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K+S: Zukünftige Kursrakete und angehender Dividendenstar?

Begeisterungsstürme hat K+S (WKN: KSAG88) in den letzten Jahren nicht unbedingt ausgelöst. Seit 2016 läuft der Aktienkurs mehr oder weniger seitwärts und die derzeitige Dividendenrendite ist ziemlich überschaubar. Damit werden viele Investoren sicherlich nicht zufrieden sein. Doch jetzt soll alles besser werden. Damit das gelingt, wurde das Vorstandsteam im Mai letzten Jahres neu formiert. Ganz nach dem Motto „Neue Besen kehren gut“.

Einige Zeit später wurde dann die neue Unternehmensstrategie Shaping 2030 vorgestellt. K+S hat sich also viel vorgenommen. Da mittlerweile auch der Halbjahresfinanzbericht 2018 vorliegt, ist das ein guter Zeitpunkt, um die zukünftigen Aussichten mal genauer unter die Lupe zu nehmen.

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Wie die Transformation zum Börsenliebling gelingen soll

Bisher waren die Geschäftsfelder in die zwei großen Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte und Salz unterteilt. Zukünftig strebt man jedoch eine größtmögliche Nähe zum Kunden an. Maßgeschneiderte Produkte sollen es nun sein. Das Ziel ist sogar, das am stärksten auf den Kunden fokussierte Unternehmen von mineralischen Produkten zu werden. Um dies zu erreichen, erfolgt nun die Ausrichtung auf vier Kundensegmente: Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden.

Übrigens ist K+S durchaus breit aufgestellt. Salz zum Beispiel lässt sich ja fast überall verwenden. Ob das nun das handelsübliche Tafelsalz ist, Pökelsalz, Geschirrspülsalz oder Auftausalz. K+S bittet den Kunden eine breite Palette an spezifischen Salzprodukten.

Sogar Entsorgung und Recycling betreibt K+S. Hier können in Untertagedeponien und untertägigen Verwertungsanlagen Sachen entsorgt werden, die man ungern an der Oberfläche haben möchte. Die Abfälle werden dort langzeitsicher verwahrt.

Die Umsetzung der neuen Strategie soll in zwei Phasen erfolgen. Neben der Fokussierung auf den Kunden werden auch folgende Ziele bis 2020 angestrebt:

  • Die Synergien im Bestandsgeschäft sollen gehoben werden. Dadurch möchte K+S einen positiven Ergebniseffekt in Höhe von mindestens 150 Mio. Euro jährlich ab Ende 2020 erzielen.
  • Ab dem Jahr 2019 soll wieder ein positiver freier Cashhflow generiert werden.
  • Der Verschuldungsgrad (Nettoverschuldung/EBITDA) soll bis 2020 im Vergleich zum Halbjahresfinanzbericht 2017 halbiert werden.

Ein Blick in den aktuellen Halbjahresfinanzbericht offenbart dann auch, dass der Verschuldungsgrad (Nettoverschuldung/EBITDA) vom 7,2-Fachen auf das 6,8-Fache reduziert wurde. Die Nettoverschuldung belief sich auf 4129,3 Mio. Euro (31.12.17: 4140,5 Mio. Euro).

Puh, das ist immer noch ein ganz schöner Batzen an Schulden, wenn du mich fragst. Die Stärkung der Bilanz sollte meines Erachtens eine hohe Priorität besitzen. Die derzeitige Eigenkapitalquote von etwa 43 Prozent ist für meinen Geschmack etwas zu niedrig. Ich bin gespannt auf die nächsten Quartalsberichte und werde die Verschuldungssituation weiterhin im Auge behalten.

Auf die geplante Transformation bis 2020 soll dann eine zweite Wachstumsphase folgen:

  • Das operative Ergebnis soll gestärkt werden. Dabei ist die Ambition, das EBITDA auf 3 Mrd. Euro zu steigern.
  • Das Spezialitätengeschäft sowie neue Geschäftsfelder sollen ausgebaut werden.
  • In wachstumsstarken Regionen wie Asien und Afrika soll das Geschäft erweitert werden.

Das sind schon sehr ehrgeizige Ziele. Damit soll das EBITDA fast verfünffacht werden. Es ist sicherlich gut, ambitionierte Ziele zu definieren. Nur besteht eben auch die Gefahr, dass man Investoren wieder enttäuscht, wenn die angepeilten Ergebnisse verpasst werden.

Das macht Mut

Zur Ergebnisverbesserung maßgeblich beitragen soll auch das neue Kaliwerk Bethune in Kanada. Dieses wurde erst im Mai 2017 eröffnet. Hier ist man also noch dabei, die Ergebnisse zu optimieren. Da besteht durchaus Potenzial. Immerhin wurde damit die globale Präsenz erweitert und zudem soll es sich um die modernste Anlage ihrer Art handeln. Das neue Werk macht sich auch jetzt schon in den Umsätzen des Geschäftsbereichs Kali-und Magnesiumprodukte bemerkbar.

Diese lagen im 2. Quartal mit 440,5 Mio. Euro etwa 14 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Dauerhaft ist es natürlich nicht nur wichtig, die Umsätze zu steigern, sondern am Ende auch den Gewinn. Ich denke jedoch, dass sich hier eine große Möglichkeit für K+S bietet, sofern man Produktion und Kosten optimieren kann.

Abgesehen davon blickt K+S durchaus über den Tellerrand. Vor einiger Zeit wurde ein Aquaponic-Forschungscontainer in Betrieb genommen. Wenn du dich jetzt fragst, was das ist: Aquaponic bezeichnet einen Synergieeffekt zwischen der Aufzucht von Fischen in Aquakulturen und der Kultivierung von Nutzpflanzen. Die Ausscheidungen der Fische werden dabei als Dünger für Pflanzen genutzt. Na gut, das hört sich erst einmal etwas unappetitlich an.

Allerdings mag ich Unternehmen, die sich frühzeitig mit neuen Wachstumsmöglichkeiten beschäftigen. An der Börse wird ja bekanntlich die Zukunft gehandelt. Noch besser ist es allerdings, wenn solche Trends noch gar nicht vom breiten Markt entdeckt worden sind.

Wer jetzt denkt, dass noch sehr lange Forschungs- und Entwicklungszeiten in diesem Bereich notwendig sind, könnte sich täuschen. Der norwegische Lachsproduzent Marine Harvest (WKN: 924848) plant zum Beispiel den Bau eines Sicherheitstanks in Eiform, in dem die Lachse besser vor Parasiten und Unwettern geschützt sind. Eine weitere Funktion von The Egg ist, ja genau, das Abfiltern von Fischkot, sodass dieser gesammelt und als Ressource weiterverwendet werden kann. Mit dem Bau des ersten Prototypen soll schon 2018 begonnen werden. Hierbei sei jedoch angemerkt, dass Aquaponic streng genommen ein geschlossenes System bezeichnet, das mit Süßwasserfischen funktioniert.

Ein Forschungscontainer alleine wird zwar nicht ausreichen, zeigt aber, dass sich K+S im Rahmen seiner neuen Strategie mit vielversprechenden Trends beschäftigt.

Das wird ein langer Weg

Auf dem Papier hören sich die Ziele großartig an. Vom Hocker hauen mich die neuen Zahlen aus dem aktuellen Halbjahresfinanzbericht allerdings noch nicht. Ein hoher Wettbewerb und Umweltfragen wie die Entsorgung von Bergbauabwässern sind weitere Risiken. Bis 2030 ist jedoch noch eine Menge Zeit, um die ambitionierten Ziele zu erreichen und Investoren Grund zur Freude zu geben.

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Sven Knaak besitzt Aktien von Marine Harvest. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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