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Wie Tim Cook Apple-Aktionäre reich gemacht hat

Tim Cook wurde am 24. August 2011 CEO von Apple (WKN:865985), nachdem Steve Jobs mit den Worten zurückgetreten ist: “Ich habe immer gesagt, dass wenn der Tag gekommen ist, an dem ich die Pflichten und Erwartungen an den CEO von Apple nicht mehr erfüllen kann, bin ich der Erste, der es euch sagt. Leider ist dieser Tag gekommen.“

An diesem Tag – wenn man den 7-zu-1-Aktiensplit herausrechnet – schloss die Apple-Aktie mit 53,74 US-Dollar. Im Moment liegt der Aktienpreis bei 225,03 US-Dollar. Damit hat sich der Kurs mehr als vervierfacht, seit Cook die Führung übernommen hat. Und die Gewinne werden noch besser, wenn du die Dividende einbeziehst, die Apple seitdem ausgeschüttet hat.

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Lass uns genauer untersuchen, was unter Cooks Führung passiert ist, was dieses enorme Wachstum des Aktienwertes verursachte.

1. Beachtliches Gewinn- und Umsatzwachstum

Im dem Wirtschaftsjahr 2011, welches im September endete, erwirtschaftetet Apple 108,25 Milliarden US-Dollar Umsatz und 25,92 Milliarden US-Dollar Gewinn. Beides sind bereits beeindruckende Zahlen. Trotzdem schaffte es Apple, bis zum Wirtschaftsjahr 2017 seinen Umsatz auf 229,2 Milliarden US-Dollar zu verdoppeln. Der Nettogewinn erreichte mit 48 Milliarden US-Dollar ein ähnliches Wachstum.

Und es wird noch besser. Apples gegenwärtiges Finanzjahr, das Wirtschaftsjahr 2018, scheint ein neues Rekordjahr für das Unternehmen zu werden. Der letzte Umsatz- und Gewinnrekord wurde 2015 erzielt, als der Umsatz 234 Milliarden US-Dollar betrug und ein Gewinn von 53,4 Milliarden US-Dollar erzielt wurde. Der aktuelle Konsens zwischen den Analysten geht von 263,5 Milliarden US-Dollar Umsatz und mehr als 62 Milliarden US-Dollar Gewinn aus. Das wäre eine Steigerung von 15 % bzw. 21 % gegenüber dem vorherigen Wirtschaftsjahr.

Cook hatte 2011 ein großes, rentables Unternehmen übernommen. Und er hat es geschafft, den Umsatz noch weiter zu steigern.

2. Großzügige Kapitalrückzahlungen

Unter Jobs zahlte Apple keine Dividende. Allerdings gab Apple am 19. März 2012 eine Pressemitteilung heraus, die Pläne enthüllte, eine vierteljährliche Dividende von 2,65 US-Dollar je Aktie zu zahlen. Dies sollte im vierten Quartal 2012 der Fall sein. Das vierte Quartal begann am 1. Juli 2012.

Die vierteljährliche Dividendenzahlung wäre nach Bereinigung des 7-zu-1-Aktiensplits ca. 0,379 US-Dollar je Aktie wert.

Seitdem hat Apple seine vierteljährlichen Ausschüttungen beständig erhöht. Am 31. Juli gab Apple eine Dividende je Aktie von 0,73 US-Dollar bekannt. Das ist fast doppelt so viel, wie das Unternehmen im Juli 2012 ausgeschüttet hatte.

Apples Dividende. Daten von YCharts

Apples Kapitalrückzahlungsprogramm beschränkt sich aber nicht nur auf Dividenden. Gleichzeitig mit der ersten Ankündigung im März 2012 verkündete der Technologieriese, dass er auch Aktien zurückkaufen möchte. Das erste Rückkaufprogramm hatte ein Volumen von 10 Milliarden US-Dollar. Laut Apple war es das Ziel, den Einfluss der Verwässerung durch Aktienprogramme für Angestellte auszugleichen.

Mit anderen Worten, der Zweck des ersten Programms bestand nicht darin, die Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien dramatisch zu reduzieren, sondern zu verhindern, dass es immer mehr werden.

Aber es dauerte nicht lang, bis Apple mutiger auftrat. Am 23. April 2013 gab der Vorstand bekannt, dass das Aktienrückkaufprogramm auf 60 Milliarden US-Dollar aufgestockt wird. Ein Jahr später wurde das Volumen auf 90 Milliarden US-Dollar angehoben.

 

Und noch ein Jahr später kamen weitere 50 Milliarden US-Dollar hinzu. Damit war Apple in der Lage, Aktien im Wert von 140 Milliarden US-Dollar zurückzukaufen. Und hier war allerdings noch nicht Schluss. Im April 2016 wurden zusätzlich 35 Milliarden US-Dollar genehmigt und 2017 noch einmal 35 Milliarden US-Dollar.

Erst vor Kurzem, im Mai 2018, genehmigte der Vorstand ein neues, 100 Milliarden US-Dollar schweres Aktienrückkaufprogramm“

Apples Aktienrückkaufprogramm hat die Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien deutlich verringert. Dies hat dazu beigetragen, dass der Gewinn je Aktie stieg. (Ein konstanter Gewinn muss nun durch viel weniger Aktien geteilt werden.)

Durchschnittliche, verwässerte Zahl der im Umlauf befindlichen Apple-Aktien. Daten von YCharts

3. Erfolgreiche, neue Hardware und mehr Service

Unter Cook hat Apple zahlreiche erfolgreiche neue Produkte und Dienste auf den Markt gebracht. Diese haben zu einem schnellen Wachstum der Sparten Sonstige Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens geführt.

Beispiele dafür sind die Apple Watch (sie ist zurzeit die erfolgreichste Smartwatch der Branche. Die Umsätze steigen schnell.) sowie die kabellosen In-Ohrlautsprecher der AirPods. Zusammen machten die Wearables im Zeitraum zwischen dem vierten Quartal 2017 und dem dritten Quartal des 2018er Wirtschaftsjahres 10 Milliarden US-Dollar aus.

Noch beeindruckender ist vielleicht die Entwicklung der Service-Sparte. Der Umsatz von Apples iTunes lag Ende 2012 bei 12,89 Milliarden US-Dollar. Ende des Wirtschaftsjahres 2017 betrug die Zahl 30 Milliarden US-Dollar. Und Apple ist auf dem besten Wege, den Serviceumsatz von 2016 bis 2020 zu verdoppeln.

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Dieser Artikel wurde von Ashraf Eassa auf Englisch verfasst und am 31.08.2018 auf fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool hält und empfiehlt Aktien von Apple. The Motley Fool hat folgende Optionen Long Januar 2020 150 USD Calls auf Apple und Short Januar 2020$155 USD Calls auf Apple.

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