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Royal Dutch Shell unter Druck: Was ist bloß los bei dem Dividenden-Urgestein?!

Foto: Getty Images

Eieieieiei. Die Aktien von Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) sind innerhalb der letzten Wochen deutlich unter Druck geraten. Notierte die B-Aktie noch vor rund einem Monat jenseits der 31-Euro-Marke, finden wir die Aktie derzeit lediglich noch bei 28,26 Euro (17.08.2018) wieder. Immerhin ein Einbruch von fast 10 %.

Doch gibt es irgendwelche guten fundamentalen Gründe für diese schlechte Performance? Finden wir es heraus, indem wir einen Foolishen Blick auf das derzeitige Marktumfeld von Royal Dutch Shell werfen.

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Die möglichen Gründe für den Einbruch

Ich habe es innerhalb der letzten Artikel immer mal wieder betont und dementsprechend stehen die Chancen für dich als regelmäßigen Leser nicht schlecht, dass du es vielleicht nicht mehr hören kannst. Aber als Öl- und Gasmulti ist Royal Dutch Shell nach wie vor stark abhängig vom Ölpreis.

Und wie du bei einem vergleichenden Blick auf die Charts gängiger Ölsorten feststellen wirst, sind auch diese innerhalb der letzten Wochen deutlich unter die Räder gekommen. Auffällig ist, dass beispielsweise auch der Brent-Preis innerhalb des letzten Monats um rund 10 % eingebrochen ist. Man könnte daher fast meinen, dass der Royal Dutch Shell-Aktienkurs sehr stark dem des Ölpreises folgt.

Als Gründe für diesen Ölpreisverfall werden derzeit übrigens Schwankungen bei den Öllagerbeständen kolportiert, sowie die derzeit schwelenden politischen Konflikte im und um den Nahen Osten. Wenn du mich fragst, eigentlich nichts Neues.

Hinzu kommt außerdem, dass die Royal Dutch Shell-Aktie vor kurzem erst wieder ex Dividende gehandelt wurde. Auch das hat gewiss zu einem kleinen Teil zum Kurseinbruch beigetragen. Sowohl direkt in der Folge des Abschlags, als auch möglicherweise psychologisch, weil so mancher umtriebige Dividendensammler zuweilen das Interesse an einer Aktie nach dem Ex-Datum verliert.

Wie wir aber nun abschließend resümieren können, gibt es lediglich den üblicherweise schwankenden Ölpreis als fundamentalen Faktor, der sich als Belastung für Royal Dutch Shell erweisen könnte. Ich bin daher fast geneigt, zu sagen, dass eigentlich alles beim Alten ist.

Ein Blick auf das, was Royal Dutch Shell nach wie vor zu bieten hat

Nachdem wir nun also gesehen haben, dass bei Royal Dutch Shell eigentlich alles aus fundamentaler Sicht im üblichen Rahmen ist, empfiehlt es sich wohl noch einen Blick auf das zu werfen, was die Aktie insgesamt zu bieten hat.

Was bleibt, ist unterm Strich fast genau die gleiche Investitionschance, die ich bereits vor über einem Jahr hervorgehoben habe. Mehr noch, Royal Dutch Shell befindet sich heute sogar in einer deutlich besseren Situation.

Zu erwähnen ist in diesem besseren Kontext beispielsweise, dass ein Teil der Ölpreiserholung in Folge einer steigenden Nachfrage inzwischen bereits eingetreten ist. Dadurch ist Royal Dutch Shell bei den derzeitigen Ölpreisen in der komfortablen Situation, dass man die üppige Dividende in den letzten Quartalen wieder komplett aus dem Gewinn bezahlen konnte.

Hinzu kommt, dass sich der Konzern bei der Verkündung der hervorragenden Quartalszahlen für das gerade abgelaufene Quartal wieder so gut kapitalisiert gesehen hat, dass ein Aktienrückkaufvolumen im Umfang von umgerechnet rund 21,3 Milliarden Euro bis zum Jahre 2020 drin ist. Schlechte Aussichten für den Öl- und Gasmulti sehen daher auch in Anbetracht dieser Ankündigung definitiv anders aus.

Meine Einschätzung hat sich nicht geändert

Wenn du mich fragst, ist die derzeitige Korrektur daher fundamental nicht unbedingt gut begründet. Die Ölpreise schwanken hier und da und mit ihnen auch weiterhin die Aktie von Royal Dutch Shell, allerdings ist das in meinen Augen nicht besorgniserregend.

Angesichts des insgesamt hohen Ölpreisniveaus, des angekündigten Rückkaufprogrammes und der weiterhin guten Aussichten sehe ich auch weiterhin das Potenzial, dass die Aktie von Royal Dutch Shell (gerade) auf dem aktuellen Niveau den Markt schlagen kann (was ich natürlich auf meiner Empfehlungsseite vermerken werde). Zumindest aber dürften hier auch weiterhin stabile und hohe Dividenden für alle hungrigen Einkommensinvestoren locken.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell (B-Aktien). The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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