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US-Präsident Trump will Quartalsberichte abschaffen

Foto: Getty Images

Zuerst ein bisschen Hintergrund: Nach dem Securities Exchange Act von 1934 sind börsennotierte Unternehmen verpflichtet, vierteljährliche Ergebnisberichte bei der Securities and Exchange Commission (SEC) einzureichen.

Jetzt könnte sich das bald ändern, wenn es nach Präsident Trump geht. In einem Tweet vom vergangenen Freitagmorgen sagte Trump, dass er die SEC gebeten habe, die Möglichkeit zu prüfen, ob man nicht Quartalsberichte abschaffen könnte. Stattdessen sollen Unternehmen alle sechs Monate ihre Berichte veröffentlichen.

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Trump steht nicht alleine da. Sein Tweet und seine Bitte an die SEC stammen aus Gesprächen mit CEOs über Möglichkeiten, das Wachstum weiter voranzutreiben. Zudem haben sich in der Vergangenheit viele hochkarätige Experten gegen Quartalsberichte ausgesprochen.

Hier mal eine kurze Analyse dazu, warum die Abschaffung der Quartalsberichte ein Katalysator für das Wachstum sein könnte. Außerdem aber auch die möglichen Nachteile einer solchen Entscheidung, und was darüber hinaus getan werden könnte, damit Entscheidungen herbeigeführt werden, die den gewünschten Effekt haben können.

Warum überhaupt die Quartalsberichte abschaffen?

Das Hauptargument gegen Quartalsberichte ist, dass sie zu kurzfristigem Denken führen. Soll heißen: CEOs und andere Führungskräfte treffen ihre Entscheidungen oft auf der Grundlage kurzfristiger Gewinnprognosen, anstatt darüber nachzudenken, welche Maßnahmen langfristig den größten Wert für Aktionäre schaffen.

Mehrere Experten und Wall-Street-Insider haben sich in den letzten Jahren aus diesem Grund gegen das vierteljährliche Ertragssystem ausgesprochen.

So sagte Anfang des Jahres ein ehemaliger Manager aus der Autoindustrie, Bob Lutz, dass er sich wünschte, dass es das alles nicht mehr gebe: Quartalsberichte, Guidance und Jahresberichte.

Und der milliardenschwere Investor Warren Buffett ging zwar nicht so weit, das Ende der Quartalsberichte zu fordern, sagte er doch: „Unternehmen, die nur darauf schielen, die Zahlen zu erfüllen, werden jede Menge Entscheidungen treffen, die dem langfristigen Erfolg im Wege stehen.“

Natürlich versuchen CEOs nicht, dem Unternehmen aktiv zu schaden; oft haben sie bloß den falschen Anreiz. Die Vergütung des CEO ist oft an den Aktienkurs gebunden, der sehr schnell auf Quartalsberichte reagieren kann, so dass es verständlich ist, dass die Erfüllung der Erwartungen der Analysten oft eine unverhältnismäßig hohe Priorität hat.

Darüber hinaus gibt es häufig Ereignisse, die sich auf die Quartalsergebnisse auswirken, die aber nichts über die Gesundheit des Unternehmens aussagen. Wie JPMorgan Chases CEO Jamie Dimon kürzlich sagte: „Quratalsberichte hängen vom Wetter ab, von den Rohstoffpreisen, der Mengen und der Preise der Wettbewerber. Und darauf hat man als CEO nicht wirklich Einfluss…“

Am Ende ist darüber hinaus die Erstellung von Quartalsberichten sehr kostspielig und zeitaufwendig. In seinem Tweet sagte Trump, dass der Wechsel hin zu einem sechsmonatigen Berichtssystem Geld sparen würde, und er hat wahrscheinlich Recht.

Der Nachteil von selteneren Einnahmeberichten

Ein großer Nachteil bei der Verringerung der Häufigkeit, mit der Unternehmen ihre Gewinne melden, ist, dass weniger Informationen für die Öffentlichkeit verfügbar wären.

Die Information der Öffentlichkeit über die Unternehmen, in die sie investieren können, ist ein Hauptgrund für die Umsetzung des Securities Exchange Act von 1934. Befürworter der Quartalsberichte sagen, dass dies den Kleinanlegern einen noch größeren Nachteil bringen könnte, da Informationen weniger leicht verfügbar wären.

Geht die Forderung weit genug?

Die Umstellung auf ein sechsmonatiges Berichtssystem würde den Unternehmen mit ziemlicher Sicherheit Geld bei den Compliance-Kosten sparen, aber das Problem des kurzfristigen Denkens von Führungskräften kann damit nicht vollständig gelöst werden.

Im Jahr 2016 sagte Ed deHaan, ein Professor der Stanford Graduate School of Business, der Radiosendung Marketplace, dass eine einfache Verlängerung der Zeit zwischen den Berichten nicht ausreichen würde, solange die Vergütung auf kurzfristigen Zielen beruht. „Langfristig das beste wäre es, wenn man Manager anhand ihrer Leistung über einen längeren Zeitpunkt beurteilt“, sagte deHaan.

Wenn das Ziel jedoch darin besteht, die Manager zu ermutigen, nicht mehr allzu kurzfristige Ziele im Kopf zu haben, könnte eine verringerte Anzahl von Ergebnisberichten sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung sein.

Wir werden abwarten müssen, wie die SEC entscheidet, aber das ist sicherlich eine Idee, die von der derzeitigen, sehr unternehmensfreundlichen US-Regierung durchaus geschätzt wird.

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Dieser Artikel von Matthew Frankel erschien am 17.8.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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