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„Gold ist tot. Bitcoin hat einen größeren Nutzen als Gold“

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„Gold ist tot und der Bitcoin hat inzwischen einen größeren Nutzen als der glänzende Rohstoff.“ Das rutschte dem eigentlich als Krypto-Skeptiker bekannten Volkswirt und Nobelpreisträger mit Namen Paul Krugman heraus. Ja, du hast wirklich richtig gelesen: Skeptiker, nicht Enthusiast.

Doch weshalb sollte ein eigentlich skeptischer Marktbeobachter solche positiven Äußerungen in Bezug auf die digitale Münze von sich geben? Eine spannende Frage, die ich mir natürlich selbst auch gestellt habe. Und die ich vielleicht auch etwas ins rechte Licht rücken kann.

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Unwissenheit, Potenzial mit Einschränkungen und das Setting

Wenn du mich fragst, könnte es unterm Strich sogar drei Gründe geben, weshalb sich ein eigentlich skeptischer Volkswirt nun doch so wohlwollend über die Kryptowährung Bitcoin geäußert hat. Einer der wesentlichen Gründe könnte jedoch die Unwissenheit sein.

Wie Krugman nämlich selbst einschränkend zu Protokoll gab, hat er sich bislang kaum mit den Marktbegebenheiten im Kryptobereich auseinandergesetzt. Bis zu dem besagten Äußerungstermin habe er sich so lediglich mit dem Bitcoin etwas näher beschäftigt, dessen Funktionsweise er nun verstehe. Man sollte die Aussagen daher wohl besser mit Vorsicht genießen, da es sich bei Krugman wohl nicht um einen Krypto-Vollblutprofi handelt.

Zum anderen gibt es zu dieser Schlagzeile auch weitere, einschränkende Aussagen. Zwar gesteht Krugman der Kryptowährung Bitcoin ein grundsätzliches Marktpotenzial zu, allerdings äußerte er sich auch weiterhin skeptisch, was das primäre Problem der hohen Transaktionskosten anbelangt. Diese stünden einer flächendeckenden Nutzung des Bitcoin nach wie vor im Wege.

Außerdem könnte das Setting der Äußerungen wohl ebenfalls dazu beigetragen haben, dass die Aussagen so wohlwollend ausgefallen sind. Als Gast der Blockchain-Konferenz ChainXChange in Las Vegas darf man als Skeptiker wohl durchaus mutmaßen, dass Krugman seinen krypto-enthusiastischen Gast-(und vielleicht auch Honorar-)geber nicht in Gänze vor den Kopf stoßen wollte. Der Kontext könnte daher entscheidend zu dieser grundsätzlich eher wohlwollenden Äußerung beigetragen haben.

Krugman hat sich mit Gold einen interessanten Vergleichswert ausgesucht

Fragt sich nur, wie positiv die Äußerungen denn unterm Strich wirklich gemeint waren. Denn mit Gold hat sich Krugman in meinen Augen eine interessante und nicht unbedingt weniger umstrittene Vergleichsgröße ausgesucht.

Auch Gold genießt nämlich in der Börsenwelt den Ruf, lediglich als Wertaufbewahrungsmittel in Krisenzeiten zu fungieren und daher ein Spekulationsobjekt zu sein. Gold kann zwar aufgrund seiner realen Existenz als Edelmetall auch gewisse Funktionen in der (handwerklichen) Produktion haben. Allerdings ist es in erster Linie diese unproduktive Wertaufbewahrungsfunktion, weshalb viele Investoren wie beispielsweise Warren Buffett keine großen Fans von Gold sind.

Die Aussage, dass der Bitcoin daher begrenzt mehr Möglichkeiten zu bieten habe als ein relativ funktionsloses Edelmetall, könnte daher unterm Strich gar nicht so positiv gemeint gewesen sein, wie man beim ersten Lesen vielleicht denkt.

Ist Bitcoin nun besser als Gold?

Das ist abschließend eine Frage, die ich mir eigentlich noch gar nicht gestellt habe. Sowohl Gold als auch Bitcoin reizen mich als langfristigen Investor nicht, weil es hier nur begrenzt möglich ist, prognostisch in die Zukunft zu blicken.

Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich vielleicht eher auf etwas Physisches setzen, das die Menschheit schon seit Jahrhunderten in den Bann zieht und zumindest ansatzweise in Technik und Handwerk Anwendungsbereiche findet. Und nicht auf eine Kryptowährung mit strukturellen Problemen, die möglicherweise sogar weitgehend wertlos sein könnte. Aber, wie gesagt, unterm Strich ist beides in meinen Augen uninteressant.

Dennoch muss auch ich eingestehen, dass die zugrunde liegende Blockchain durchaus das Potenzial hat, sich in der Wirtschaftswelt zu etablieren. Vielleicht dachte auch Krugman bei seiner Aussage eher daran, dass er das zugrunde liegende Funktionsprinzip der Kryptowährung Bitcoin adeln wollte.

Mit einer solchen abgewandelten Aussage könnte ich mich dann doch noch ein klein wenig anfreunden.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Kryptowährungen. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Kryptowährungen.

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