dürfte somit auch weiterhin das Nachsehen haben.

Natürlich versucht ProSiebenSat.1 Media gegen diese Entwicklung aufzubegehren. Beziehungsweise ebenfalls einen Teil des lukrativen Streamingkuchens abzubekommen. Die bisherigen Bemühungen wirken jedoch insgesamt noch sehr trist und wenig innovativ, sodass sich meiner Meinung nach bislang wenig an der schlechten Perspektive für das Medienunternehmen geändert hat. Schlussrating daher: eher davonlaufen!

Aareal Bank in der Nische

Weiter geht’s mit der Aareal Bank. Auch dieser auf Immobilienfinanzierungen spezialisierte Dienstleister kann mit einer sehr üppigen Dividendenrendite aufwarten. Sofern die Dividende des Vorjahres (einschließlich Sonderdividende) auch im folgenden Jahr aufrechterhalten werden kann, locken hier für 2018 weitere 2,50 Euro je Anteilschein. Das entspräche bei einem aktuellen Kursniveau von 35,06 Euro einer Dividendenrendite von 7,13 %.

Zugegeben, die gerade frisch angekündigte Übernahme der Düsselhyp zum Schnäppchenpreis könnte nun kurzweilig dafür sorgen, dass die Dividende möglicherweise im nächsten Jahr nicht ganz so hoch ausfällt. Dennoch sollte die Aareal Bank mit dieser Übernahme einen wichtigen Schritt in Richtung weiteres Wachstum – und somit auch langfristig weiterhin konstanter und wachsender Dividenden – gegangen sein.

Generell hat sich die Aareal Bank mit den Immobilienfinanzierungen eine interessante Nische ausgesucht, in der sie nach wie vor profitabel ist und weiteres Wachstumspotenzial hat. Langfristig orientierte Einkommensinvestoren dürfen daher durchaus ein interessiertes Auge auf diese high-yield Dividendenperle riskieren.

Deutsche Euroshop mit Shoppingzentren

Kommen wir zuletzt noch zur Deutsche Euroshop. Auch die Deutsche Euroshop hat sehr direkt mit Immobilien zu tun. Immerhin handelt es sich hierbei um ein auf Einkaufszentren spezialisiertes Immobilienunternehmen.

Die Deutsche Euroshop hatte es in den vergangenen Wochen und Monaten nicht leicht, weil der stationäre Einzelhandel nach und nach in den Hintergrund gerät. Zu groß sei der Druck des E-Commerce, zu groß dementsprechend auch das Risiko für Einzelhändler – und wohl eben auch für diejenigen Unternehmen, die die Ladenflächen zur Vermietung bereitstellen.

Was hierbei jedoch womöglich untergeht, ist, dass jegliche E-Commerce-Bedrohungen bislang noch an der Deutsche Euroshop vorbeigegangen sind. Nach wie vor kann die Deutsche Euroshop eine verschwindend geringe Leerstandsquote von lediglich 1,2 % ausweisen (Stichtag 31.12.2017). Von operativen Problemen beim Vermietungsgeschäft gibt es daher zumindest gegenwärtig noch keine Spur.

Die Deutsche Euroshop zahlte zuletzt übrigens eine Dividende in Höhe von 1,45 Euro an die Anteilseigner aus, was bei einem Kurs von 28,74 Euro einer Rendite von 5,04 % entspricht. Angesichts der weiterhin vorhandenen operativen Stärke daher definitiv ebenfalls einen näheren Blick wert.

Hohe Dividende – ja oder nein?

Hohe Dividenden besitzen gewiss eine Anziehungskraft. Dennoch lohnt es sich immer, ganz genau hinzuschauen, was die Gründe für die hohe Dividende sind und wie die weiteren Aussichten in Anbetracht von Chancen und Risiken aussehen können.

Ganz konkret würde ich an dieser Stelle dazu neigen, die Aareal Bank und die Deutsche Euroshop für interessant zu befinden, während ich von ProSiebenSat.1 Media eher Abstand nehmen würde. Doch wie du das final für dich bewertest, bleibt, wie üblich, deine Entscheidung.

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Vincent besitzt Aktien der Aareal Bank und der Deutsche Euroshop. The Motley Fool empfiehlt Deutsche Euroshop.

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