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Drei Dividendenaktien, die weiterhin top sind

Gute Dividendenaktien benötigen nicht nur eine hohe Dividendenrendite, die sie wenige Jahre gezahlt haben. Es müssen auch immer solide Unternehmen dahinterstehen, mit einer guten Marktstellung, einem guten Management, nicht zuletzt einer guter Ergebnisentwicklung sowie einer soliden Bilanz. Zudem sollte die Ausschüttung über die letzten zehn Jahre möglichst kontinuierlich gestiegen und keine Dividendenaussetzungen vorhanden sein.

BMW (WKN: 519000), BASF (WKN: BASF11) und Fielmann (WKN: 577220) erfüllen diese Kriterien.

1) Ein großartiger Autohersteller

Bei BMW kannst du die Stammaktie mit der WKN: 519000 oder die Vorzugsaktie mit der WKN: 519003 kaufen. Während die Stammaktie schon über eine hohe Dividendenrendite von 4,9 % (21.08.2018) verfügt, fällt sie bei der Vorzugsaktie mit 5,6 % (21.08.2018) noch höher aus. Wenn du also Dividenden magst, wirst du dich wahrscheinlich für die Vorzüge entscheiden; wenn du auch ein Stimmrecht haben möchtest, müsstest du die Stammaktie kaufen.

Zwar ist BMW ein Zykliker, also stärker von der Konjunktur abhängig, aber ein insgesamt sehr gut geführtes Unternehmen. So halten die Inhaber immer noch über 30 % an einem Konzern mit einer Marktkapitalisierung von 49,95 Mrd. Euro (21.08.2018). Innerhalb der letzten zehn Jahre hat BMW seinen Umsatz von 53,2 auf 98,7 Mrd. Euro und seinen Gewinn von 0,33 auf 8,7 Mrd. Euro gesteigert. Das Unternehmen bewegt sich also nicht auf der Stelle. Es kommt sehr gut voran. Der Autoabsatz verbesserte sich von 1,44 auf 2,46 Mio. Fahrzeuge. Die Eigenkapitalquote wurde sogar von 20,1 auf 28,2 % gesteigert. Die Aktie ist meiner Meinung nach immer noch günstig bewertet.

Quelle Zahlen: Geschäftsbericht 2017

2) Ein führendes Chemieunternehmen

BASF notiert heute noch zu einer Dividendenrendite von 4,2 % (21.08.2018). Auch hier ist das Geschäft von der Konjunktur abhängig, aber trotzdem hat BASF in den letzten zehn Jahren immer eine Dividende ausgeschüttet. Dabei ist die Ausschüttung fast jedes Jahr gestiegen. So klettert die Rendite auf deinen ursprünglichen Einsatz ebenfalls von Jahr zu Jahr.

Bei BASF ist die Dividendensteigerung nachhaltig, denn der Konzerngewinn ist seit 2008 von 2,9 auf 6,1 Mrd. Euro gestiegen. Zudem verfügt das Unternehmen mit 43,5 % Eigenkapital über eine solide Bilanz.

Durch seine fünf Hauptbereiche Chemicals, Performance Products, Functional Materials & Solutions, Agricultural Solutions und Oil&Gas ist der Konzern breit aufgestellt und verfügt über sich ergänzende Segmente. BASF besitzt eine gute Marktstellung und genießt durch seine integrierten Standorte Wettbewerbsvorteile. Mit der letzten Übernahme von Bayer (WKN: BAY001) -Geschäftsbereichen wurden die Ergebnisse ausbalanciert, sodass der Konzern nun noch stabiler aufgestellt ist.

Quelle Zahlen: Geschäftsbericht 2017

3) Ein Familienunternehmen, das seinesgleichen sucht

Zuletzt sank Fielmanns Aktienkurs leicht, weil das Unternehmen in den Onlinehandel mit Brillen investiert. Eine genaue Brillenanpassung ist aber nach wie vor nur in einer Filiale möglich. Zudem ist das Ausprobieren verschiedener Modelle vor Ort immer noch viel schneller, bequemer und genauer möglich als über das Internet.

Fielmann hat in den letzten zehn Jahren den Umsatz von 903 Mio. auf 1.386 Mio. Euro und den Gewinn von 114 auf 168 Mio. Euro gesteigert. Ebenso stetig verbesserte sich die Ausschüttung je Aktie. Zudem hält die Familie Fielmann, bei einer Marktkapitalisierung von 4,94 Mrd. Euro (22.08.2018), weiterhin über 71 % der Anteile. Dies verdeutlicht Engagement und Verbundenheit. Wie profitabel Fielmann ist, zeigen die Nettomarge, die in den letzten zehn Jahren kontinuierlich über 10 %, und die hohe Gesamtkapitalrendite, die im letzten Jahr (2017) bei 18,2 % lag. Dabei ist das Unternehmen mit einer Eigenkapitalquote von beinahe 75 % von Banken oder anderen Geldgebern fast vollständig unabhängig.

Die aktuelle Dividendenrendite liegt bei 3,25 %. Der historische Durchschnitt (seit 2000) beträgt 3,23 %, sodass die Aktie derzeit leicht darüber liegt. Nur in den Krisenjahren 2003 und 2008 lag sie auch schon einmal bei über 4 %. Das Unternehmen hat bisher stets eine Dividende gezahlt und diese fast jedes Jahr erhöht. Dazu ist das Geschäft relativ konjunkturunabhängig.

Quelle Zahlen: Geschäftsbericht 2017 und 2012

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt BMW.