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Roche, Coca-Cola und Sixt: Drei defensive Aktien für deinen Ruhestand

Für alle angehenden Ruheständler dürften zwei Kernpunkte bei der Zusammenstellung des Portfolios überaus wichtig sein: Erstens, dass die Aktien relativ defensiv und dadurch weniger volatil sind, um das Ruhestandspolster weitgehend zu erhalten. Zweitens, dass die Aktien regelmäßig Dividenden zahlen, um einer drohenden Rentenlücke aktiv entgegenzuwirken.

Werfen wir in diesem Sinne einen Blick auf Roche (WKN: 851311), Coca-Cola (WKN: 850663) und Sixt (WKN: 723132), die allesamt diesen Mix mitbringen beziehungsweise in Zukunft mitbringen könnten. Vielleicht findest du in dieser Auswahl ja einen Kandidaten, der auch dein Ruhestandsportfolio vielversprechend erweitern könnte.

1) Roche

Fangen wir an mit Roche. Hierbei handelt es sich um ein schweizerisches Pharmaunternehmen, das sich auf viele Bereiche der In-Vitro-Diagnostik, auf verschreibungspflichtige Medikamente, Generika und Biosimilars spezialisiert hat. Bereits seit über 120 Jahren trägt das Unternehmen nach eigenen Angaben dazu bei, die Medizin zu bereichern und den medizinischen Fortschritt voranzutreiben. Diese langjährige Geschichte können wir wohl als Indiz dafür werten, dass Roche ein wichtiger Akteur im medikamentösen Pharmamarkt ist.

Zumindest spricht die Dividende dafür, dass Roche eher ein defensiver Kandidat im zuweilen hektischen und von Innovationen begleiteten Pharmabereich ist. Roche konnte in diesem Jahr nämlich bereits das 31. Jahr in Folge die Dividende erhöhen, was das Unternehmen zu einem der wenigen waschechten europäischen Dividendenaristokraten macht. Zuletzt zahlte Roche übrigens 8,30 Schweizer Franken je Anteilsschein aus, was bei einem derzeitigen Kursniveau von rund 240 Schweizer Franken einer Dividendenrendite von rund 3,40 % entspricht.

Es scheint daher, als sei Roche eine attraktive und dividendenstarke Möglichkeit, um im Ruhestand von einer ruhigeren Pharma-Aktie zu profitieren.

2) Coca-Cola

Wem Pharma allerdings zu spekulativ, unberechenbar oder zu unverständlich erscheint, könnte sich womöglich im Lebensmittelbereich wohlfühlen. Schnell fällt hierzulande der Blick auf Nestlé, das natürlich auch eine überaus attraktive Dividendengeschichte aufweist.

Dennoch kann auch Coca-Cola mit ähnlich attraktiven Reizen auftrumpfen. Der Name Coca-Cola gehört nach wie vor zu den 15 wertvollsten Marken unseres Planeten, was alleine schon ein starkes Indiz für die defensive Klasse des Unternehmens ist. Zudem sind die Produkte des Limonadenherstellers kaum mehr aus einem Supermarkt, Discounter, Kiosk oder auch der Frittenbude um die Ecke wegzudenken, auch wenn die Nachfrage nach zuckerhaltigen Getränken innerhalb der letzten Jahre zunehmend rückläufig gewesen ist.

Allerdings plant Coca-Cola bereits mit neuen und gesünderen Produkten, die heutzutage eher dem Konsumverhalten unserer Gesellschaft entsprechen, wieder in die Wachstumsspur zurückzufinden.

Letztlich haben jedoch die starke Marke und der Durst der Menschen nach Coca-Cola dazu geführt, dass sich der Konzern zu einem der wohl bekanntesten Dividendenaristokraten entwickelt hat. Seit über 56 Jahren erhöht Coca-Cola Jahr für Jahr die Dividende. Derzeit gibt es hier 0,39 US-Dollar je Quartal zu holen, was auf das Gesamtjahr hochgerechnet einer Dividendenrendite von ebenfalls 3,4 % entspricht.

3) Sixt

Wem Coca-Cola angesichts sich wandelnder Konsumverhältnisse zu wenig innovativ erscheint, für den könnte Sixt durchaus interessant sein. Das S-DAX-Unternehmen ist nämlich derzeit dabei, vom gesellschaftlichen Megatrend der stärker nachgefragten Mobilitätsdienstleistungen zu profitieren.

Unter dem Stichwort Mobility as a Service versucht das Unternehmen unter anderem, Unternehmen dazu zu bewegen, anstatt auf klassische Dienstwagen zunehmend auf Mobilitätsdienstleistungen zu setzen. Mit der Boston Consulting Group konnte im vergangenen Jahr so bereits ein großer Kunde gewonnen werden.

Sofern Sixt es daher schafft, nachhaltig eine Größe bei den Mobilitätsdienstleistern zu werden, könnte hier durchaus eine spannende Wachstums- und Dividendenstory lauern.

Zwar zahlte Sixt innerhalb der letzten Jahre mal mehr, mal weniger konstant die Dividende aus. Und auch die letzte Dividende wurde durch eine Sonderausschüttung deutlich verwässert. Nichtsdestoweniger könnte hier bei einem fortlaufenden Wachstumsmarkt auch zu einem gewissen Zeitpunkt eine konstantere und stark wachsende Dividendenstory warten.

Kleiner Tipp noch an dieser Stelle: Bei Sixt gibt es sowohl eine Stamm- als auch eine Vorzugsaktie. Für alle Ruheständler, die auf Dividendenmaximierung setzen wollen, könnte sich daher eher eine Investition in die Vorzugsaktien anbieten.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Nestlé.