The Motley Fool

Die Lufthansa und das Eurowings-Debakel: Was Anleger jetzt wissen müssen

Eigentlich läuft es nicht schlecht bei der Lufthansa (WKN:823212). Trotz gestiegener Treibstoffkosten liegt der Halbjahresgewinn nur knapp unter dem starken Vorjahreswert. Gleichzeitig schlägt sich Dauerrivale Ryanair (WKN:A1401Z) mit Flugausfällen und Streiks herum.

Doch auch die Lufthansa hat ein massives Problem – und das heißt Eurowings! Was beim konzerneigenen Billigflieger schiefläuft, wo in meinen Augen die Ursache liegen könnte und warum das für uns Aktionäre so wichtig ist, erfährst du, wenn du weiterliest!

3 Aktien, die jetzt von der Digitalisierung der Welt profitieren Das Coronavirus verändert nachhaltig die Welt, in der wir leben. Die Digitalisierung der Welt ist nicht mehr aufzuhalten und erfährt aktuelle eine massive Beschleunigung. The Motely Fool hat jetzt 3 Unternehmen identifiziert, die von diesem Mega-Trend in 2020 und den kommenden Jahren stark profitieren werden. Für uns Kerninvestments der neuen, digitalen Welt 2.0. Fordere die kostenlose Analyse jetzt hier ab..

Die schockierende Bilanz von Eurowings

Eurowings hat ein massives Qualitätsproblem! Flugausfälle und Verspätungen sind im ersten Halbjahr 2018 regelrecht explodiert.

Januar–Juli 2017 Januar–Juli 2018
Flugausfälle je 1.000 Flüge            6,4            25,4
Verspätungen über 3 Stunden je 1.000 Flüge            4,1             5,9

Quelle: manager magazin, Ausgabe 9/2018

Für Eurowings – und damit auch für die Lufthansa und deren Aktionäre – hat das verheerende Folgen. Zum einen werden Millionen von Euro für Entschädigungen fällig. Geld, das für Investitionen, Schuldenabbau oder Dividenden fehlt. Das alleine ist schon ziemlich unerfreulich.

Langfristig allerdings dürfte der Imageschaden, den Eurowings aufgrund der Flugausfälle und Verspätungen aktuell erleidet, noch viel schlimmer sein. So titelte beispielsweise der Spiegel:

Flugausfälle verzehnfacht – was läuft schief bei Eurowings?

Auch das Handelsblatt sieht dramatische Missstände bei Eurowings:

Flugchaos bei Lufthansa und Eurowings alarmiert die Politik

Gerade für eine relativ neue Airline sind solche Schlagzeilen natürlich Gift. Denn wenn die Kunden zwei Flüge zum gleichen Preis finden, dann werden sie mit hoher Wahrscheinlichkeit die Airline wählen, die nicht aufgrund von Verspätungen und Flugausfällen die Schlagzeilen bestimmt.

Sollte die Lufthansa das Eurowings-Desaster nicht bald in den Griff bekommen, dann droht aus dem schlechten Image ein waschechter Wettbewerbsnachteil gegenüber Ryanair, Easyjet und Co. zu werden – und das ist das Letzte, was wir langfristige Investoren sehen wollen!

Aber woran liegt es, dass eine etablierte Airline wie die Lufthansa solch massive Probleme in ihrem operativen Kerngeschäft hat?

Ein Telefónica-Manager soll eine Billig-Airline aufbauen???

Wenn du mich fragst, dann könnte der Katastrophensommer von Eurowings mit Lufthansa-Vorstand Thorsten Dirks zusammenhängen. Er verantwortet unter anderem das Vorstandsressort Eurowings.

Eines gleich vorweg: Ich möchte Herrn Dirks in keinster Weise Führungskompetenzen oder Managementkenntnisse absprechen. Ich kenne ihn nicht persönlich und würde mir deshalb niemals ein Urteil über seine Managementkompetenzen erlauben.

Beim Blick auf seine Vita stellt sich allerdings unweigerlich die folgende Frage: Wie um Himmels willen kommt irgendjemand auf die Idee, dass Thorsten Dirks der richtige Mann für den Aufbau einer Billig-Airline ist?

1996–2007 diverse Führungsfunktionen bei E-Plus
2007–2014 Vorstandsvorsitzer E-Plus
2014–2017 CEO Telefónica Deutschland Holding AG
2017– Vorstand Deutsche Lufthansa

Quelle: Investor Relations Lufthansa

Dirks war ausschließlich in der Telekommunikationsbranche tätig. Und das bei einem Unternehmen, das sich wahrlich nicht durch eine Erfolgsgeschichte auszeichnet.

Welches Wissen, welche Erfahrungen kann er beim Aufbau von Eurowings einbringen? Ich zumindest kann keine Antwort auf diese Frage finden. Wenn ich mir nun überlege, dass ein Airline-Greenhorn wie Dirks einem Michael O’Leary, CEO von Ryanair, ernsthaft gegenübertreten soll, dann sieht das für mich aus wie David gegen Goliath.

Michael O’Leary ist seit 1993 CEO bei Ryanair. Davor war er jahrelang bei der irischen Billig-Airline tätig. Er kennt die Branche aber nicht nur wie seine Westentasche: Er hat sie sogar erfunden! Zumindest hier in Europa.

Sein Werk: Inzwischen ist Ryanair gemessen an den beförderten Passagieren die größte Airline Europas – vor der Lufthansa. Gleichzeitig ist man deutlich profitabler als die Kranich-Airline, daran dürften auch die aktuellen Streiks bei Ryanair nicht viel ändern.

Gegen diesen Michael O’Leary schickt die Lufthansa einen Mann in den Ring, der sich bisher ausschließlich um Mobilfunkverträge und Telefonnetze gekümmert hat!

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Eurowings mit Dirks an der Spitze merklich Boden auf Ryanair gutmachen kann. Und das Katastrophenhalbjahr bei Eurowings gibt mir bis jetzt recht.

Wie ich mir ein gutes Management vorstelle

Das Management zu bewerten ist schwierig. Meine persönliche Erfahrung hat aber gezeigt, dass bei außergewöhnlich erfolgreichen Unternehmen der Gründer an der Spitze steht. Oder eine Manager, der seinen Job mit Leidenschaft ausübt – und gleichzeitig über mehrere Jahrzehnte Branchenerfahrung verfügt. Der also weiß, worauf es ankommt!

Klar gibt es Ausnahmen. Vielleicht ist Dirks so eine. Mein Gefühl – und die bisherige Performance der Eurowings – sprechen allerdings dagegen.

Unsere Top Nischenaktie mit Potential zum Technologiestar

Jedes Amazon von morgen fängt mal klein an. Deswegen sind Small Caps so interessant. Unsere Top Small Cap für 2020, von der viele unserer Analysten begeistert sind, bedient einen wichtigen und schnell wachsenden Markt, der in Zeiten von Corona-Präventionen noch wichtiger wird.

Die Zahl an Datenverletzungen und Hacker-Angriffen nimmt immer weiter zu, und sich dagegen zu schützen wird deshalb immer wichtiger. Unsere Top Nischenaktie hilft Firmen bei der Login-Verwaltung und Datensicherheit ihrer Mitarbeiter, egal von wo sie arbeiten.

Das ist besonders wichtig beim Home-Office. Dass hier die Nachfrage enorm ist, zeigt schon das letztjährige Umsatzwachstum von 47 %. In unserem brandneuen Sonderreport nennen wir dir alle Details.

Jetzt hier kostenlos abrufen!

Thomas Brantl besitzt Aktien von der Lufthansa und Ryanair. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Diese Aktien empfehlen wir jetzt zum Kauf

Die Post-Corona Ära: Die neue Normalität +++ Worauf du dich jetzt einstellen solltest +++ Wo die Redaktion des Stock Advisor Deutschland jetzt die größten Kaufchancen sieht+++Die 3 besten Kennzahlen für deinen Sicherheits-Depotcheck+++

Welche Aktien haben jetzt die besten Chancen , in der Post-Corona Ära zu bestehen und davon zu profitieren?

Wir sind fest davon überzeugt, dass Investoren langfristig belohnt werden, wenn sie jetzt bewährte Foolishe Kriterien beachten.

Teste jetzt 30 Tage lang Stock Advisor Deutschland und erhalten sofortigen Zugriff auf alle aktuellen Kaufempfehlungen und Inhalte!

Klick hier für alle Details!