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Diese 14 Top-Kryptowährungen haben einiges von ihren Höchstständen eingebüßt

Letztes Jahr konnten die Kryptowährungen nichts falsch machen. Nie hat eine Anlageklasse im gesamten Verlauf der Geschichte eine bessere einjährige Performance erreicht als die digitalen Währungen.

Zu Beginn des Jahres betrug die Marktkapitalisierung nur 17,7 Mrd. US-Dollar. Zum Jahresende hatten die Kryptowährungen 2017 einen Gesamtwert von rund 613 Mrd. US-Dollar. Das ist eine Wertsteigerung von über 3.300 %. Der Aktienmarkt legt historisch gesehen 7 % pro Jahr zu, inklusive Dividende und inflationsbereinigt. Es würde Jahrzehnte dauern, bis Aktien die gleichen Gewinne generieren, die die Kryptowährungsinvestoren innerhalb von nur 12 Monaten erzielen konnten.

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Der Absturz

Doch in diesem Jahr ist alles anders. Nach einer Fortsetzung der Rallye in der ersten Januarwoche, die die Gesamtmarktkapitalisierung auf bis zu 835 Mrd. US-Dollar brachte, haben die digitalen Währungen inzwischen mehr als drei Viertel ihres Wertes verloren.

Es war eine Art virtueller Friedhof für die Investoren, wobei praktisch alle der größten und beliebtesten Kryptowährungen von ihren Allzeithöchstständen abgestürzt sind. Hier ist eine Momentaufnahme von CoinMarketCap.com, wie sich die Top 14 Kryptowährungen seit ihrem Höhepunkt entwickelt haben.

  • Bitcoin: Rückgang um 68 % seit dem Höchststand von 20.089 US-Dollar
  • Ethereum: Rückgang um 80 % seit dem Höchststand von 1.432,88 US-Dollar
  • Ripple: Rückgang um 92 % seit dem Höchststand von 3,84 US-Dollar
  • Bitcoin Cash: Rückgang um 88 % seit dem Höchststand von 4.355,62 US-Dollar
  • EOS: Rückgang um 79 % seit dem Höchststand von 22,89 US-Dollar
  • Stellar: Rückgang um 77 % seit dem Höchststand von 0,938144 US-Dollar
  • Litecoin: Rückgang um 85 % seit dem Höchststand von 375,29 US-Dollar
  • Cardano: Rückgang um 93 % seit dem Höchststand von 1,33 US-Dollar
  • Ethereum Classic: Rückgang um 69 % seit dem Höchststand von 47,77 US-Dollar
  • Monero: Rückgang um 81 % seit dem Höchststand von 495,84 US-Dollar
  • Tron: Rückgang um 93 % seit dem Höchststand von 0,300363 US-Dollar
  • IOTA: Rückgang um 92 % seit dem Höchststand von 5,69 US-Dollar
  • Dash: Rückgang um 89 % seit dem Höchststand von 1.394,28 US-Dollar
  • NEO: Rückgang um 91 % seit dem Höchststand von 196,85 US-Dollar

Mit Ausnahme von Tether, einer vom US-Dollar gestützten virtuellen Währung, die hauptsächlich als Vermittler an Kryptowährungsbörsen angewandt wird, ist die  wertvollste Kryptowährung mit einer aktuellen Marktkapitalisierung von über 1 Mrd. US-Dollar Bitcoin. Bitcoin hat seit Mitte Dezember nämlich „nur“ 68 % seines Wertes verloren. Viele andere, darunter Ripple, Cardano, NEO und TRON, haben mehr als 90 % ihrer Spitzenwerte eingebüßt.

Warum Kryptowährungen in Ungnade gefallen sind

Es genügt zu sagen, dass virtuelle Währungen nicht mehr die Lieblinge der Investoren sind wie 2017, und es gibt genügend Gründe dafür.

1. Virtuelle Währungen stehen vor dem Proof-of-Concept-Rätsel

Das vielleicht größte Problem bei virtuellen Währungen bezeichne ich gerne als das „Proof-of-Concept-Rätsel“.

Es besteht kein Zweifel, dass der größte Wachstumstreiber, der die digitalen Währungen im Jahr 2017 in die Höhe trieb, das Aufkommen der Blockchain-Technologie war. Die Blockchain ist der digitale, verteilte und dezentrale Speicher, der für die Verarbeitung von Transaktionen ohne Drittanbieter sowie für die transparente und unveränderliche Datenerfassung zuständig ist. Mit anderen Worten: die Blockchain hat das Potenzial, Finanztransaktionen nahezu in Echtzeit zu verarbeiten, auch grenzüberschreitend, und könnte auch nicht-finanzielle Anwendungen revolutionieren.

Das Problem ist, dass die Blockchain zwar in kleinen Tests und Demos Wunder bewirkt hat, aber noch nicht in der realen Welt angewandt wurde. Ohne die Skalierbarkeit sind die Unternehmen nicht bereit, die Technologie auf breiter Basis einzusetzen. Aber nur wenn die Unternehmen der Technologie eine Chance geben, kann die Skalierbarkeit der Blockchain bewiesen werden. Doch es könnte Jahre dauern, bis sich diese Zwickmühle auflöst.

2. Die Wall Street macht sich bemerkbar

Vor Dezember 2017 wurde der Kryptowährungshandel fast ausschließlich von den Kleinanlegern betrieben. Das lag daran, dass die institutionellen Investoren an der Wall Street entweder von ihrem Arbeitgeber am Handel mit Kryptowährungen gehindert wurden, oder sie wollten sich einfach nicht an dezentralen Börsen versuchen.

Im Dezember hat sich das jedoch geändert. Sowohl CBOE Global Markets als auch die CME Group haben Futures-Kontrakte für Bitcoin auf ihren jeweiligen Handelsplattformen ausgegeben. Diese Verträge gaben den institutionellen Investoren erstmals die Möglichkeit, den Krypto-Markt über traditionelle Plattformen zu beeinflussen. Das brachte auch die Skepsis der Wall Street in diesem Markt, was man an den Bewertungen auch deutlich sehen kann.

3. Sicherheit ist ein echtes Anliegen

Auch Bedenken hinsichtlich der Sicherheit haben diese neue Anlageklasse geplagt. Nach einer Analyse von Carbon Black haben Hacker in den ersten fünf Monaten des Jahres 2018 Kryptowährung im Wert von etwa 1,1 Mrd. US-Dollar gestohlen. Ein erheblicher Teil dessen, was gestohlen wurde, stellte sich als Moneros XMR-Token heraus. Monero ist Teil der Privacy-Coin-Bewegung, die den Sender und Empfänger von Geldern verschleiert, was das Aufspüren gestohlener digitaler Token praktisch unmöglich macht.

Das Tüpfelchen auf dem i ist, dass die Securities und Exchange Commission, also die Börsenaufsichtsbehörde, die Anleger gewarnt hat, dass ihr bei Krypto-Betrug die Hände gebunden sind, da viele dieser Transaktionen außerhalb der Vereinigten Staaten stattfinden.

4. Neue Ideen brauchen Zeit, um zu reifen

Dieser Rückgang der Kryptowährungen ist auch auf die einfache Tatsache zurückzuführen, dass es Zeit braucht, bis neue Ideen und Technologien ausgereift sind.

Wie bereits erwähnt, bietet die Blockchain viel Potenzial für die Finanzdienstleistungsindustrie und auch Nicht-Finanzunternehmen. Doch es ist höchst unwahrscheinlich, dass die Unternehmen die Blockchain- und Krypto-Token nutzen werden, ohne dass die Skalierbarkeit sichergestellt ist. Jedes Mal, wenn das „nächste große Ding“ kam — sei es die Dekodierung des menschlichen Genoms, Internet-Business-to-Business-Commerce, 3D-Druck und so weiter — dauerte es Jahre, bis die zugrunde liegende Technologie fundiert und ausgereift war. Die Kryptowährungen und die Blockchain weisen ein ähnliches Muster auf.

5. Die Euphorie hat nachgelassen

Es ist kaum zu leugnen, dass die Kryptowährungen durch die Euphorie und Spekulationen der Anleger im Jahr 2017 in solche Höhen getrieben wurden. Dabei kann sich das Blatt aber auch schnell wenden. Viele glaubten in Q1, dass es nicht mehr weiter nach unten gehen könne und haben sich geirrt. Damit wurde auch das Vertrauen in die Kryptos erschüttert.

6. Es gibt wenige Zusammenhänge zwischen den Token und der Blockchain

Um die Sache noch komplizierter zu machen, gibt es keine traditionellen Möglichkeiten, Kryptowährungen zu bewerten. Während wir uns die Bilanz, den Quartalsbericht und die Managementberichte eines börsennotierten Unternehmens ansehen können, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie gut oder schlecht ein Unternehmen abschneidet, gibt es außer der Bearbeitungszeit keine konkreten Daten, die uns über die langfristige Überlebensfähigkeit und Leistungsfähigkeit eines digitalen Tokens Auskunft geben.

Das andere Problem ist, dass es keine wirkliche Korrelation zwischen Kryptowährungen und der zugrunde liegenden Blockchain gibt. Mit anderen Worten, wenn sich die Investoren in ein digitales Token einkaufen, erwerben sie kein Eigentum an der Blockchain, in der der wahre Wert liegt. Außerdem ist unklar, wie die Einführung der digitalen Währung dazu führen soll, dass die Entwickler Geld verdienen. Im Wesentlichen bedeutet eine größere Akzeptanz nicht logischerweise eine wertvollere Kryptowährung.

7. Übersättigung ist ein großes Problem

Schließlich gibt es einfach viel zu viele Kryptowährungen. Bei der letzten Überprüfung gab es etwa 1.800 verfügbare digitale Token, obwohl viele dieser Token als totes Geld angesehen werden könnten. Kryptowährungen sind dringend konsolidierungsbedürftig, damit die großen sich aus diesem Meer abheben können.

Kurz gesagt, es gibt viele Gründe, warum die Kryptowährungen gesunken sind, und es gibt wenig Grund zu der Annahme, dass sich dieser Abwärtstrend in naher Zukunft nicht fortsetzen wird.

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The Motley Fool besitzt Aktien von und empfiehlt CME Group, hält aber keine finanzielle Beteiligung an den hier erwähnten Kryptowährungen. The Motley Fool empfiehlt Cboe Global Markets.

Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und am 20.08.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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