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Tesla und die mögliche Privatisierung: Was sollten Anleger tun?

Foto: Tesla

Elon Musk, Teslas (WKN:A1CX3T) CEO, hat in der vergangenen Woche mit nur neun Worten maximale Verwirrung zu seinem Unternehmen und der Zukunft der Aktie gesorgt. „Am considering taking Tesla private at $420. Funding secured,“ hieß es von Musk vergangenen Dienstag auf Twitter. Und daraus ergeben sich gleich jede Menge Fragen.

Zum Beispiel folgende:

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  • Wie weit war Musk zum Zeitpunkt des Tweets schon mit der Idee zur Privatisierung?
  • Was genau bedeutet „funding secured“, also „Finanzierung gesichert“?
  • Wie ernst war es Musk damit?
  • Wenn Musk es durchziehen würde, wann würde der Deal frühestens abgeschlossen werden?

Seitdem hat der Autohersteller in zwei Blogbeiträgen und einer SEC-Anmeldung einen weiteren Einblick in die Situation des Unternehmens gegeben und damit den Investoren ein wenig mehr Kontext gegeben. Aber es gibt immer noch mehr Fragen als Antworten.

Das bringt die Aktionäre in eine schwierige Lage. Was sollen sie mit ihren Aktien machen?

Hier ein paar Punkte, die Investoren beachten müssen.

1. Nicht spekulieren

Wie bei allen Übernahmeszenarien, die im Raum hängen, sollten Aktionäre als Faustregel so lange die Aktien halten, wie sie zuversichtlich sind, sich auf die zugrunde liegenden Fundamentaldaten und langfristigen Aussichten des Unternehmens verlassen zu können. Sollte dann das Geschäft nicht zustande kommen, halten Investoren Aktien aus guten Gründen, die über den Deal hinausgehen. Dadurch sind sie besser vorbereitet, jede kurzfristige Volatilität durchzustehen, die eine Aktie nach einer gescheiterten Transaktion erleidet.

Dazu dürfen Anleger nicht nur über die kurzfristigen Aussichten einer Aktie nachdenken und sollten sich auf das dem Unternehmen zugrunde liegende Geschäft konzentrieren.

Kurz: Alle Spekulationen vermeiden und nur den Fakten Gewicht geben.

2. Die Fakten kennen

Die wichtigsten Informationen für langfristige Investoren sind natürlich der Zustand des zugrunde liegenden Geschäfts, die Wettbewerbsdynamik, die Qualität des Managements und andere Faktoren, die sich auf eine Buy-and-Hold Investmentthese auswirken würden. Das bedeutet natürlich auch, die bis dahin bekannten Fakten eines möglichen Buyouts zu berücksichtigen.

Es gibt jedoch nur sehr wenige Fakten über eine mögliche Privatisierung von Tesla. Über Musks Enthüllung hinaus, nach der er erwägt, Tesla zu einem Kurs von 420 US-Dollar pro Aktie zu privatisieren, wissen Investoren über Musks „gesicherte Finanzierung“ lediglich, dass ein Fonds aus Saudi-Arabien Tesla am 31. Juli kontaktierte. Es hieß von ihrer Seite, dass sie gerne in Verhandlungen treten würden, die zur Privatisierung führen.

Musk sagte: „Ich ging am 31. Juli aus dem Treffen mit dem Geschäftsführer des Fonds ohne Zweifel, dass ein Geschäft mit dem saudischen Staatsfonds abgeschlossen werden könnte. Es ging nur darum, den Prozess in Gang zu bringen.“ Das also meinte er mit seiner Aussage, dass die Finanzierung gesichert sei.

Wer sich bis zum Ursprung durcharbeiten will, findet in Blog-Posts und den SEC-Filings mehr Informationen.

  • Es gab eine offene E-Mail von Musk an Tesla-Mitarbeiter, was Musks Visionen für ein privat gehaltenes Unternehmen angeht.
  • Ein Blogbeitrag von Musk, der die bisherigen Geschehnisse zu dem Thema erhellt.
  • Eine 8-K SEC-Anmeldung, die einen von Tesla gebildeten Sonderausschuss zur Bewertung und Verhandlung eines formellen Angebots zur Privatisierung des Unternehmens enthält.

Das Wichtigste für Investoren ist, dass es immer noch kein formelles Angebot gibt, Tesla zu privatisieren. Ein spezieller, von Tesla gebildeter Ausschuss von drei unabhängigen Managern „hat noch keinen förmlichen Vorschlag von Herrn Musk bezüglich einer Privatisierung erhalten, noch hat er irgendeine Schlussfolgerung hinsichtlich der Zweckmäßigkeit oder Durchführbarkeit einer solchen Transaktion gezogen“, hieß es vom Unternehmen am Montag in einem 8-K SEC-Antrag.

3. Über Updates informiert sein

Investoren sollten die Auswirkungen der möglichen Privatisierung von Tesla in Betracht ziehen, wenn Fakten bekanntwerden. Wenn neue Informationen die Privatisierung des Unternehmens wahrscheinlicher erscheinen lassen, können Investoren der Möglichkeit, 420 US-Dollar pro Aktie zu erhalten, mehr Gewicht verleihen.

Die Fakten rund um diesen potenziellen Deal sind jedoch noch zu dürftig, als dass Investoren darauf setzen sollten. Das ist alles noch reine Spekulation.

4. Den Mittelweg finden

Vielleicht ändert etwas an dieser möglichen Privatisierung deine Einstellung zu Tesla. Möglicherweise hat der Mangel an Details rund um die Transaktion dazu geführt, dass man sich weniger sicher über die Zukunft des Unternehmens ist. Oder vielleicht hat die Art und Weise, in der Tesla Informationen preisgegeben hat, das Vertrauen in die Verantwortung des Managements untergraben. Wie dem auch sei, Anleger sollten immer bedenken, dass sie sich nicht zwischen dem einen oder anderen Extrem entscheiden müssen.

Anstatt mehr Aktien zu kaufen oder ganze Positionen in der Aktie zu verkaufen, können Anleger einen Teil ihrer Aktien verkaufen oder einfach auch mal gar nichts tun, bis griffigere Informationen einen klareren Blick auf die Aussichten für das Unternehmen geben.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla und Twitter.

Dieser Artikel von Daniel Sparks erschien am 15.8.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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